So ein Theater!

„Wie war denn deine Woche?“, fragt mich eine liebe junge Frau am Freitag. Wie immer sind meine Gedanken zuerst so: „Eigentlich nicht viel, ganz normale Woche“. Und dann – fällt mir im Wochenrückblick doch das Eine oder andere ein. Und dorthin nehme ich dich im Wochenrückblick der KW33 mit:

Puppentheater und Perfektionismus

„Setz dich einfach irgendwo hin und spiele“, sagt meine Lehrerin. Nichts lieber als das. Ich packe meine Figur, Matilda mit den Riesenaugen und der Riesenbrille, und verziehe mich ins letzte Eck des Gartens. Das kleine Publikum ist ganz vorne am Haus. Ich fühle mich sicher, dass ohnehin keiner vorbei kommt. Schneide wie geplant einen Apfel auf, sortiere die anderen Äpfel auf einem kleinen Koffer und bin bereit, das Geplante für mich zu spielen. Ich schlüpfe mit den Händen in meine Figur und spiele für uns beide.

Was geschieht im Leben, wenn wir die Erwartung und die Selbstkontrolle ziehen lassen? Genau. Wir kommen in einen Flow. Als schließlich doch Menschen bei mir auftauchen, mir zuhören und Fragen stellen, spiele ich einfach weiter. Als wäre ich immer noch allein und würde weiterhin „nur“ üben. Ich erlebe das erste Mal in meinem Leben, dass ich Ideen sprachlich und vor allem ohne inneren Druck und Vorausplanung umsetze. Dass ich eigentlich erst gemeinsam mit anderen Menschen in einen Spielfluss komme, ohne mich sehr anzustrengen. Wenn du Lust hast, schau dir das Video an, das der Liebste glücklicherweise von einer Szene mitgefilmt hat. Ist wie immer auf Linkedin zu sehen, den Link findest du unter dem Foto.

Und hier ist der Link zum ganzen Beitrag!

Meinem Weg vertrauen

Bei mir bedeutet das in diesem Sommer, nach innen zu hören und das zu machen, was ich mich schon lange reizt. Wofür ich mir aber keine Zeit genommen habe. Weiterhin bin ich spielerisch unterwegs. Weiterhin tue ich, ohne darüber nachzudenken, was ich ab Oktober wieder „ernsthaft“ machen werde.

Du hast von meinem Hutkopf nichts mehr gehört, weil der erste Hut kein Hut geworden ist. Erinnerst du dich? Gemeinsam mit dem Sechzehnjährigen haben wir uns vorgenommen, in seinen Sommerferien ein Projekt zu realisieren, für das die Stadtwohnung zu klein ist. Samuel baut an seiner Drachenmaske weiter. Ich an meinem Hut, der ein Fisch werden soll.

Schimmelndes Paperclay macht mir zwei Mal einen Strich durch die Rechnung. Ich komme zwar mit frischem Paperclay gut weiterg, bedenke aber nicht, dass der Hut einerseits durch die vielen Schichten mit Zeitungspapier und Paperclay schrumpfen könnte. Was er tut. Und dass er ein wenig bombastisch konzipiert ist. Die Sache wird zu schwer!

Fazit? Der Fisch wird eine tolle Skulptur. Nicht auf meinem Kopf. Sondern bei einer der nächsten Ausstellungen. Paperclay rühre ich erst im kühleren Herbst wieder an. Wir arbeiten nun mit Pappmaché. Zeitungspapier funktioniert wunderbar, schrumpft mir aber zu stark. Also nehmen wir in diesem Durchgang Packpapier und eine intuitive Mischung aus Kleister und Holzleim. Sowohl die Drachenmaske als auch der neue Fischhut für meinen Kopf entwickeln sich gerade sehr gut. Die Sonne und der warme Wind trocknen unsere Werkstücke flott. Am Sonntag kommt bereits die Farbgrundierung auf unsere Untergründe.

Ich habe wirklich keine Ahnung, wohin mich dieser starke Wunsch nach bespielbaren Figuren bringen wird. Theater hatte für mich immer schon etwas Anziehendes, Magisches. Selbst die Figur zu sein, die ich sonst baue, mir eine Verkleidung für eine Rolle zu bauen, das kenne ich noch nicht. Das will ich schon ein paar Jahre ausprobieren. Es ist ziemlich unglaublich, was mit Karton, Klebeband und herumliegenden Papier alles machbar ist.

Stay tuned! Ich halte dich gerne auf dem laufenden.

Dicker Karton und Malerkrepp werden zugeschnitten und miteinander verklebt. Dieses Mal lege ich den Kopfteil bewusst größer an, damit er am Ende nicht wieder so eng sitzt wie das erste Mal.

Ein Geburtstag und eine partielle Sonnenfinsternis

Der Liebste feiert seinen Geburtstag gern. Ich glaube, das ist eine recht typische Löweneigenschaft. Früher waren wir ziemlich sicher im Ausland, wenn dieser Tag nahte. Seit wir im Sommer in den Tiny Houses leben, hat sich das verändert. „Lass uns einen Tag unterwegs sein, uns treiben lassen“, schlägt Alexander überraschend vor. Afrikatemperaturen in Kärnten. Es fühlt sich hier ohnehin an wie irgendwo im Süden Kroatiens. So ist das, wenn man dort lebt, wo andere Urlaub machen.

Alexander liebt es, mit der künstlichen Intelligenz im Austausch zu sein. So auch dieses Mal. Er findet mit ihr heraus, dass es am Afritzer See, ganz in unserer Nähe, einen tollen freien Badeplatz mit vielen Parkmöglichkeiten gibt. Also gönnen wir uns einen Cappuccino am Millstätter See und machen uns dann auf die Suche. Ich bin wirklich gespannt, ob es dieses Mal klappt. Halluzinationen sind ja bei der AI an der Tagesordnung.

Wir lassen das Strandbad hinter uns, brauchen wir ja nicht. Und stehen vor den Stoppschildern eines Campingplatzes. Ich grinse schon in mich hinein. Alexander gibt nicht auf. Die Englisch sprechende Betreiberin zeigt uns einen privaten Parkplatz hinterm Haus und fordert uns auf, zu Fuß weiter zu gehen. Ja, sicher, dort ist ein Badeplatz. Ich staune. Wir packen unsere Badesachen und gehen los. Fünfzehn Minuten später stehen wir vor neuen Stop-Schildern. Naturcamping. Betreten und Durchgang nur für Campinggäste. Fünf Ausrufezeichen. Und weitere Warnschilder.

Wir kehren lachend um. Mir fällt ein, dass mir eine Freundin vor Wochen einen Standort von einem Badeplatz an der Gail geschickt hat. Dafür ist jetzt der perfekte Zeitpunkt gekommen. Wir landen in einem Naturparadies, das wie Kroatien riecht und hitzetechnisch an Afrika erinnert. Wilde Auenvegetation. Falter, die ich noch nie gesehen habe. Grillen oder Heupferdchen, die rote Flügel ausbreiten, wenn sie sich von uns gestört fühlen. Wie ich mich über das knarrende Geräusch schrecke, das sie mit ihren Beinchen machen! Es ist wunderbar an dem Fluss, der überraschend viel Wasser führt. Ich kann nur hoffen, dass dies noch lange ein Geheimtipp für Ruhesuchende bleibt.

Perfekt ausgerüstet für den See geht es schlussendlich an einen Fluss. Was für ein tolles Geburstagsgeschenk!

Und dann als Krönung des Tages die partielle Sonnenfinsternis mit Sonnenuntergang. Dafür sind wir schon viel zu müde. Das blaue Licht sehen wir noch, mehr verhindern die Hügel vorm Platz. Mein Ältester sendet mir Traumfotos aus Portugal. Das genügt uns vollkommen.

Wasserschaden am Tiny House

Wir ahnen es schon länger, nun ist es gewiss: unser Tiny House hat einen mittleren Wasserschaden rund um die schönen dänischen Fenster. Es war keine gute Idee, die Fronten nicht mit Regenrinnen auszustatten. Beim Zirkuswagen bestand ich glücklicherweise darauf. Nun wird auch das Tiny House nachgerüstet.

Im Baumarkt fragt der Liebste vergangene Woche um Ersatzholz für die kaputten Fassadenteile. Die Angestellte im heißen Baumarkt schüttelt nur den Kopf. Ein müder Blick auf den Bildschirm. Keine Nut- und Federbretter in dieser Breite. Es tut ihr leid. Ich spüre mit jeder Zelle, wie sehr die junge Frau unter der Hitze leidet. Und dass wir hier dieses Mal nicht weiterkommen. Wir versuchen es an einem anderen Tag noch einmal. Gehen selbst in die Holzabteilung. Und finden sofort, was wir suchen. Was für ein Riesenglück. Die kaputten Bretter werden in den nächsten Wochen Stück für Stück ausgewechselt. Ist keine leichte Arbeit, aber ein nötige.

Wir haben dazu gelernt. Es gibt ja den Spruch, dass du beim ersten Haus die meisten Fehler machst. Wir können das jetzt auch bestätigen…

Wie gut, das wir noch so viel Dampfsperre übrig haben! Die nächsten drei Tage ist hier Regen angesagt. Das Fassadenholz trocknet an den Schadstellen gerade so schön, das soll bitte auch so bleiben. Und ja, die kleinen schwarzen Flächen unterm Dach sind die Regenrinnen, die wir endlich montiert haben. Hallelujah!

Inspiriendes Nordindien

Seit heuer gibt es hier in der Umgebung einen neuen Veranstaltungsort. Der Verein „all aspects“ lädt crossover zu höchst unterschiedlichen musikalischen Veranstaltungen ein. Am Freitag Abend ist ein Vortrag über Nordindien dabei. Alexander überredet mich, dass wir uns das trotz Hitze und Müdigkeit ansehen. Die cleveren Menschen haben eine Leinwand aus Silofolie an der verfallenen Burgmauer angebracht. Ein einfacher Beamer projiziert hochprofessionelle und herrlich bunte Fotos auf die kreative Leinwand. Die Veranstaltung ist richtig gut besucht. Vielleicht auch, weil die Familie der Veranstalterin indische Kulinarik anbietet.

Peter Stocker begleitet seinen Vortrag live mit Erzählungen und Erinnerungen. Mir war gar nicht bewusst, wie riesig Indien ist! Und wie immer bin ich sprachlos vor Entzücken über die Buntheit und die Schönheit von Menschen, Gebäuden und Märkten. Eigentlich sollten wir unsere rollenden Häuser auch bunter bemalen. Mal sehen, was wir machen, wenn die Schäden repariert sind.

Du willst mehr über diesen jungen Kärntner Verein und seine Angebote und Intentionen wissen? Hier ist der Linktree für alle Kontakt- und Infomöglichkeiten.

Hitze, Wespen und tapfere Pflanzen

Normalerweise kann ich meine Pflanzen mit einem Guss alle zwei Tage am Leben erhalten. Derzeit ist gerade wieder mehr gießen nötig. Afrikaluft, heiße Winde und hohe Tagestemperaturen setzen meinen Schätzen massiv zu. Meine Himbeeren geben auf. Eine nach der anderen. Ich grabe sie im Herbst aus und setze sie an sonnengeschütztere Plätze. Hoffentlich haben wenigstens die Wurzeln diesen Sommer überlebt.

Dafür wächst und duftet der Salbei wie verrückt. Ich sehe diese Woche auf Social Media, dass eine Frau Salbeiblätter um Blüten wickelt und das über einem Gitter verräuchert. Das möchte ich unbedingt auch ausprobieren. Funktioniert bestimmt so gut wie der Kaffee, den wir derzeit sowohl beim Kochen als auch beim Essen verräuchern. Dass heuer ein Wespenjahr sein wird, ist mir schon im Frühling klar, als viele Königinnen unterwegs sind. Wir finden zwei Nester im Anfangsstadium und entfernen sie in der Kühle des Morgens. Ein drittes übersehen wir. Es war schon verlassen und vor unsere Blicken gut geschützt in einem Regal im Nebengebäude, verbunden mit einer Schachtel mit Werkzeug.

Jetzt im August ernte ich trotz Hitze und Trockenheit täglich. Paprika. Tomaten. Pepperoni. Zucchini, Gurken und Strankerln. Strankerln ist Kärntnerisch für grüne Bohnen. Alles blüht und wuchert wie verrückt. Eine junge Nachbarin kommt vorbei und fragt, ob sie sich Samen von meiner üppigen Blumenpracht mit Cosmea, Ringelblume und Trichterwinde nehmen darf. Ich schenke ihr ein paar Cosmeen, die mir die Küchenkräuter zuwuchern. Wie schön, auf so eine Art und Weise miteinander in Kontakt zu kommen!

Montag soll eine Kaltfront mit Regen durchziehen. Gut für die Natur. Schlecht für die Fassade des zu renovierenden Tiny Houses. Danach soll es schon wieder über 30 Grad haben. Der Sommer, er ist noch nicht vorbei!

Unscharfes Smartphone Foto. Funktionierende Wespenabwehr. Hauptsache, der stinkige Rauch vertreibt die mittlerweile vom Fallobst betrunkenen und stichigen Freundinnen!

Das Ende, es naht!

Sorry, Clickbait. Aber ich freue mich so. Die neue Website wird fertig, endlich. Allein hätte ich das niemals geschafft. Danke Alayna für deine unglaubliche Hilfe und Geduld mit mir und meinen Ideen. Und meiner vollkommenen Unkenntnis vom Bauen einer Website. Mit einem gekauften Template, das jetzt anders aussieht als gekauft. Haha! Wir haben alles umgekrempelt. Und das ist gut so.

Ende August könnte endlich Schluss mit der alten Site sein. Keine Sorge. Das bin immer noch ich, du wirst sogar Fotos meiner Figuren wiedererkennen. Die Struktur ist vollkommen überarbeitet. Mein Blog tritt zurück in die zweite Reihe. Meine Figuren übernehmen die Hauptrolle in dieser digitalen Show. Irgendwie werde ich es auch schaffen, hier eine Umleitung von der alten auf die neue Site einzurichten. Du hast dann genügend Zeit, dich für den neuen Newsletter einzutragen oder weiterhin meinem Blog zu folgen.

Jetzt kommen die Abschlussarbeiten, die es echt in sich haben. Verlinkungen. Noch mal Texte überarbeiten. CTAs setzen. Das eine oder andere neue Bild einfügen. Und dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge von WordPress Abschied zu nehmen, das einer Bloggerin wie mir sehr gute Dienste geleistet hat. Bloggen und texten ist auf der neuen Plattform für mich äußerst gewöhnungsbedürftig. Ich wünsche mir sehr, dass es hier noch Verbesserungen gibt.

Sneak Peak in meine Arbeit. Es wird ähnlich hell und freundlich wie auf der alten Site. Allerdings mit neuer Struktur und Nutzerfreundlichkeit. Lass dich überraschen!

Hitze und trotzdem ein Wochenrückblick

Heiß. Heißer. Am heißesten. Ich quetsche mir trotzdem einen Wochenrückblick der KW 31 aus meinem ausgetrockneten System.

Offensichtlich kommen die Hundstage im Süden Österreichs heuer zwei Wochen früher. Irgendwann im Lauf dieser heißen Tage wird mir bewusst – knapp vier Wochen noch. Und dann ist dieser Sommer schon wieder fast vorüber. Abends ist es bereits deutlich früher dunkel als noch vor vier Wochen. Also nichts wie genießen. Der Herbst kommt noch früh genug!

Und hier gehts zum 31. Wochenrückblick dieses Jahres:

  1. #hurraderwoche
  2. #was lerne ich gerade?
  3. #was hat gar nicht geklappt?
  4. #was hat mir Energie gegeben?
  5. #mit wem fühle ich mich besonders verbunden?
  6. #welches Spiel tut mir gerade besonders gut?
  7. #welcher Umweg führte zum jetzigen Ziel?

#hurraderwoche

Größtes Hurra: meine wundervolle Tochter ist bei uns zu Besuch. Wir versuchen, die heißen Stunden zu ruhen und in den kühleren Stunden etwas miteinander zu unternehmen.

Zum Beispiel frühstücken zu gehen in der Villa Verdin in Millstatt am Millstätter See. Den Betreiber lernen wir im Winter beim gemütlichen Kaffeeplausch in der Lieblingskonditorei von Max Wohlkönig kennen. Thomas lädt uns ein, im Sommer vorbeizuschauen. Ein Traumhaus in Traumlage am See, mit Buffet auch für verwöhnte Veganer-Gaumen. Aber auch für Marmeladenfeinspitze, Caffè-Gourmets und Genießer des traumhaften Seeblicks aus der Kiwi-Wein-Glyzinien-überwuchterten Außenterrasse.

Im Blätterschatten den heißesten Monat des Jahres genießen. Leben! Können wir.

#was lerne ich gerade?

Ich rühre und knete mir mein Paperclay selbst zusammen. Und entdecke: Nicht jedes Stärkemehl verhält sich wie Maisstärke. Tapioka fühlt sich trocken zwar ähnlich an, ist aber mit allen Paperclayzutaten vermischt deutlich klebriger und weniger bindend als die Maisschwester. Fazit: will ich die Masse nur spachteln, leistet Tapioka auch gute Dienste. Will ich Paperclay formen, greife ich in Zukunft wieder dankbar auf Maisstärke zurück. Wieder etwas dazu gelernt!

#was hat gar nicht geklappt?

Mein natürliches Paperclay hält im Kühlschrank nicht einmal mehr zwei Wochen (!) durch. Nicht bei diesen Außentemperaturen. Ich entsorge den zweiten verschimmelten Teig dieses Monats, dieses Mal schon deutlich wütender auf mich selbst. Fazit: machen und tagesaktuell anwenden. Oder später machen, von vornherein, wenn ich sicher arbeiten werde. Schade um die kostbaren Zutaten…

#was hat mir Energie gegeben?

  • Regen nach Hitzetagen, die kühle Luft, die durch den Zirkuswagen weht und mich frösteln lässt
  • ein wunderschönes Konzert der Kärntner Formation „Cornucopia“ auf der Burgruine Feldsberg im Lurnfeld
  • wir richten meiner Tochter ein gemütliches Außenzelt mit Matratze, Bettzeug, Teppich und Nachtkästchen ein und freuen uns diebisch, wie schön das aussieht – und wie fein es sich im Gästezelt anfühlt
Nach dem Regen ist vor der nächsten Hitzewelle. Juli und August 2026 eben.

#mit wem fühle ich mich besonders verbunden?

Diese Woche ist besonders, was meine Herkunftsfamilie betrifft. Irgendein alter Widerstand zwischen meiner Mutter und mir löst sich wie aus dem Nichts in Liebe auf. Was jahrzehntelang immer wieder schwer war, ist plötzlich leicht. Ich bin traurig, dass es so lange gedauert hat. Und zugleich dankbar, dass es jetzt geschieht. Noch haben wir in diesem Leben Zeit, die wir miteinander verbringen und in der wir unser Miteinander spüren können.

#welches Spiel tut mir gerade besonders gut?

Ich liebe es, meine Figuren zuerst geistig zu entwickeln, sie dann zu formen und mit der passenden Geschichte fertig zu stellen. Und – das ist mit intensiver Arbeit verbunden. Für intensive Arbeit ist es gerade zu heiß. Vielleicht erinnerst du dich, was ich letztes Jahr um diese Zeit gemacht habe? Ich ging diesem alten Wunsch nach, mir eine Häuserzeile aus Altholz zu bauen. Sie landete schlussendlich über dem Eingang meines Zirkuswagens.

Heuer reizt mich etwas ganz anderes. Riesenfiguren. Ich fange mit einem Hut an, auf dem ein Riesenfisch, walartig oder fantastisch, thronen soll. Und wieder taucht diese alte Idee in mir auf, dass Häuser auf dem Rücken des Riesenfisches sein werden. Haha, du hättest mich sehen sollen! Ich ufere mal wieder vollkommen aus. Der Fisch aus Karton und Paperclay wird r i e ß i g und der Hut ist auch ohne all die geplanten Häuschen schon viel zu schwer. Ich gebe die Idee natürlich nicht auf. Schneide kommende Woche das Kopfteil zurecht, damit der Fisch weiterschwimmen kann. Zwar nicht auf meinem Kopf, sondern auf dem runden Gerüst. Und aus einem geplanten Hut wird einfach ein viel zu große Skulptur für den Zirkuswagen. Und die darf mit auf die nächste Ausstellung.

Und der Hut? Stay connected. So schnell gebe ich nicht auf!

#welcher Umweg führte zum jetzigen Ziel?

Ich weiß, dass ich im Leben schon viele Umwege und Sackgassen genommen habe. Doch der größte Umweg aus heutiger Sicht war vermutlich dieser:

Ich wollte schon als Jugendliche mit etwa 15 Jahren eine Lehre zur Silberschmiedin machen und künstlerisch aktiv werden. Weil ich mich nicht mit ganzer Kraft gegen den Willen meines Vaters durchsetzte, schlug ich nach der Matura statt dem geplanten Studium der Germanisitk und Publizistik den Weg der Fotografin und später der bildbegleitenden Journalistin ein.

Ich durfte gegen Ende immer mehr Künstlerinnen und Künstler interviewen und sprachlich und bildlich portraitieren. Dadurch landete ich bei meinem zukünftigen künstlerischen Mentor Luka Anticevic Und der stellte damals die ersten Weichen, dass ich mich dem endlich widmen konnte. Ich verdanke ihm und anderen Helfern in meinem Leben, dass ich seit meinem fünzigsten Geburstag die Künstlerin lebe.

Ich höre noch seine Stimme, erinnere mich noch an so viele gemeinsame Stunden. Diesem Menschen werde ich für immer dankbar sein, dass er MICH gesehen hat. Nicht nur die interviewende Journalistin und Fotografin.

Wochenrückblick Kalenderwoche 30

Meine durchwachsene Kalenderwoche 30 endet Samstag Abend mit der Nachricht, dass es in Berlin einen Anschlag auf friedlich feierende Menschen gibt. Ich kann nicht so tun, als hätte das keine Auswirkungen auf mich. Ich trauere mit euch!

Gewalt tötet. Gewalt mit Motiven aus Fundamentalismus und starren, patriarchalen Glaubenskonzepten legitimiert Täter. Und erzeugt Opfer. Es tut mir so leid für die Angehörigen, die trauern. Und für jene, die noch darauf warten, ob ihre Liebsten durchkommen. Im Herzen bei euch, Berlin!

Und hier gehts trotzdem zu einem Wochenrückblick:

  1. Häng sie höher!
  2. Kündigung einer Schublade
  3. Krankenhaus und Angehörige
  4. Besuch von Linkedin
  5. Ratten, Website &Technik
  6. Noch einmal Amseln
  7. AMC und kein Handy
  8. Ein Traum wird wahr

Häng sie höher!

Unsere Terrasse ist zwar gebaut. Aber sie hat noch keinen Schutz nach oben. Der wäre gut bei Regen. Und der ist dringend nötig wegen gefrässiger Amseln. Die Vogelbeeren der Eberesche sind zwar noch nicht reif. Das hindert unsere gefiederten Freunde nicht daran, sich die orangen Früchtchen organisiert einzuverleiben. Sie kommen in Scharen.

Gönnt euch! Wir kommen ohnehin an diese Beeren nie mehr ran. Was die Amseln uns gönnen, ist ihre prompte Verdauung. Am Samstag hält mir der Liebste die Leiter. Und ich kraxle knieweich in hohe Höhen, um die durchhängende Plane höher zu hängen. Gemeinsam mit unserem tollen Terrassenschirm und einem neuen Sonnenschutz schaffen wir es, die Sitzplätze nach zwei Jahren kacksicher zu machen. Selbst ist die Frau!

Kündigung einer Schublade

Auch wertvolle Glaubenssätze haben manchmal ein Ablaufdatum. Manche früher, andere später. Und manche gar nie. Was ich zur Persönlichkeit des Scanners heute zu sagen habe, kannst du in meinem Social Media Beitrag auf Linkedin nachlesen. Den Link dazu findest du unter meinem Screenshot.

Ich kündige ein Glaubenskonzept, das mir zwei Jahrzehnte das Leben schöner gemacht hat. Glaubte ich auf alle Fälle. Vielleicht war es auch ganz anders?
Hier ist der Link zum Nachlesen.

Krankenhaus und Angehörige

Diese Woche ist gut gefüllt mit medizinischen Terminen meiner Liebsten im Familienkreis. Heute, Sonntag Abend, kann ich sagen, dass alle am Weg der Heilung sind. Jede und jeder im individuellen Tempo. Wir haben es trotzdem hinbekommen, gestern einen selten harmonischen Ü80-Geburtstag zu feiern, bei dem so viel Liebe und Zuhören im Raum war wie lange nicht mehr. Ich bin so voller Dankbarkeit für diese schönen Stunden.

Besuch von Linkedin

Was für ein Vergnügen, Menschen hier zu unseren Tiny Houses im Tiny Paradise einladen zu können! Es ist zwar fast so kalt wie voriges Jahr um diese Zeit. Ihr habt vielleicht Pech mit dem Wetter, ihr beiden Lieben! Aber, wir haben heuer eine Terrasse, auf der wir es uns gemütlich machen können. Kerstin ist Buchhebamme. Was in ihrem Fall bedeutet, dass sie vorwiegend feinstfühlige Frauen dabei begleitet, ihr persönliches Buch zu schreiben und erfolgreich zu veröffentlichen.

Es ist wohl kein Zufall, dass eine meiner Kundinnen im September ihr erstes Buch rund um Paulo, meinem Türsteher für Gedanken, veröffentlichen wird. Sie hat sich nach mir mit Kerstin auf den Weg gemacht. Wir sind auch in der Online-Welt so verbunden! Ich freue mich schon sehr darauf, über dieses Buchprojekt zu berichten.

Danke für euren liebenswürdigen, genussvollen und unkomplizierten Besuch, Kerstin und Frank!

Es ist schon besonders für Menschen, wenn ich ihnen zeige, worüber und vor allem von welchem Schreibtisch in welchem Haus ich in meinen Beiträgen auf Linkedin schreibe!

Ratten, Website &Technik

Wie ich schon in meinem Beitrag über Scanner auf Linkedin feststelle: Ich liebte es in der Vergangenheit schon arg sehr, mich zu verändern. Alle zwei Jahre grundsätzliche Veränderungen, das ist mein altes Normal.

Auf der Suche nach guten Fotos für die neue Website finde ich heraus, dass meine Einzelfiguren der Serie der Ratten schon im Jahr 2023 viel Bewegung in sich tragen. Auch damals war es bereits Kate Church aus Canada, die mich mit ihren bewegten Zirkusfiguren inspirierte. Jetzt, ein paar Jahre später, geht es mit der neuen Serie der „Queenager“ und ihren besonderen Kronen genau in diese Richtung weiter.

Website, Squarespace und WordPress. Hmpft. Ich bin seit vielen Jahren verwöhnt, was das Bloggen auf WordPress betrifft. Squarespace und Blog, das ist keine große Verliebtheit. Das ist eher ein rationales und logisches „Damit-wir-das-halt-auch-anbieten-Ding“. Ich bin wirklich enttäuscht. Keine Inhaltsübersicht im Beitrag. Kaum Formatierungsmöglichkeiten, ganz anders als auf den tollen Sites. Bitte gerne an die Verantwortlichen weiter sagen!

Was ich richtig gut finde ist die Tatsache, dass ich text-inhaltlich alle alten Blogbeiträge aus WordPress importieren kann. Die Fotos muss ich hinterher einzeln neu einpflegen. Dabei lese ich die alten Texte durch und lösche, was ich nicht mehr brauche.

Hey, Squarespace: Die Fotoabteilung in Ordnern ist genial. Sie dürfte für mich bei der Suche gerne alphabetisch geordnet sein und geöffnet bleiben, während ich in diesem einen Ordner weiter suche. Habe ich ihn doch erst nach längerem Suchen alphabetisch unlogisch irgendwo erjagd. Vielleicht kommt das ja in einem der nächsten Updates dazu?

Noch einmal Amseln

Seit wir keinen jagenden Tiger mehr bei uns haben, wagen sich auch gefiederte Freunde und Eichhörnchen immer näher an uns heran. Als ich an einem frühen Morgen am Laptop und an der Website sitze, höre ich die üblichen Amselgeräusche deutlich näher. Sie werden doch nicht… Doch! Eine Amsel sitzt mitten in meinen wenigen Weintrauben. Mein Weinstock trägt heuer zum ersten Mal. Hey, Amsel, zisch ab! Rauf mit dir zur Eberesche. Dort darf geerntet werden.

Und weil Herr Amsel schimpft wie ein Rohrspatz und nur darauf wartet, dass ich wieder im Zirkuswagen verschwinde und er weiter Weintrauben verschlingen kann, handle ich. Durchsichtiger letzter Vorhang raus. Leiter aufgestellt. Und Vorhang v o r die Trauben gehängt. Ja, jetzt schaust du ein bisschen blöd. Das ist Absicht. Meine wenigen ersten Weintrauben teile ich heuer nicht!

Weintrauben von innen. Na warte, Herr Amsel. Diese Rechnung machst du ohne die Zirkuswagenbesitzerin!

AMC und kein Handy

Der Sechzehnjährige bekommt heuer von uns keine Ferienwoche mit Geschirr, sondern mit dem American Music and Arts Camp geschenkt. Was wir zu Beginn nicht wissen, ist Standard in der AMC-Family: Handys werden fast durchgehend an die Betreuerinnen abgegeben. Es ist einfach genial, was sie in knapp vier Tagen lernen und am fünften Tag auf der Bühne aufführen.

Der Sechzehnjährige ist voller Freude dabei und mitten drin, obwohl er wirklich ein Anfänger ist. Er, der sich pubertierend nur bewegt, wenn er muss, kämpft sich durch fordernde Choreografien und Melodien. Und stellt fest, dass er nach dem Stimmbruch endlich wieder zu einer Singstimme zurück findet. Zwei Oktaven tiefer. Und wunderschön.

41 Kinder, vier Tage und viele begeisterte Erziehungsberechtigte. Davon werden die Kinder noch lange reden!

Ein Traum wird wahr

Ich träume davon, seit ich mich als Künstlerin selbstständig gemacht habe. Heuer im Sommer wollte ich endlich mit Kindern Riesenfiguren bauen, die sie selbst verkörpern. Doch der Kurs kommt nicht zustande.

Was macht eine, die einen Plan hat? Genau. Sie setzt ihn anders um.

Dazu inspiriert hat mich die wunderbare Minitaturkünstlerin Katharina, der ich schon eine ganze Weile online beim Arbeiten auf die Finger schaue. Und deren kluge, gesprochenen Texte zu den Videos ich mit Begeisterung anhöre. Jetzt hat sie ein Hexenhäuschen aus Pappe gebaut. Als Hut. Für ihren Kopf. Und das will ich auch ausprobieren. Nein, kein Hexenhäuschen. Kopieren, das mag ich so gar nicht. Es wird ein ganz besonderer Fisch werden, den ich vor vielen Jahren gezeichnet habe.

Geduld, Geduld! Kommende Woche gehts mit diesem bombastischen Hut weiter!

Stabiler Karton, usprünglich für einen Kinderworkshop gesammelt. Alte Zeitungen. Eine Expertinnenmischung aus Kleister und Weißleim. Und viele Erkenntnisse im Tun.



Heiß und kalt

Es ist Sonntag Nachmittag. Zeit für den Wochenrückblick der Kalenderwoche 29 dieses Jahres. Wollsocken, dicker Pulli, heißer Kräutertee. Hochsommer 2026. Vor zwei Tagen sause ich im Bikini im Halbstundentakt unter die solarbetriebene Lauwarmdusche, um die Hitze besser auszuhalten. Es ist ein großes Lernen, mit dem veränderten Klima und seinen Auswirkungen umzugehen.

Wochenrückblick KW 29

  1. Wochenrückblick KW 29
  2. Video und andere Lörnings
  3. Peinlichkeit und große Freude
  4. Pflanzentod und Schimmelalarm
  5. Retterspitz und mein Handgelenk
  6. Kinder und Workshops
  7. Die kanadische Goldrute und Lebensmagie
  8. Gedanken eines Queenagers
  9. #reflect&learn

Video und andere Lörnings

Ich habe mir vorgenommen, mich mit Videos vertrauter zu machen. Meine Lehrerin Julia Gorr hat uns ein tolles Begleitskript gegeben, wie wir uns besser strukturieren. Daran halte ich mich. Was mir deutlich mehr Arbeit macht als das vorherige Skripten und Aufnehmen ist die Filmnachbearbeitung. Da sind gut und gerne zwei, drei Stunden um, bis ich zufrieden bin. Und ganz egal, ob ich mich in einem Jahr wegen der Qualität dieser ersten Filme in Grund und Boden geniere oder nicht: ich übe weiter, bis Film mir nicht mehr so fremd ist.

Gern lade ich dich ein, dir einen Beitrag zu meiner Arbeit im Zirkuswagen und John Steinbeck von dieser Woche anzusehen. Du findest ihn im Link unter der Bildbeschreibung auf Linkedin.

Hier gehts zum Linkedin-Beitrag auf meiner Lieblingsplattform in Social Media.

Peinlichkeit und große Freude

Meine britische Freundin Sue hat ein Kinderbuch geschrieben. Über zwei Erdmännchen im naturwissenschaftlichen Museum in London. Es hat mich gereizt, ob ich ihre Sprachmelodie in die deutsche Sprache übertragen kann. Ihren Sinn für Humor, ihre Sicht auf die Welt. Zuerst geht einfach alles schief. Meine Vorschläge für Übersetzungen sind Kommentare im Korrekturprogramm. Sue, die noch nicht gut Deutsch spricht, klickt dankbar für meine Arbeit auf das orangefarbene Häkchen. Im guten Glauben, die Vorschläge seien nun im Text angekommen. Pustekuchen. Sie hat nur akzeptiert, dass es einen Vorschlag gibt – und futsch ist er.

Was nichts gemacht hätte. Doch Sue druckt sofort und begeistert Autorenexemplare. Ein typisches Sprachmissverständnis zwischen uns beiden. Ich habe Vorschläge gemacht. Sie hat das als Korrektur verstanden. Als sie mir ein frisch gedrucktes Exemplar mitbringt, falle ich fast vom Sitz vor Schreck. Schon am Titel prangt ein erster kapitaler Genitivfehler, der nicht mal im Skript war. Ich blättere mich durch die Seiten. Fehler über Fehler. Wo sind meine Korrekturen? Manche Stellen sind doppelt, einmal korrigiert, einmal in der alten Übersetzung der Künstlichen Intelligenz. Sue schenkt ihrer Nachbarin ein Exemplar. Eine ehemalige Englischlehrerin. Nie wieder kann die ehemalige Journalistin mit recht guten Deutschkenntnissen der Dame unter die Augen treten…

Ich setze mich noch einmal zwei Nächte an den Text. Korrigiere jetzt ungeniert und konsequent. Arbeite mit DeepL und suche nach Formulierungen, die das Britische erhalten und in unserem Deutsch verständlich werden. Jetzt, im zweiten Durchgang, fühlt sich der Text endlich stimmig an. Und glückicherweise befinden wir uns immer noch v o r dem nächsten Druck. Das Augenzwinkern ist erhalten geblieben, dem Himmel sei Dank. Und jetzt stimmt auch die Grammatik. Die Englischlehrerin darf jetzt unbedingt noch einmal Korrektur lesen. Sechs Augen sehen mehr als vier…

Auszug aus einem Kinderbuch, in dem ich mich zum ersten Mal in diesem Leben als Übersetzungshilfe etabliert habe. Wir lernen halt nie aus…

Pflanzentod und Schimmelalarm

Ich wundere mich, warum neben den Tomaten so starke Pflanzen aufgehen. Die scheinbar auch die Tomatenpflanzen bedrängen. Also nehme ich mir ein Herz und reiße ein paar aus. Staune noch, warum das so schwer geht. Beikräuter gehen sonst ganz leicht weg. Als mich mein Mann fragt, wo wir eigentlich heuer die Physalis hingesetzt haben, wird mir heiß…

Dann will ich meine Queenager-Tänzerin weitergestalten. Hole den Paperclay aus dem Kühlschrank. Er ist magentafarben und grau mit Schimmel überwuchert. Im Kühlschrank. Was für ein Schreck! Ich stelle mich sofort hin und koche den nächsten Kleber aus Mehl, Wasser, Zucker und einer ordentlichen Menge Essig, bevor ich die anderen Zugaben einknete. Dieses Mal muss ich schneller sein als der Schimmel dieses Sommers.

Retterspitz und mein Handgelenk

Seit etwa 18 Monaten schmerzt mein linkes Handgelenk. Manchmal mehr, manchmal weniger. Manchmal sehr. Ich gewöhne mich an Schmerzen, bin ja nicht mehr die Jüngste. Als ich wegen meines verdrehten Knies hinkend zu einem Konzert komme, erzählt mir eine Frau von der Tinktur ‚Retterspitz‘. Meine Freundin Christine ist die Einzige, die sofort weiß, was das ist. Und redet mir gut zu. Also hole ich mir ‚das’Retterspitz‘ aus der Apotheke. Ich bin skeptisch und mache einen nächtlichen Wickel ums Handgelenk. Und was soll ich sagen: die Mischung wirkt! Meine Handgelenksschmerzen sind deutlich weniger, nach nur zwei Behandlungen. Und nein, das ist keine versteckte Werbung, selbst gekauft, selbst angewandt und für gut befunden.

Kinder und Workshops

Ich habs wirklich geschafft! Vergangene Woche ist Dead Line für die Überarbeitung von Schulangeboten in Österreich. Mir ist schon länger klar, dass ich neue Angebote für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren machen will. Ich füttere die Künstliche Intelligenz mit meinen eigenen Überlegungen und Vorstellungen. Mit dem, was ich auf keinen Fall mehr machen will. Und mit dem, was es statt dessen sein soll.

Melde dich sehr gern bei mir, wenn du in Kärnten oder Wien an einer Schule arbeitest und Kunstprojekte mit Figuren umsetzen willst! Dann sende ich dir meine Planung für 2026/27!

Hier ist der Link zu meinem Angebot für Schulen!

Die kanadische Goldrute und Lebensmagie

Der Liebste schneidet eines Morgens viel der kanadischen Goldrute aus unserer Wildnis. Er setzt die Blüten mit Alkohol an, weil er damit malen will. Und ich denke schlagartig an Canada. An meine Reise vor elf Jahren. Sehnsucht durchflutet meinen ganzen Körper. Damals weiß ich noch nicht, dass ich Figuren machen werde. Ich kenne auch Kate Church noch nicht, die dort lebt. Ohne große Erwartung durchsuche ich am Abend Google Maps, wo diese tolle Künstlerin eigentlich lebt. Vergleiche die gefundene Kleinstadt mit den gemachten Fotos der Reise in meinem Archiv – und dann trifft mich fast der Blitz. Ich war da! Herzklopfen!! Ich war doch auf der Reise runter nach Halifax in der Bay, in der Kate lebt und lehrt. Und ich hatte keine Ahnung… Ich habe dazu vergangene Woche einen Linkedin-Beitrag gemacht.

Was mir das sagt? Eine Freundin meint, dass manche Wege einfach so anfangen. Du hast noch keine Ahnung vom zukünftigen Weg. Aber dein Weg beginnt, sich von selbst zu entrollen. Gänsehaut. All over. Heute säße ich sofort in einem ihrer raren Präsenzworkshops, das wäre ganz oben auf meiner Reiseliste!

Wenn nicht in Präsenz und reisend, dann eben daheim und ausprobierend. Danke Kate Church für deine tollen Figuren! Ich bekomme jedes Mal Herzklopfen, wenn ich deinen Blogbeiträge lese.

Gedanken eines Queenagers

Als ich als junge Mama Barbara Shers Buch über Scanner lese, bin ich sehr sicher, dass ich ein Buch über mich lese. Ich verändere alle zwei Jahre meine Vorliebe(n). Ich ziehe ständig um, wenn mensch mich lässt. Ich mache dauernd 15 Sachen zugleich. Und ich bin sehr lange ein bisschen stolz drauf. Endlich meine Schublade des Andersseins gefunden. So vielfältig und bunt bin ich eben. Das zeichnet mich aus. Das musst du aushalten, wenn du mit mir zusammen sein willst.

Mittlerweile sehe ich das ein wenig anders. Was, wenn mein Charakter des Scanners ehe eine Antwort auf die vielen schwerst verarbeitbaren Reize meines Lebens bin? Weil ich grundsätzlich Schwierigkeiten mit Reizverarbeitung habe? Und ganz praktisch: dient es mir wirklich, an meiner Website zwei Tage intensiv zu arbeiten, dann drei neue Projekte anzufangen, weil sie mich reizen – und dann nach zwei Wochen wieder mit der Website von vorne anzufangen, weil ich schlicht und ergreifend vergessen habe, wie weit ich schon war und was der nächste geplante Schritt gewesen wäre?

Dieses Mal mache ich es anders. Website hat gerade Priorität. Genau d e s h a l b war es liebeboll und klug vom Leben, mir heuer sämtliche Sommer-Kinder-Workshops zu streichen. Ich hätte mich wieder heillos überfordert, weil meine Ansprüche an mich sehr hoch sind. Und im Herbst wäre garantiert keine Website fertig gewesen. Zusätzlich ist jetzt meine Lieblings-Web-Designerin eine Königin des Dranbleibens. An einer Sache. Wir werden in ein oder zwei Wochen fertig sein. Ein Projekt in knappen zweieinhalb Monaten beendet haben, das zwei Jahre nicht und nicht entstehen konnte.

Falls du ein Scanner bist und dich damit wohl fühlst und erfolgreich bist, vergiss bitte meine Überlegungen. Mir hat es damals lesend sehr geholfen, mich so anzunehmen, wie ich bin. Heute erkenne ich, dass das möglicherweise eine Strategie war, die mir weniger gedient hat als ich dachte. My Way. Deiner kann ganz anders aussehen!

Irgendwie fühlt sich dieses Archivfoto meiner bunten Zwerge aus der Anfangszeit perfekt zum Text passend an…

#reflect&learn

Liebe Maren, was ich vergangene Woche anders als gemacht habe als ursprünglich gedacht?

Ich erzähle dir von heute, weil der Eindruck noch so frisch ist.

Heute sitze ich statt beim Frühstück im Lieblingscafé vor dem Getränkeautomaten in einem Krankenhaus. Schlürfe beruhigenden heißen Kakao, warte und spüre sehr viel. Das Wartezimmer ist so richtig voll. Gesundheit und Krankheit kennt keinen Sonntag. Überall sind Menschen, die gerade echte Schwierigkeiten mit ihrem Leben haben. Auch drinnen vor den Untersuchungsräumen sind Reihen von Wartenden. So viele, dass manche Behandlungen direkt bei uns im Warteraum durchgeführt werden. Wir tauschen Blicke aus, ein Lächeln, einen mitfühlenden Satz.

Ständig werden von der Rettung neue Notfälle durchgeschoben. „Wir nehmen zuerst die Brustschmerzen dran, tut uns leid“, sagt ein Pfleger, als eine Frau verzweifelt fragt, wann sie endlich dran kommt. Sie wartet seit drei Stunden. Ganz offensichtlich hat sie große Schmerzen. Vier Stunden bin ich zufällig an dieser Grenze zwischen Leben und Tod, die man in Notaufnahmestationen erlebt.

Daheim erzähle ich dem Lebensgefährten meiner Mutter, was wir gerade erlebt haben. Er fasst für mich zusammen: „Wenn du dich im Leben ein bisschen mutlos und deprimiert fühlst, setz dich ein paar Stunden in den Warteraum eines Krankenhauses“. Es stimmt. Die Sonne scheint heller, wenn du den Warteraum wieder verlassen darfst. Und du hast eine große Übung in Demut und Empathie hinter dir, falls du dich darauf einlassen konntest.

Meine Hängesesselmomente

Wochenrückblick auf die Kalenderwoche 28. Himmel, achtundzwanzig Wochen mal sieben Tage. 196 Tage ist dieses Jahr schon unterwegs. Und wir sind alle mitten drin. Eine Freundin staunt, dass ich immer noch einen Wochenrückblick schreibe. Ich kann konsequenter sein, als ich mir das selbst vorstelle…

Mein Tag im Museum meines Lebens

Danke wie immer an dieser Stelle an Maren, die im Rahmen ihres #reflect&learn diese Woche fragt, welcher Tag für einen Rückblick ganz besonders geeignet wäre. Er hat direkt mit einem neuen Gefühl zu tun. Und mit einem Hängesessel. Wenn du Zeit und Lust hast, dann klick dich gern hinüber in meinen Linkedin-Kanal. Den Link findest du auch unter dem Beitragsbild.

Hängesessel, Nacht – da können einem schon besondere Gedanken kommen…

Zahlen und mein Leben

Oder so. Es passiert mir heuer wirklich zum ersten Mal. Ich gratuliere meiner wundervollen Tochter einen Tag zu früh zu ihrem 35. Geburtstag. Und eine liebe Freundin gratuliert mir, ebenfalls diese Woche, zu meinem Februargeburtstag. Und dann erfahren wir wie nebenbei im Chaos der Falschgratulationen online, dass die jetzige Frau meines Bruders genau an diesem einen Tag vor meiner Tochter Geburtstag hat. Ich sorge mit meinem Zahlenchaos mal wieder für viel Heiterkeit.

Ich merke gerade, die Beschreibung klingt wie eine dieser horriblen Textaufgaben in Mathematik, vor der ich als Jugendliche mit Brett vorm Kopf und Nebel in den Hirnwindungen sitze. Die Welt der Zahlen eben.

Videos und andere Herausforderungen

Ich bin viele. Auch als Künstlerin. Deshalb habe ich mich 2019 ja auch als Künstlerin bei der Krankenkasse angemeldet. Keine Einschränkungen mehr, entweder die Tätigkeit nur als Journalistin oder nur als Pressefotografin. Sondern all in. Herausfinden, wie ich mich ausdrücken will. Film zählt eindeutig dazu. Ich liebe dieses Medium. Julia Gorr ist zur Zeit meine Lieblingspädagogin, wenn es um das Erlernen von Videoskills geht. Und hell yeah, ich will lernen, gute Videos zu drehen. Richtig gute, nicht nur so nebenbei. So perfekt wie AI werde ich sowieso nie. Aber ein bisschen schlüssig und professionell darf mein Auftritt trotzdem werden.

Jede Woche ein Videobeitrag, das nehme ich mir vor. Nicht alle werden das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

Das Aufnehmen meiner Stimme ist dank Tipps das kleinste Problem. Allerdings ufert das Aufgenommene genauso aus wie das Geschriebene. Ich bin eine geborene Querdenkende, beziehe zugleich sehr viele Lebensfelder ein. Ich bin so gemacht. Schreibend geht das Konzentrieren schon recht gut. Gesprochen fällt mir spätestens beim technisch aufwändigen Schnitt ein, was ich alles weglassen hätte können.

Wie würde Julia sagen? Das brauchst du vielleicht für ein anderes Video…

Queenager und Realität

Meine Mutter verträgt den heurigen Sommer deutlich schlechter als Frühling, Herbst und Winter. Was bedeutet, dass wir gerade ein Netz entwickeln, damit sie in ihrem herausfordernden Alltag nicht verzweifelt. Der Liebste hat tägliche gesundheitliche Herausforderungen, die mich mehr besorgen als ihn. Irgendwie erschüttert die Zeit gerade sehr viele Menschen um mich herum, die mir wichtig sind. Da ist meine eingeschränkte Fortbewegung schon fast ein Klacks dagegen.

Große Freiheit? Derzeit eher viele offene Fragen und emotionaler Roller Coaster. UND der Versuch, trotzdem an dem dran zu bleiben, was mir Freude macht und auch gut tut. Ich entwickle eine neue Beweglichkeit für meine Figuren weiter, die sich an meiner Lieblingskünstlerin Kate Church orientieren. Wenn ich könnte, würde ich mir sofort einen Flug nach Canada buchen und bei ihr in einem ihrer raren Workshops sitzen. So tüftle ich selbst, wie sie Bewegung so einfriert, dass die Lebendigkeit erhalten bleibt.

Freundinnen und Netzwerk

Ohne mein Freundinnen-Netzwerk wäre ich derzeit kraft- und mutloser. Egal, ob es ein ermunternder Satz, ein Hinweis auf Social Media oder in der Accountability Gruppe oder echte Treffen an anderen Orten als daheim sind: es tut mir gut, einfach die zu sein, die ich bin. Mit Menschen, die das auch leben. Das ist Selfcare im besten Sinn für mich. Zuhören. Mitteilen. Das vertraute Feld verlassen. Neue Perspektiven und Wege sehen und hören. Weitergehen.

Vergangene Woche ganz überraschend auf einem Fest in St. Kanzian. Durchwegs junge Menschen, die diesen Vibe haben, den wir als junge Menschen früher bei Festivals ebenfalls lebten: wir finden und wir suchen Lösungen, wir teilen, wir benennen, wir gehen miteinander weiter. Und verbinden das ganz selbstverständlich mit Kunst. Danke Christine, dass du mich mitgenommen hast. Danke Cattalina für deinen berührenden Text über Geburten.

Kreativität und Technik

Gestern sind meine 1-mm-Federstahl-Stäbe gekommen. Kennst du nicht? Ich bisher auch nicht. Im Hin- und Herraten mit Gemini, wie ich meine Figuren so lange als möglich mobil halten kann, bevor das fixierende Paperclay die Bewegung einfriert, spuckt der Dialog dieses Wort in unsere Nachdenkrunde. Dünne Stäbe, die die Form behalten. Kein Alu, das sich in alle Richtungen biegt. Ersatzknochen für Körper, die in meinem Kopf herumspuken. Der frische Paperclay wartet schon im Kühlschrank auf seinen Einsatz.

Ich habe momentan das Gefühl, als Künstlerin in einem Trichter zu leben. So viele Ideen, so viele Möglichkeiten tauchen auf, wie ich etwas Neues gestalte. Und wenn ich mich umsehe, dann passt dieses Trichterdasein auch zu vielen anderen Menschen um mich herum. Ein Schelm, wer denkt, das könnte etwas mit der Zeitqualität zu tun haben?

Meine Nana und ich

Sie ist fertig. Viele, viele Details. Eine gefärbte Zeitungskrone mit Kupferschicht. Es war nicht einfach, dieses Material in unserer Kleinstatt zu ergattern. Ich bekomme die allerletzte (!) Tube eines Materials, das ich vor Jahren noch ganz einfach bei OBI kaufen konnte. Jetzt nicht mehr. Meine Nana bekommt keine Ausgestaltung des Gesichtes, sie ist bereits die, die sie ist. Eine Nana, die für alle Frauen auf diesem Planeten von Fülle, Freiheit, Lebendigkeit und wiegenden Hüften erzählt.

Ich mache sicher noch einen Blogbeitrag über den Prozess meiner ersten Niki de Saint Phalle-Nana nach dem Konzept von Jutta Berger. So sieht sie im Moment aus!

Unfälle und eine neue Mitbewohnerin

Diese Woche beginnt mit einem Kochunfall, der zu einem weiteren führt. Eine schräge Serie für einen Wochenrückblick. Die Hoppalas dominieren meine ganze Woche. Nun als Abschluss ein vorsichtiger Schritt nach dem anderen…

  1. Zwei Mal Sturm und ein Bogen
  2. Schwache Lektüre, toller Hinweis
  3. Heißes Öl und ein Stiegensturz
  4. Die Eichhörnchenarmada ist wieder da!
  5. Co-Working Website
  6. Frustrierende Turnpause und eine Erkenntnis
  7. Zimmerpflanzen in Gardenien
  8. #reflectandlearn und meine Bücher
  9. Worauf ich mich kommende Woche freue?
  10. Vergangene Woche auf Social Media

Zwei Mal Sturm und ein Bogen

Nach der zweiten Hitzewelle dieses Sommers ist vor der nächsten Hitzwelle. Doch zuerst gibt es eine wilde Abkühlung. Mit Sturmböen von Osten, was für unseren Platz hier höchst ungewöhnlich ist. Meine grünen Bohnen wachsen seit letztem Jahr auf einem dreiteiligen Tunnel mit Netz. Eine wilde Rose hat sich darauf ausgebreitet. Die Blütenpracht war atemberaubend. Das Gewicht auch. Die Blattmasse ist ideal für verspielte stürmische Winde. Wir schaffen es, den Tunnel zu zweit fünf Minuten festzuhalten, als er sich hinzulegen beginnt. Können aber anhand der dunkelgrauen Schwärze der Wolken leicht abschätzen, dass wir demnächst eiskalt geduscht werden. Also schneide ich kurzentschlossen die Rosenranken ab und wir legen den Tunnel hinter die Häuser.

Inzwischen ist der Bogen professionell an unseren Hochbeeten fixiert und hält hoffentlich zukünftigen Winden stand. Die grünen Bohnen brauchen Halt! Diese Reparaturarbeit führt zu weiteren. Rosen am Zirkuswagen und ein Schmetterlingsflieder bekommen ebenfalls ein improvisiertes Gerüst. Und der tiefhängende Wein mit den ersten Trauben seines Lebens hängt nun deutlich höher. Yeah!

Schwache Lektüre, toller Hinweis

Der Sechzehnjährige möchte, dass ich ein Buch lese, das ihm gut gefällt. Eine sehr, sehr nette Geschichte. Entweder mit Künstlicher Intelligenz überarbeitet oder vorher von ihr entwickelt, das weiß ich nicht. Es gibt zig wiederholte Erklärungen für Situationen, die jeder Lesende mit links auch nach dem ersten Mal verstanden hat. Ich habe das Gefühl, in einem Fan-Fiction-Roman von „Drachenzähmen leicht gemacht“ zu hängen.

Aber – es gibt eine sehr nette Stelle, die ich hervorheben will. So gut, das in einem Jugendbuch zu lesen. Die Protagonistin träumt schon als Kind davon, ein Café für Drachenbabies und seine menschliche Familie zu führen. Eine Gratwanderung, was das Wirtschaftliche betrifft. Denk an Grisu und du weißt warum. Als sie wieder einmal zweifelt, ob sie jemals damit erfolgreich sein wird, sagt ein junger Mann zu ihr: „Aber du bist doch schon erfolgreich, du hast dir deinen Traum verwirklicht! Selbst wenn du scheiterst, hast du doch jetzt schon Erfolg. Du betreibst ein Café für Drachenbabies“.

Diese amerikanische Sicht auf das Scheitern und aus Fehlern lernen, ich liebe sie.

Heißes Öl und ein Stiegensturz

Der Montag ist noch voll heiß hier bei uns in Kärnten. Hunger? Eher nein. Wir einigen uns darauf, uns Wedges aus frischen Kartoffeln vom Lieblingsbauern zu machen. Garten-Backrohr mit Backpapier und Öl vorgeheizt. Kartoffeln geachtelt, frischen Gartenrosmarin geschnitten. Ich denke noch, ach blöd, wie bekomme ich das heiße Backblech aus dem Rohr, ich hätte alles kalt vorbereiten können. Hole das Backblech mit Schwung aus dem 220 Grad heißen Ofen und will es abstellen. Eine einzige starke Windböe und mir fliegt das Papier mit dem Öl…

Genau. Sofort eiskaltes Wasser auf den verbrannten Unterarm. Mindestens zwanzig Minuten sagt Frau Doktor Google. Und als der Schmerz ein bisschen nachlässt, google ich, welche Pflanzen jetzt helfen werden. Aloe Vera haben wir nicht. Aber Spitz- und Breitwegerich und Beinwell. Ich zerkleinere die Blätter mit der Kräuterwiege und pappe mir das ganze mit einem Verband auf die arg schmerzenden Stellen. Danke Natur, ich bin gerettet. Eine halbe Stunde nach dem Auflegen habe ich Sekunden ohne Schmerz. Und nach zwei Stunden ist er überhaupt weg.

Den restlichen Tag kann ich ziemlich knicken. Als ich mit weichen Knien die Treppe meines Zirkuswagens hinauf gehe, rutscht die Treppe unter mir weg und ich fliege nach oben. Ich kann mich irgendwie halten, doch offenbar bekommt mein Knie etwas ab. Also hinke ich nun auch. Rechter Unterarm, linkes Knie. Ich wäre so gern zu einer Almwanderung mit Frauen mitgegangen, doch ich muss absagen. Hmpft. Nächstes Mal hoffentlich!

Die Eichhörnchen-Armada ist wieder da!

Ich sitze an einem Morgen verschlafen auf meinem Prinzessinen-Kompost-Klo-Thron zwischen den Tomatenpflanzen. Nehme aus den Augenwinkeln Bewegung in den Bäumen rechts von mir wahr. Meine Güte, schwarze und braune Eichhörnchen mit weißen Bäuchlein sind schon munter und unterwegs! Die Amseln warnen durchdringend. Doch ich glaube, es ist eher eine erste Kontrolle von Samen. Haselnüsse und Walnüsse tragen heuer schwer an ihnen. Die pelzigen und schimmernden Freunde turnen von Ast zu Ast, stürzen zwischendurch fast ab, fangen sich wieder. Fliegen und klettern weiter. Mich ignorieren sie vollkommen, so vertieft sind sie.

Warum mich das so glücklich macht? Als unser freilebender Kater noch bei uns war, fing er ein Eichhörnchen nach dem anderen aus den Bäumen. Im Vorjahr sahen wir kein einziges. Jetzt dürfte sich die Population erholt haben. Ich bin nach den waaghalsigen Manövern hoch oben im Geäst recht sicher, das hier Jungtiere trainiert wurden.

Co-Working-Space Website

Mir tut es ausgesprochen gut, jeden Freitag im Website-Meeting zu sitzen und meiner Lieblingsdesignerin Bericht zu erstatten, was ich weitergebracht habe. Und woran ich scheitere. Auch wenn sie diese Woche wegen Fußball kurzfristig ausfällt, bereite ich mich vor. Ich frage meine AI, warum mich meine eigenen Texte überhaupt nicht emotional erreichen. Es stimmt alles mit ihnen. Aber sie berühren mich Null Komma Josef.

Die Antwort ist verblüffend. Mir wird „journalistischer Stil“ attestiert. Zu viel Abstand, zu viele Fakten, zu wenig fühlen, in der Sache sein, Nähe zulassen. Also schreibe ich Donnerstag Nacht und Freitag Vormittag alles komplett um. Keine Änderung an der Struktur, aber am Inhalt.

Und noch etwas schaffe ich diese Woche: ich setze mich eine Stunde an meinen alten PC in der Stadtwohnung und lade sämtliche Fotos, Videos und Dokumente auf eine externe Festplatte. Mein MacBook hat einen schwachen Arbeitsspeicher, mit ausgelagerten aber jederzeit greifbaren Daten will ich mir helfen. Auch das funktioniert nun endlich.

Frustrierende Turnpause und eine Erkenntnis

Mein Knie lässt diese Woche überhaupt keine hüpfende oder drehende Bewegung zu. Der Liebste rät mir, sanft mit mir umzugehen nach diesen zwei Unfällen. Und vermutlich auch nach der Anspannung nach seinen drei Krankenhausterminen. Körper sind nicht endlos belastbar. Unsere Zellen merken sich alles. Und er hat recht. Ich lege mich täglich zwei Mal hin und schlafe tief und lange. Meine Kundin Sabine erzählt mir noch, dass das ihre beste Strategie nach solchen Vorfällen ist. Und ich merke, sie hat recht! Ich schlafe mich gesund, halte immer noch Siesta…

Als ich an einem Nachmittag auf Instagram bin, wird mir wieder ein flotter Chinese mit Tai Chi Übungen in die Timeline gespült. Und ich staune. Es sind im Grunde genau meine Übungen. Nur deutlich langsamer. Mit wesentlich mehr Spannung und Ruhe in der Bewegung. Ich probiere ein bisschen und stelle erstaunt fest, wie gut mir das Langsame tut. Anspannen. Entspannen. Atmen. Das Anhalten nach einer Bewegung, das Nachspüren. Ich schreibe meine Übungen um. Sobald es wieder leichter geht, wird das mein morgendliches Training sein.

Zimmerpflanzen in Gardenien

Alle meine Zimmerpflanzen leben mittlerweile bei mir in den Schattenbereichen unseres Paradieses. Einer habe ich die fünf Meter langen Ranken geschnitten, weil sie einfach nicht mehr gesund aussah. Und die abgeschnittenen Ranken in ein Wassergefäß gesetzt. Was soll ich sagen: nach drei Wochen wurzeln die Abgepeltzen. Und heute Morgen beim Gießen sehe ich, dass die beschnittene Pflanze in jeder Achse neue Austriebe hat. Halleluja!

#reflectandlearn und meine Bücher

Maren fragt diese Woche um ungelesene Bücher, die sich bei mir stapeln. Ja, es gibt welche. Aber die liegen in der Stadtwohnung. Ratgeberbücher. Auf die habe ich gerade überhaupt keine Lust. Liebe Maren, lieber erzähle ich dir hier, was ich gerade parallel lese:

  • den guten alten John Steinbeck und seine Nomadengeschichte „Meine Reise mit Charley“
  • die fantastisch Wissen Zusammentragende Leonie Schöler und ihr beklemmendes Werk „Beklaute Frauen“
  • und zwischendurch seitenweise Mary Norton „Die Borger“

Ein eigensinniges und ziemlich schamloses Durcheinander, ich weiß. Wen wunderts? Dir liebe Maren viel Freude mit dem Salzpfad, ich fand das Buch noch besser als den tollen Film!

NANAs to go

Schon im Frühling erfahre ich, dass es heuer in Seeboden einen Nana-Workshop unter der Anleitung der wunderbaren Jutta Berger geben wird. Wir sind schon sehr lange miteinander verbunden. Singend. Malend. Freundschaftlich. Und teilen die Liebe für die Kunst von Niki de Saint Phalle. Dieses Wochenende sehen wir uns nach ganz langer Pause wieder. Im Impulscenter Seeboden, in der kühlen Werkstatt im Souterrain. Fünf Frauen formen Frauenkörper, wie es ihnen gefällt.

Keine der Figuren gleicht der anderen. Und jede Figur passt so punktgenau zu der Frau, die sie hergestellt hat. Ich bin natürlich nicht ganz fertig geworden. Freue mich darauf, nächste Woche noch einmal an der Figur zu arbeiten.

Worauf ich mich kommende Woche freue?

Der Sechzehnjährige hat ab Freitag neun Wochen Sommerferien. Was für mich bedeutet, meine beiden Männer leben hier bei mir und müssen nicht mehr in der Früh geholt und Abends zurück in die Stadt gebracht werden. Ich kann endlich wieder ausschlafen und muss mir nicht allzu viele Gedanken um Termine machen.

Wenn es wieder so heiß wird – in Frankreich, Spanien und Portugal kochen die Temperaturen bereits – dann mache ich im Juli ungeplante Hitzeferien.

Vergangene Woche auf Social Media

Es gibt einen aktuellen Unfallbeitrag und andere Versagen zu lesen. Und einen Beitrag über meinen stylischen Filzhut, den ich mir in der Künstlerstadt Gmünd geleistet habe. Viel Vergnügen auf meinem Profil auf Linkedin!

Von Hüten, Hitze und Musik

Willkommen zum Wochenrückblick der 26ten Kalenderwoche. Halbzeit dieses Jahres. Knapp vorm Vollmond. Es fühlt sich hochsommerlich an.

Als ich heute den Rückweg zum Zirkuswagen einschlage, habe ich ganz starke Glücksgefühle. Heuer richte ich mich zum ersten Mal wirklich hier am Platz ein. Ich arbeite und schlafe seit zwei Wochen hier. Erlebe Wind und Wetter, Hitze und Abkühlung. Glühwürmchen, verfressene Schnecken und das tägliche Gartengießen. Frühstück auf der wundervollen Terrasse. Gut beschattet. Gut aashaltbar, sogar in diesen heißen Tagen.

Ich komme und komme nicht zum Filmen und Fotografieren des Innenausbaus, weil ständig etwas kleines Neues entsteht. Oder andere Dinge vorgehen. Vielleicht – vielleicht nächste Woche?

Hier gehts zum Wochenrückblick!

  1. Badenanzug oder Bikini?
  2. Absagen und Zusagen
  3. Inspiration durch Musik
  4. Durchbrüche und Einbrüche
  5. Hommage an die Künstlerin in mir
  6. Waldbaden und der Geruch von Walderde
  7. Dankbarkeit und ganz viel Seelengewisper
  8. Kein lila Hut

Badenanzug oder Bikini?

Maren Martschenko fragt diese Woche in ihrem #reflect&learn, ob wir etwas über uns dazu gelernt haben.

Und tatsächlich, habe ich. Nichts Weltbewegendes. Psst, rück näher. Ich. Bin. Keine. Badeanzugfrau. Nicht weitersagen. Ich mag dieses enge, nasse oder trockene Zeugs am Körper gar nicht. Ich suche seit zwei Jahren nach Bikinis, die sich meiner veränderten Figur anpassen. Tja, was soll ich sagen. Beim lächelnden Onlineversand werde ich vor einer Woche fündig. Und erleichtert schmeiße ich einerseits die alten, am Gummibund ausgeleierten und ausgebleichten Bikiniteile weg. Und verstaue die andererseits die altbackenen Badeanzüge wieder in hinten im Zirkuswagen.

Gib immer ein Foto zum Text dazu, sagen sie. Bikinifoto erspare ich dir.
Ich nenne das hier „Erdbeeren mit Schlag“. So perfekt fühle ich mich, wenn ich auch mit 60 noch mit Bikini herumdüse.

Absagen und Zusagen

Die Hitze hat mir erstaunlich wenig Energie gekostet. Dem Liebsten ein bisschen mehr. Dem Schüler am meisten. Die Schule kocht, hitzefrei scheint es in Österreich nicht mehr zu geben. Wir sind gewarnt. Können uns auf heiße Temperaturen einstellen. Ich lebe seit zwei Wochen durchgehend und sehr privilegiert im Zirkuswagen. Hier am See und mit den Bäumen ists einfach kühler als in der Stadt.

Was Energie gekostet hat, war die Absage eines Sommercamps für Kinder im August. Schweren Herzens, ich war schon in der Vorbereitung und freute mich darauf. Zwei Anmeldungen statt zehn oder mehr. Für mich ein bisschen überraschend. Es hat sich im Nachbarbundesland noch nicht herumgesprochen, wieviel Freude es Kindern bereitet, mit mir Figuren zu bauen. Ich mache das Projekt nun hier bei mir am Platz. Mit Jugendlichen, die für alles offen sind.

Und was soll ich sagen? Da kommt doch glatt ein Workshop daher, der mich als ewig Lernende interessiert. Und er hat auch mit Figuren und Papermaché zu tun. Ich werde berichten.

Inspiration durch Musik

  • Ich lerne Jasmin beim 25-Jahr-Jubiläum des BPW Spittal kennen. Sie singt und fällt mir mit ihrer herausragend schönen Stimme auf. Wir kommen ins Gespräch und sie lädt mich ein. Ganz gemütliches Singen. Pop-Chor. Kein Auftrittsdruck. Einfach eine gute Zeit miteinander haben. Ein bisschen Atem- und Stimmtechnik. Und weil es an diesem Abend im Juni ein Jahr seit der Gründung ist, sitzen wir noch eine Weile zusammen. Und höre sehr jungen Frauen zu, wie sie ihr Leben meistern. Und sich einmal im Monat zum Singen treffen. Mal sehen, was wir im Herbst miteinander singen werden.
  • Es ist Freitag Abend. Katharina Schaller vom jungen Verein „all aspects“ sendet eine Whatsapp-Erinnerung aus. Konzert auf der Burgruine Feldsberg in Pusarnitz. Mit einer Sängerin, die wir vor fast einem Jahr schon gehört haben und von der wir restlos begeistert sind. Agnes Milewski! Wir sind spontan, packen unser Campingsessel ein – you’l never know, wir hassen das Hocken auf Bierbänken – und fahren hin. Public Viewings, Veranstaltungen rundherum. Und doch versammelt sich eine Gruppe, um Agnes zuzuhören. Es gibt sogar gemütliche Sessel und wir werden auf unsere Campingsessel angeredet.
  • Für meine Ohren hat Agnes Milewski qualitativ noch dazu gewonnen, das nächste Album steht vor dem Release. Sie ist Weltklasse, von ihr werden wir noch mehr hören. Wir freuen uns riesig über den wunderbaren Abend mit musikbegeisterten Menschen. Danke auch an den tollen Konzertveranstalter, dessen Namen ich nachreichen werde – danke für den tollen Austausch!

Bei einem Gespräch mit dem Liebsten am nächsten Tag bricht es aus mir heraus: ich möchte wieder mehr Musik machen. Singen, Musik, das war und ist so ein wichtiger Teil meines Lebens. Da halten ich und meine innere Künstlerin noch etwas zurück. Ich mache mich die Tage auf die Suche nach einem guten Kondensatormikrofon.

Wundervolle Musik, tiefgehende Texte und offene, interessierte VeranstalterInnen begeistern mit ihrem tollen Angebot. Danke Agnes Mileski für den unerwarteten Musikgenuss!

Durchbrüche und Einbrüche

Ich arbeite an meiner Queenager-Serie mit tanzenden Frauen. Mache einen Fehler, den ich sehr bereue: Ein Standbein aus Aluminiumdraht bei einer tanzenden Figur, das klappt nicht. Und als ich sie nach dem Trocknen in den Zirkuswagen tragen will, stolpere ich über die wackelige Stiege zum Zirkuswagen… Der Knöchel der Tänzerin ist wieder ab und gebrochen…

Am nächsten Morgen habe ich eine Eingebung. Sie, die Tänzerin, bricht durch die Oberfläche. Wie ein Löwenzahn. Wie die Königskerze, die wir bei einer Vernissage in Millstatt bewundern. Durch den harten Asphalt hat sie sich einen festen Halt gebaut. Tief verwurzelt. Und im Wind tanzend.

Ich mache eine Verstärkung ans Bein. Klebe den galvanisierten Draht in die Holzplatte. Und gestalte einen neuen Boden. Es kommt, wie es immer kommt, wenn es zuerst schief geht. Jetzt hält die Sache richtig gut. Und sieht gleich viel besser aus. Der spannende Riss vor dem „Durchbruch“ darf bleiben. Nun geht es darum, wie ich den Kopf gestalte. Nächste Woche dann!

Verwurzelt und tanzend, Löwenzahn und Königskerze sind ihre Vorbilder. Ich liebe diese Queenager-Serie so sehr!

Hommage an die Künstlerin in mir

Es ist Sonntag Abend. Heute vor einer Woche. Gerade habe ich auf „senden“ gedrückt und mein Wochenrückblick ist online. Ich will noch einmal kurz auf Linkedin vorbei schauen. Und dann bleibt mir, vor Schreck, ein bisschen die Spucke weg.

Mein Videolehrerin Julia Gorr hat einen Beitrag veröffentlicht, den ich überhaupt nicht mitbekommen habe. Über mich und meine innere Künstlerin, die Figuren und Puppen erschafft. Über Videos, an die ich vor der Umsetzung allzu hohe Ansprüche stelle. Mit einer liebevollen Wärme in den Worten, dass ich sprachlos bin. So eine Außensicht, die tut ausgesprochen gut. Freundinnen sind deutlich freundlicher mit mir als ich mit mir selbst umgehe. Danke meine Liebe!

Ich teile dir den Beitrag mit einem Link unter dem Screenshot. Besuche mich gerne auf Linkedin!

Und hier gehts zum Beitrag auf Linkedin.


Waldbaden und der Geruch von Walderde

Eigentlich ist es viel zu heiß, um ins Auto zu steigen und zu einer Veranstaltung nach Villach zu fahren. Uneigentlich habe ich aber zugesagt, als es noch kühler war. Also fahre ich. Mich erwartet eine kleine Frauengruppe und Kathrin Sowa-Mörtl, die zum eineinhalbstündigen Waldbaden einlädt.

Meine Erkenntnisse:

  • ich habe noch nie wirklich an Walderde gerochen. bis letzte Woche. sehr empfehlenswert!
  • die Gruppe gibt mir die Sicherheit, dass ich mich um nichts als um mich und die Geräusche und Gerüche im Wald kümmern darf.
  • mich juckt es x-mal in den Fingern, das iPhone herauszuholen und diesen gigantisch schönen Buchenblätterhimmel zu fotografieren. ich halte mich zurück – aber das eine Foto, das mache ich doch.
  • als uns Kathrin einen Spiegel in Herzform in die Hand drückt, kommen mir fast die Tränen. so eine liebevolle Geste. ich spiele mit der spiegelnden Fläche und staune, was ich alles sehe – zusätzlich zum herzförmigen Ausschnitt meines Gesichtes
  • ich trinke seither immer mal wieder Fichten- oder Tannennadeltee. probier mal – das schmeckt köstlich!
  • sei nicht wie Lisa und nimm bei 35 Grad eine herkömmliche Yogamatte mit in den Wald. jedes Naturmaterial, jede alte Decke ist besser als Gummi.

Dankbarkeit und ganz viel Seelengewisper

Die Kombination gewachsener Baumschatten und der von einer Freundin geschenkte, gebrauchte orange Schirm machen, dass wir recht einfach durch diese Hitzewelle kommen. Die Solardusche spendet nicht nur eisig kaltes Wasser aus dem Schlauch sondern erfrischt nur herrlich. Darauf schaue ich diese Woche sehr dankbar zurück. Und die Hitzewelle soll ja noch ein paar Tage anhalten.

Ich bin so dankbar für die Unterstützung bei der Website! Darf dabei auch einen Menschen besser kennen lernen, der mir zunehmend ans Herz wächst. Und hey Leute, die Site wird luftig, freundlich und total schön. Niemals hätte ich das alleine so hinbekommen. Fühl dich gedrückt, du Herz auf zwei Beinen!

Die Glühwürmchen. Immer noch treiben sie mich Abend für Abend hinaus ins Dämmerlicht. Irgendwo in meinem Hinterkopf ist eine Erinnerung, dass Glühwürmchen und Schnecken symbiotisch sind. Und was soll ich sagen: Jetzt weiß ich endlich, warum heuer so unglaublich viel weniger Nacktschnecken am Platz sind. Die Larven der Glühwürmchen ernähren sich von ihnen! Grausliche Details erspare ich dir hier. Und ich erspare mir, allein auf weiter Flur der Feind dieser verfressenen Nacktschnecken zu sein.

Ich habe es übrigens hinbekommen, diese grün schimmernden Seelchen zu filmen. Mit echter filmischer Jagdlust, sie ist meiner Stimme anzuhören. Dazu müsstest du aber rüber auf meine Social Media Plattform des Vertrauens kommen. Den Link zum oft geklickten Beitrag lasse ich dir hier.

Heuer zieht es uns nicht einmal hinunter an den See. Im Hängesessel im Schatten abhängen, literweise klares Wasser trinken und den vielen Vogelstimmen zuhören, das ist deutlich entspannender und erholsamer fürs Nervensystem.

Kein lila Hut

Ich lese irgendwann als junge Mutter, dass wir uns trauen sollten, lila Hüte zu tragen. Nicht erst als alte Frauen, sondern auf der Stelle. Nun, ich erfülle mir diesen Wunsch erst jetzt. Und er ist auch nicht lila. Auf die Idee, mir nicht wie üblich ein knallbuntes Stück zu kaufen, bringt mich die stylische Margareta aus Gmünd. Nachdem ich alle Farben und Formen ausprobiert habe, die ihre Künstlerin anbietet, hält sie mir einen fast unscheinbaren hin.

Was sagst du dazu?

Ich freu mich jetzt schon auf den Herbst, wenn ich diesen wunderbaren Filzhut öfter tragen werde!

Die Glühwürmchen und eine Künstlerstadt

Im wilden Teil unseres Paradieses leben Glühwürmchen. Ich freue mich schon die ganze Woche darauf, dir davon beim Wochenrückblick der Kalenderwoche 25 davon zu erzählen.

Tagsüber sehen wir die unscheinbaren braunen Käfer nicht. Doch nachts, wenn das Licht sich Richtung Dunkelheit neigt, sind die grünen, glühenden Pünktchen im Essigbaumwald unterwegs. Manche sitzen ruhig da und blinken. Andere fliegen eifrig durch die Gegend. Wie Irrlichter. Mir kommen die Tränen. Was für ein Glück, so etwas wieder zu erleben! Keine digitale Welt kann mir diese ursprüngliche Freude machen…

Ich nehme dich nach einem angenehmen Gewitter und Temperaturen um 20 Grad mit in meinen Wochenrückblick:

Essigbaum und Sumach

Seit Montag schlafe ich auch im Zirkuswagen. Warum? Die Schneckenmonster hören nicht auf, meinen Muskatellersalbei anzunagen und zu löchern. Da kennen sie mich aber schlecht. Ich erwische sie, eine nach der anderen. Die nackten Roten, den Tigerschnegel und eine gelbe Schnirkelschnecke. Der Muskatellersalbei setzt wieder neue Blätter an. Und ich bin weiterhin nachts unterwegs und siedle die schmatzenden Freundinnen aus.

Es ist für mich ein großer Unterschied, ob ich nur manchmal im Wald oder am Ufer des schönen Millstätter Sees spazieren gehe. Oder ob ich 24 Stunden direkt in der Natur lebe. Das Grün, die in allen Farben blühenden Blüten, die so unterschiedlichen Vogelgesänge und das Grillengezirpe tun mir deutlich besser als der Lärm der Stadt.

Weil heuer so viel Quendel wächst, möchte ich endlich mein eigenes Zatar machen. Das ist eine köstliche Gewürzmischung aus dem arabischen Raum, mit Sesam und Thymian und Salz, das kommt für den Winter ins Glas. In einem Rezept lese ich, dass eigentlich das säuerliche Sumach zu dieser Gewürzmischung gehört. Wir lesen nach. Essigbaum! Sumach sind die roten Fasern des Blütenstandes des Essigbaumes. Hinter unseren Wägen sind die Hänge voll mit dieser ungeliebten Gartenpflanze. Die ich persönlich sehr mag, vor allem wegen ihrer wunderschönen Herbstverfärbung. Wer hätte gedacht, dass wir aus den roten Blütenständen einen so wichtigen Bestandteil für Zatar extrahieren können!

So sehen die Früchte des Essigbaums im Juni aus. Das spätere Rot erkenne ich bereits an der Farbe der nicht genutzten Kerne. Ist dir diese wunderschöne Frucht schon einmal aufgefallen?

Verbundenheit und Kunst

Einer meiner Feuerpferdfreundinnen schenke ich heuer zum Sechziger einen gemeinsamen Tag in Gmünd. Kennst du dieses Gefühl, dass sich manchmal ein Mensch wie deine Schwester oder dein Bruder anfühlt? Es ist wundervoll, sich mit einer Freundin durch Ausstellungen und Galerien dieser wunderschönen Künstlerstadt treiben zu lassen. Die Hauptausstellung im Kunsthaus ist nett, haut uns aber nicht um.

Umso begeisterter sind wir, als sich Gretel Miklautz für uns Zeit nimmt. Sie führt uns durch ihre tolle Ausstellung in der hinteren Gasse. Große Empfehlung! Sei unbedingt lange vor der Mittagspause um 13 Uhr oder überhaupt erst am Nachmittag ab 15 Uhr bei ihr. Vielleicht hast du Glück und bekommst eine Privatführung dieser belesenen, klugen Frau, die zu jedem Werk Hintergründe und Geschichten erzählen kann.

Zum Glück erinnert mich immer mal wer, dass ich auch auf einem Foto sein sollte. Sonst gäbe es wieder viele Fotos. Aber eben keines, auf dem wir alle gemeinsam zu sehen sind.

Kreativer Flow und eine welkende Duftrose

Als vergangene Woche ein starker Regen meine rankenden Kletterrosen am Zirkuswagen beutelt, schneide ich eine prachtvolle, voll erblühte Rose ab und stelle sie mir an den Schreibtisch. Der Duft! Die Farbe! Betörend.

An einem Morgen, als ich die ersten Wege ins Freie mache, fällt mein Blick auf meine tanzende Figur aus der Serie „Queenager“. Sie steht zum Trocknen am Südfenster, die duftende große Rosenblüte neben sich. Und ich bekomme fast Schnappatmung. Was für ein wunderschönes Bild! ein tanzender Frauenkörper, diese Riesenrose, die nicht mehr taufrisch aber immer noch wunderschön ist.

Wozu mich das inspiriert? Die abgeschnittene Rose wird verwelken, das ist ganz sicher. Aber jetzt, jetzt duftet und blüht sie. Wie eine Erinnerung, das Leben zu leben, so lange es dauert.

Hier entsteht eine neue Serie. Und ich bin mir nicht mehr sicher, ob die Figuren normale Köpfe bekommen werden…

Leises Privileg oder lauter Aufbruch?

Ich habe mir nicht leicht damit getan, zu Wochenbeginn in den Zirkuswagen zu ziehen. Der Liebste ist nicht fit. Ich hole ihn jeden Morgen zum Frühstücken aus der Stadt. Und bringe ihn am Abend wieder zurück. Meine Mutter geht gesundheitlich durch eine schwierigere Phase. Ich bleibe täglich mit ihr in Verbindung.

Und ich merke, wie sehr ich alleine an unserem schönen Platz auftanke. Egal, ob ich abends Glühwürmchen im Garten bewundere oder lese oder einfach sitze und vor mich hinschaue und genau gar nichts mache. Ich bin mit mir allein auch sehr glücklich.

„All-Eins-Sein“ hat Anne Wilson-Schaef das genannt. Ich brauche keine Kirche, keine Glaubensgruppe und keine Verhaltensregeln. Je näher ich in der Natur und bei mir sein kann, desto entspannter ist mein Nervenkostüm. Mit frisch aufgeladenen Lebensbatterien schaffe ich auch einen schwierigeren Alltag. Und bis jetzt funktioniert diese Strategie sehr gut.

Übrigens: seit letzter Woche hängen alle geplanten Vorhänge vor den bezogenen Regalen im Zirkuswagen. Mein Raum ist lang und freundlich und sehr viel ruhiger als vorher. Bestätigt auch der liebste Tischler, der immer wieder staunt, was alles mit Textilien zu machen ist.

Papermaché und ein Sechzehnjähriger

Ich bin diese Woche sehr stolz, als ich mir wieder mein eigenes Papermaché koche und aus vielen Materialien zusammen knete. Es ist kein Vergleich, ob ich gekauftes Trockenpulver anrühre. Oder selbst das nötige Material herstelle. Der Teig ist glatt und lässt sich wunderbar verarbeiten. Er hält nur im Kühlschrank länger und sollte zügig verarbeitet werden.

Und dann kommt der Sechzehnjährige. Druckst herum. Es geht um ein Schulprojekt im Atelier der plastischen Kunst. Ein Booknook nach eigenen Ideen. Er ist in diesem Semester mit der Arbeit an diesem Projekt nicht fertig geworden. Hat zwei Mal alles daheim vergessen und jetzt muss er liefern. Natürlich braucht er Papermaché! Am Ende sitzen wir zu dritt und überlegen, wie er das Begonnene zügig zu Ende bringen könnte. Bis auf einen kleinen Rest bin ich mein Material nach dem Wochenende los. Was solls. Nächste Woche koche ich mir neues!

Im Vordergrund siehst du ganz klar einen der beiden zukünftigen Pappmaché-Räuber. Im Hintergrund einen Sechzehnjährigen, der Hintergründe für ein veritables Booknook malt. Oh, what a busy weekend!

Mein Vater und seine Ahnung

Als ich eine junge, verheiratete Frau mit zwei kleinen Kindern bin, eröffnet mein Vater eine zweite Steuerberatungs-Kanzlei in Gmünd.in Kärnten/Österreich. Und bietet mir an, ebenfalls in diese kleine Stadt zu ziehen. Ich bin am Anfang meiner arg verspäteten Pubertät. Will alles, nur nicht hier in diesem Bezirk wohnen bleiben. Und sage ihm ab.

Mir ist heute ein bisschen weh ums Herz, dass ich damals nicht erkenne, dass mein Vater vollkommen richtig spürte, dass hier der ideale Boden für die Künstlerin in mir entsteht. In meiner jahrzehntelangen Abwesenheit hat sich diese Stadt zu einer vorzeigbaren Künstlerstadt mit offenen Ateliers, Galerien und vielen Künstlerinnen und Künstlern entwickelt, die ganzjährig oder als Artist in Residence hier leben.

Ich habe das damals überhaupt nicht gespürt oder erkannt. Und sehe erst jetzt, wie feinfühlig er manchmal war.

Was alles nicht funktioniert hat?

Kaum ist meine Lieblingsdesignerin einen Freitag nicht da, kippe ich in den Boykott meiner vorgenommenen Arbeiten an der Website. Na gut. Es gibt auch ein technisches Problem. Mein neu angeschafftes Macbook kann zwar meine alten externen Datenfestplatten lesen, aber nicht darauf schreiben und sie neu strukturieren. Ist gerade ein bisschen kompliziert, weil der Arbeitsspeicher klein und meine Bilder- und Videodatenmengen riesig sind. Und ich eigentlich alles auf eine externe Festplatte speichern sollte.

Neue Woche. Neue Chance. Und die Designerin ist auch wieder da!

Mein #hurraderwoche

Ich sitze naturgemäß viel, um meine Figuren herzustellen. Deshalb habe ich auf Anraten von Freundinnen mit gezielten Turnübungen für mein Lymphsystem begonnen. Morgens gegen acht Uhr schüttle, dehne und strecke ich meinen sechzigjährigen Körper. Eigentlich probiere ich schon seit Winter aus, was mir in dieser Hinsicht gut tut. Einige der jetzigen Übungen kenne ich gut. Eine sehr geliebte Drachenübung aus dem Qi Gong hänge ich an. In dieser Reihenfolge und Konsequenz – ich arbeite mit einer kleinen Spickliste 10 Übungen pro Morgen ab – tun sie mir erstaunlich gut.

Den Fokus halten

Maren Martschenko fragt Zusatzfragen im Rahmen ihres #reflect&learn, und ich antworte auch diese Woche sehr gern. Wie halte ich meinen Fokus, privat und arbeitend:

  • noch immer sind alle Benachrichtigungen (e-mails, Social Media, Nachrichten, Abos) am iPhone ausgeschalten, auch nach der Totalsperre im April
  • noch immer habe ich fixe Zeiten, um auf Social Media etwas zu teilen und zu kommentieren beziehungsweise e-mails zu beantworten oder einen Blogbeitrag zu schreiben
  • ich habe fixe Arbeitszeiten für meine Arbeit im Atelier, egal ob innen oder draußen in der Natur
  • ich bin fast immer gegen 22.30 Uhr im Bett, schlafend ordnet sich auch das größte Durcheinander
  • Turnübungen nach dem Aufstehen wecken meine Lebensgeister und meinen Körper
  • ich führe Wochen- und Tageslisten und reflektiere jeden Morgen nach dem Aufwachen schriftlich; wie sehr dieses Schreiben mein Leben am Laufen hält. Mehr zum Schreiben und zum Glück sagt die wunderbare Dr. Nawal El Saadawi viel besser als ich (Link zum ganzen Video unter dem Screenshot)
Und hier geht es zum ganzen Video auf Instagram

Meine Social Media Welt

Falls du Lust hast, mit mir und anderen direkt auf Linkedin zu kommunizieren, dann komm gern dazu, wenn wir uns austauschen. Vergangene Woche erscheinen zwei Beiträge, einer zu meinem Über-Drüber-Outdoor-Studio und einer zur zauberhaften Aurica und ihrem Lippfisch.

Komm gut in die neue Arbeitswoche und trink genug! Dieser Sommer wird heiß!

Winterliche Sommerkälte und andere Resonanzen

Als ich ankomme, sehe ich den roten Klatschmohn, der nach den Regengüssen dringend Stütze braucht. Frau Buntspecht fegt mich fast vom Gartenstuhl, als ich auf der Terrasse in IHER Flugschneise sitze. Ich schreibe meinen handschriftlichen Überblick des Wochenrückblicks der KW23. Herr Buntspecht fliegt Sekunden später die selbe Flugroute schon einen Meter höher, bevor er an der Weide landet. Die beiden schönen Vögel rennen den Stamm hinauf und hinunter. Dann fliegen sie weiter.

Und hier spazieren wir zum Wochenrückblick:

  1. Welches Übel stellte sich als Segen heraus?
  2. Wofür lobe ich mich?
  3. Welcher Veränderung begeistert mich gerade?
  4. Gab es freudvolle Momente?
  5. Mit wem fühlte ich mich besonders verbunden?
  6. Wann war Zeit für einen Neuanfang à la Queenager?
  7. Was hat nicht geklappt?
  8. Inwiefern fühle ich mich diese Woche in meinem Weg bestätigt?
  9. 🎁 Wann bin ich zuletzt bewusst dahin gegangen, wo die Angst war?
  10. Ein Plädoyer für praktisches Handarbeiten?


Welches Übel stellte sich als Segen heraus?

Die Kärntner Berge werden letzte Woche vom Winter noch einmal angezuckert. Die Meteorologen kündigen so tiefe Temperaturen an, dass ich Angst um meine Südländerinnen im Garten hatte. Zucchini, Gurke, Tomaten, Paprika, Chillischoten und Basilikum. Ob sie das packen? Ich jedenfalls ziehe freiwillig mit einigen meiner Sachen aus dem Zirkuswagen in die Stadtwohnung, in der sich die Sommerwärme der letzten Wochen gut hält. Und nutze die Zeit, um endlich Kontakte zu pflegen, die schon dringend meiner Aufmerksamkeit bedürfen.

Die bleierne Müdigkeit der letzten Woche vergeht, weil ich ihr meine Aufmerksamkeit schenke. Und weil ich eine Freundin habe, die mir logisch und gut zuredet. Nach all der Aufregung um den Liebsten darf mein Nervensystem und mein Körper sich wieder erholen.

Meine drei Stabpuppen beende ich ebenfalls in der Stadtwohnung. Ich liebe es, wie sie sich entwickelt haben. Jetzt kann ich sie getrost weiterziehen lassen. Du willst mehr darüber lesen? Ich nehme dich dafür mit auf meine Linkedin-Profilseite.

Da hatte Herr KA.I noch keinen Mund, nicht einmal den winzigen, den ich ihm später aufgemalt habe.

Wofür lobe ich mich?

Das wissen nicht viele Menschen von mir. Ich mag telefonieren nicht sonderlich gern. Umso stolzer bin ich auf mich, dass ich diese Woche ganz viele vor mir hergeschobene Telefonate erledige, die es mir ermöglichen, Menschen wieder real zu treffen. Denn dann stimmt für mich alles. Sehen, hören, riechen und fühlen geht bei mir nur persönlich. Sonst spreche ich mit Fragmenten und mir fehlt Wesentliches.

Was magst du mehr, telefonieren? Oder in echt treffen? Oder beides gleichwertig?

Welcher Veränderung begeistert mich gerade?

Der heurige frühe Umzug in den Zirkuswagen (solange die Temperaturen mitspielen, brrr) ist schon ein Meilenstein. Doch auch meine Website zieht um. Zwei Jahre habe ich prokrastiniert, probiert und wieder aufgegeben. Dank meiner liebsten Mediendesignerin Alayna entsteht ein neuer Raum für meine Kunst. Die Räume sind neu angeordnet. Sie werden neu möbliert und es darf noch viel mehr Licht herein. Nur die Farben des frischen Maiskolbens in der Natur, die dürfen von der alten Website auf die neue mitziehen.

Ist es anstrengend? Oh ja. Ich habe immer wieder denkende Knoten im Hirn. Die Geister des veralteten Templates, das ich vor zwei Jahren gekauft habe, die werde ich nicht so leicht los. Es tut so gut, ein professionelles Gegenüber mit praktischer Erfahrung zu haben. Fragen stellen zu können. Antworten abzuwägen und eigene Ideen mitzubringen.

Dieses Wochenende fotografiere ich einen großen Teil jener Figuren neu, die noch bei mir leben. Kein Schwarz und Grau mehr im Hintergrund, nein danke. Es werde Licht!

Sorry für die Qualität, Screenshot für ein Arbeitsvideo! Dafür sehr, sehr real…

Gab es freudvolle Momente?

Überraschend viel echte Kunst begegnet uns. Eigentlich wollen wir nur ein Café und sein Angebot beim Impuls Center Seeboden testen. Ich weiß schon, dass im Stiegenhaus des Centers eine Galerie sein soll. Sie ist tatsächlich schon am Vormittag geöffnet und wir staunen über die spannenden Bilder des Kärntner Malers Gernot Fischer-Kondratovitch. Der Kaffee im Café ist übrigens auch ganz ausgezeichnet!

Dann erinnert uns der Sechzehnjährige, dass die Jahresausstellung der CHS im Villacher Dienzlschloss endet. Und ob wir uns die Werke noch gemeinsam anschauen wollen? Gefragt und gemacht. Wir verbringen eine höchst interessante Zeit mit Werken junger Künstlerinnen und Künstler und sind beeindruckt über die Vielfalt und die Qualität der Schülerarbeiten.

Am Freitag wollen wir eigentlich zu einem feinen Konzert in die Waldarena nach Krumpendorf fahren. Der Veranstalter sagt aus Sorge vor Wetterkapriolen ab, so haben wir frei für eine weitere Vernissage in der Galerie im Drauknie in Sachsenburg. Und sehen viele dynamische Arbeiten des Seebodner Künstlers Peter Winkler. Eine gegenstandsfreie Serie in kräftigen Türkis- und Brauntönen zieht mich total in ihren Bann.

Soll noch einer sagen, am Land in Südösterreich gibt es wenig Möglichkeiten, mit Kunst in Kontakt zu kommen!

Mit dem Sechzehnjährigen bei seiner zweiten Ausstellung in diesem Leben. So eine große Vielfalt zum Thema „Nostalgie“ habe ich nicht erwartet!

Mit wem fühlte ich mich besonders verbunden?

Wenn ich ehrlich bin, war diese Woche überhaupt eine starke Woche der Resonanzen. Auf ganz vielen Ebenen. Hervorheben möchte ich die Traumatherapeutin Dami Charf. Ich habe erst durch ihre Bücher und Podcasts und einen Workshop verstanden, was Entwicklungstraumen sind und wie sie sich aufs Leben auswirken können.

Ich mag aber auch ihre erdige Haltung, dass nicht jede unschöne Erfahrung ein Trauma ist. Im Gespräch mit einer weiteren Frau, die ich sehr schätze, Marietta Ullmann, spricht sie mir manchmal fast wörtlich direkt aus meinem Herzen. Ich füge dir hier den Link zu diesem sehr feinen Gespräch zwischen zwei erfahrenen, logischen und praktischen Frauen ein. Zu Tränen gerührt hat mich dann auch ein Beratungsgespräch mit einer Frau, die von Kind an mit sich selbst Krieg führt. Mit diesem Link landest du direkt im Youtube-Kanal dieser für mich besonders hilfreichen Traumatherapeutin.

Ein alkoholfreies Walderdbeeren-Hoch auf gelernte und erfahrene Profis im Bereich der Traumatherapie!

Wann war Zeit für einen Neuanfang à la Queenager?

Ich habe für meine neue Website ursprünglich schön brav die vorgeschlagenen Fotos vor dunklem Hintergrund hergestellt. Ich bin Profifotografin. Ich weiß, wie frau das macht.

Durch die andere Herangehensweise mit der neuen Website wird schnell klar: die Bilder kann ich nicht mehr verwenden. Entweder ist die Grundfarbe der Website hell, freundlich und durchlichtet. Oder eben Grau/Schwarz/Beige. Passt für ganz viele Menschen und ihr Angebot. Auch für Künstlerinnrn. Für mich halt nicht.

Also – baue ich im Zirkuswagen wieder um, was ich letzte Woche schon eingebaut habe. Einige neu eingedrähte Haken später schaffe ich Platz für einen Hintergrund, der von Decke des Zirkuswagens abhängen kann. Neben einem der großen Fenster, ideal, um auch Tageslicht miteinzubeziehen. Mein Blick fällt zufällig (!) auf das Notenpult, das ich mir für Voice-Over-Aufnahmen mitgebracht habe. Wenn ich das Teleskop maximal ausfahre, oben den Hintergrund einhänge und unten einen Tisch konstruiere, dann könnte ich mein Fotostudio nach dem Fotografieren easy peesy wieder verräumen.

Dachte ich. Ein tolles Indoor-Studio.

Und was mache ich an einem Sonntag Vormittag? Ich ziehe aus dem vorbereiteten Zirkuswagen aus. Packe das Notenpult, den weißen Hintergrund, den Aufheller, die Kamera und meine Figuren und fotografiere alles draußen auf der Terrasse. Mit echtem Baumschattentageslicht, das noch nicht sticht. Mit echtem Wind, der mir immer wieder den kunstvoll arrangierten Aufheller umschmeißt. Mit Ergebnissen, die mich glücklich machen.

Weißt du jetzt, warum es „Queenager“ heißt? So spontan war ich schon als Teenager, meine Mutter kann das seufzend bestätigen. Morgen wird mein Körper ächzen und stöhnen. Heute bin ich einfach glücklich über die tolle Fotosession.

Wie schade, dass du den Vogelgesang in meinem Outdoor-Studios bei Fotos nicht hören kannst!

Was hat nicht geklappt?

Ich könnte jetzt sagen, das Wetter hat mich nicht begeistert. Doch mich hat eine ganz andere Erfahrung zur Verzweiflung gebracht.

Mein Wein trägt heuer zum ersten Mal Weintrauben. Zur Feier dieser Tatsache habe ich zwei wunderschöne Muskatellersalbei-Pflanzen gekauft und sie zu seinen Füßen eingepflanzt. Die Weintrauben sollen dadurch noch besser schmecken.

Ein paar Wochen geht alles gut. Doch dann fängt es an. Drei Löcher hier. Vier Löcher da. Glitzernde Schleimspuren. Welche der Schnecken ist der Übeltäter? Die eleganten Weinbergschnecken, die zierlichen Schnirkelschnecken, die klebrigen Nacktschnecken oder gar der gemütliche schwarze Tigerschnegel? Tagelang sehe ich zu, wie die Löcher immer mehr, die Blätter immer weniger werden. Ich erwische keine gefrässige Räuberin. Und mir ist zum Heulen.

Samstag Nacht um 00:35 gehe ich zum letzten Mal mit dem Licht des Smartphones zu den Pflanzen – und finde den orangen Dieb. Sie kriecht gerade auf eines der letzten heilen Blätter des derangierten Salbeis. Falls es noch Schwestern gibt, die es ebenfalls auf diese Pflanze abgesehen haben, werde ich das in den nächsten Tagen wissen. Fühlt euch gewarnt!

Frau oder Herr Weinbergschnecke war es dieses Mal nicht. Die hier hat den Weg aus meinem riesigen Fotoarchiv in den Beitrag gefunden.

Inwiefern fühle ich mich diese Woche in meinem Weg bestätigt?

Für mich ist die Künstliche Intelligenz ein hilfreiches Gegenüber, wenn es um das Bändigen und logische Ordnen meiner bunt ins Feld schießenden Ideenblüten geht. Mit meinem aktuellen Workshop „Websitebauen für Dummis“ bin ich immer wieder gezwungen, diese mir innewohnende Vielfalt zu einem fassbaren Strauß zu binden. Damit nicht nur ich mich verstehe. Sondern auch andere Menschen. Potenzielle Lieblingskunndinnen beispielsweise.

Und mir wird erst jetzt klar, was bei mir ineinander fließt! Die langjährige Journalistin hat neben dem Einsammeln von Fakten das zuhörende und nachspürende Geschichtensammeln von der Pike auf gelernt. Die Fotografin hat immer schon Räume geschaffen, in denen Menschen es wagten, sich wirklich mit ihrem ganzen Wesen zu zeigen, inklusive Ecken und Kanten. Es ist eigentlich vollkommen logisch, dass auf diesem Wissen aufbauend die Künstlerin menschliche Träume, Visionen und Utopien begreifbar macht, indem sie individuelle Kunstfiguren formt.

Sommerarbeitsplatz – da wird auch die Angst vor der KI kleiner.

🎁 Wann bin ich zuletzt bewusst dahin gegangen, wo die Angst war?

Mein ganzer Wochenrückblick beantwortet immer wieder diese Bonusfrage des #reflect&learn liebe Maren Martschenko! Der Plattformwechsel hat mich zwei Jahre beschäftigt. Von WordPress zu Squarespace. Es fühlt sich an wie ein ganz neues Paar Schuhe. WordPress habe ich halbwegs verstanden, es war mir vertraut. Squarespace stellt mich noch vor große Herausforderungen. Meine Ängste waren überhaupt nicht unbegründet.

Und was ist Schönes passiert? Das ist Marens Anschlussfrage. In meinem Fall: Ich habe jemanden um Hilfe gebeten, der Web-Design kann. Fragend und redend finde ich oft selbst gute Antworten auf Herausfordungen. Es gibt Menschen, die mir zuhören und mir auch eigene Antworten zutrauen. Doch manchmal tut es gut, sich fallen zu lassen. Und sich einer Expertin anzuvertrauen. SIE entscheiden zu lassen, was besser aussehen wird. So ist auch ein Plattformwechsel überraschend schaffbar. Und weil ich ganz praktisch Aufgaben bis zum nächsten Mal selbst umsetze, werde ich in Zukunft durch die eigenen praktischen Schritte wissen, wie ich diese Website aktuell halten kann.

Die Weise Rättin. Sie hat mir vor ein paar Jahren die Angst vor einem pandemischen Virus ausgekehrt. Mit viel Güte, Humor und einer Riesenportion Weisheit. Auch sie wartet darauf, noch einmal vor einem hellen Hintergrund fotografiert zu werden.

Ein Plädoyer für praktisches Handarbeiten?

Vergangene Woche auf Linkedin ist es wieder so weit. Ich schreibe mich zum langsamen und genussvollen Arbieten mit den Händen heiß. Kennst du das, wenn du dich im kreativen Flow zeitlich vollkommen verlierst? Meine Form ist gibt es zum Nachlesen hier

Von Bienen und eigenen Wegen

Kalenderwoche 23. Und in vierzehn Tagen ist schon Sommersonnenwende. Vergeht deine Zeit heuer auch so schnell? So viel Zeit muss sein. Es ist Sonntag Abend und mein Wochenrückblick entwickelt sich beim Schreiben.

  1. Was lerne ich gerade?
  2. Wofür lobe ich mich?
  3. Was war mein größter Erfolg?
  4. Wer hat mich inspiriert?
  5. Was ging langsamer als erwartet?
  6. Welchen Aspekt meiner Freiheit als Queenager genieße ich?
  7. Bleibe ich meinem Weg treu?
  8. Wann war ich zuletzt unbekümmert?

Was lerne ich gerade?

  • Squarespace: ich baue an meiner neuen Website – with a big help from family – danke Alayna, kommende Woche geht es weiter!
  • Notion: nach einer langen Pause nutze ich dieses Tool wieder mehr und wundere mich, warum ich immer wieder davon abkomme.
  • Affinity: Photoshop hat mich mindestens die letzten 25 Jahre begleitet; auf Affinity umzusteigen macht mir zu schaffen, wird aber zunehmend leichter. Übung macht die Meisterin!
  • Noch ein Systemwechsel: mit Apple habe ich immer schon geliebäugelt. Jetzt wird die Apfel-Hard- and Software mein Business-Partner – manche Dinge geschehen spontan.
  • Wenn ein Familienmitglied ernsthaft erkrankt und Hilfe braucht, kannst du alle gut gemachten Pläne kippen. Sie funktionieren einfach nicht mehr oder ich vergesse Termine und Abmaschungen. Mensch vor Business. Das ist auch mit 60 Jahren so. Eine ganz wichtige Lernkurve für mich…
Wir lernen. Lebenslang.

Wofür lobe ich mich?

Ich habe meine Einkommensteuererklärung 2025 endlich, endlich bei Finanzonline eingegeben. Wenn ich diese Arbeit einmal pro Jahr mache, dann merke ich, wie schnell ich die technische Vorgangsweise des Online-Eingebens jedes Jahr verdränge. Ich schreibe mir zwar immer Schritt für Schritt mit, was ich zu tun habe. Doch dann geschieht das Unausweichliche: minimale Veränderungen verwirren mich total, heuer meine Kennzahl als Künstlerin, dann eine winzigkleine neue Herangehensweise dort. Und ich bekomme Schnappatmung. Das schaff ich nicht. Ich bin zu blöd dafür. Ich hasse Technik. All diese liebevollen Einflüsterer… Ironie Off!

Jedes, wirklich jedes Jahr vergesse ich, am Ende „für die Richtigkeit der Angaben“ das Häkchen zu setzen. Steht einfach in keiner Mitschrift. Rote Maske. Rote Maske!! Drama! Ach so – es geht mal wieder nur ums Häkchen… Heuer habe ich es als Abschlussschritt aufgeschrieben. Mal sehen, ob ich in nächstes Jahr noch weiß, worum es da ging.

So sieht es aus, wenn ich mich im Atelier mit Buchhaltung beschäftige. Riane Eislers Forschung in mehrere Richtungen ist übrigens kein Geheimtipp. Zu ihr müsste ich einmal einen eigenen Blogartikel schreiben.

Was war mein größter Erfolg?

Ungefähr zur Wochenmitte bemerkte ich, wie ausgebrannt und müde ich gerade bin. Offenbar habe ich mich auch verkühlt, meine Nebenhöhlen sind voll. Ich hätte so viel Lust auf die Entwicklung neuer, fantastischer Figuren. Aber ich habe keine Kraft. Alles geht schwer und langsam und ist erschöpfend. Die Endlichkeit dieses Lebens klopft in Träumen und Schwingungen bei mir an. Die damit verbundenen Gefühle wollen gehört werden. Im Gespräch mit mir selbst stelle ich mich ein weiteres Mal in diesem Leben all diesen Ängsten. Schreibend. Ehrlich und direkt.

Nach so einem Tag setze ich mich am Abend an meine Squarespace-Site und beginne, sie mit Texten und Fotos zu füllen. Macherin, die ich bin, übertreibe ich. Und laufe die nächsten Tage mit einer dicken Bindehautentzündung durch die Gegend. Aber hey, ich verstehe langsam die Struktur dieser neuen Plattform. Die neue Website wird übersichtlicher, freundlich und hell. Ich übernehme wider besseren Wissens aus dem Business-Studium meine schönen alten Grundfarben. Grau und Schwarz, das freut mich einfach nicht. Lass dich überraschen!

Sneak-Peak auf die neue Website. Sie wird übersichtlicher und schön!

Wer hat mich inspiriert?

Kennst du Thorben Schiffer, den Schiffer Tree und Quentin Kupfer? Die beiden arbeiten gemeinsam und intensiv daran, dass wir uns mit der konventionellen Bienenhaltung kritisch auseinandersetzen. Was das mit mir zu tun hat und warum ich die beiden mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln unterstütze, das habe ich in einem Linkedin-Beitrag niedergeschrieben. Du findest ihn hier.

Die Bienen und ich. Der Geruch. Ihr Miteinaner als Organismus. Ihre Intelligenz und ihre Schönheit. Das war Liebe auf den ersten Brummer.

Was ging langsamer als erwartet?

Ich habe hier drei Stabpuppen für ein Puppentheaterprojekt stehen. So sehr ich es auch will, ich komme derzeit nur in kleinen Schritten voran. Papermaché braucht immer wieder Trocknungsphasen, um gut weiter bearbeitet zu werden. Mittlerweile sind alle drei Köpfe mit gefärbtem Gesso grundiert. In der kommenden Woche will ich sie bemalen, ihnen Stoffe an den Hals nähen und ihre Stäbe mit schwarzem Lack streichen. Im Moment häkle ich ihnen Haarperücken.

Klar könnte ich auch durch diese Phasen einfach durchhetzen. Aber ich kenne das schon: wenn ich anfange, mich zu beeilen, dann spüren das meine Kundinnen und Kunden. Und meistens bricht dann etwas oder eine Sache geht vollkommen schief. Alles braucht seine Zeit. Mein Kunde beruhigt mich. Auch er kommt gerade mit der Geschichte für das Stück nicht weiter. Ich bin sehr gespannt, was wir hier gemeinsam erschaffen!

Ich bin schon deutlich weiter. Aber – ich habe mal wieder kaum Fotos gemacht. Shame on me.

Welchen Aspekt meiner Freiheit als Queenager genieße ich?

Ich nehme mich sehr ernst mit dem Vorhaben, dass mein Atelier Woche für Woche mehr im Zirkuswagen und nicht mehr in der Stadtwohnung ist. Das Ankleiden meiner Regale geht auch langsam voran. Ich bin jeden Tag vor Ort.

Zwischenschritte beim Möbelrücken. Dieses Foto ist eine Woche alt. Ich glaube kaum, was ich da sehe. Denn – ich habe weiter an den Möbeln gerückt. Es wird immer heller und aufgeräumter und freundlicher. Nächste Woche teile ich dazu mal mehr.

Und ich nehme es mindestens so wichtig, im Laufe des Tages immer wieder Pausen einzulegen. Dann setze ich mich mit einem frisch gebrauten Kräutertee auf die Terrasse und höre all den Amseln zu, in deren Reich wir offensichtlich wohnen. Sie werden immer zahmer, bleiben sogar sitzen, wenn ich langsam an ihnen vorbei gehe. Sie sind mindestens so neugierig wie ich und betrachten mich aus glänzenden Knopfaugen.

Als ich beim Einkaufen eine blaue Vogeltränke sehe, nehme ich sie mit. Ich binde eine heranwachsenden Pappel an einen Birkenstock und hänge den tiefen Teller in den entstandenen Bogen. Mal sehen, ob die Vögel das Angebot annehmen, wenn es wieder wärmer und trockener wird.

Mein Minibalkon vor dem Zirkuswagen. Ich habe ein Leben lang davon geträumt, am Morgen hier zu sitzen, den Vögeln zu lauschen und mein Hafermüsli mit frischen Beeren zu genießen.

Bleibe ich meinem Weg treu?

Beim Entwickeln der Texte für die neue Website tauche ich auch tief ins Fotoarchiv der letzten elf Jahre. Und ich komme ins Grübeln. In den Jahren 2020 bis 2023 explodierte ich förmlich vor Ideen für neue Figuren. Ich kümmerte mich überhaupt nicht um Marketing, Office oder Traumkundinnen. Ich forschte und lernte und probierte aus, was möglich war. Nicht einmal eines nach dem anderen, sondern vieles zugleich.

Meine patente Geldwäscherin, Marie van Piepen, fällt mir wieder ein. Himmel, ich wollte doch…

Es mag an dieser überraschenden Care-Zeit im Moment liegen, dass ich diesen Drang gerade nicht in mir spüre. Was ich derzeit mache, ist, alte Tagebücher durchzublättern. Ich weiß, dass ich vergangenen Herbst sehr viel aufgeschrieben habe. Habe ich den roten Faden verloren? Oder bin ich noch auf meinem Weg? Ich habe gerade keine zufriedenstellende Antwort…

Marie van Piepen. In meinem Kopf leben ihre Schwestern bereits. Ich muss sie mir nur wieder zurück in mein Skizzenbuch holen.

Wann war ich zuletzt unbekümmert?

Sehr gute Sonderfrage diese Woche, liebe Maren Martschenko! Im Rahmen des wöchentlichen #reflect&learn kann ich sie gar nicht so einfach beantworten. Wann habe ich zuletzt unbekümmert gelacht und in die Zukunft geträumt? Seit letztem Sonntag und dem Tag auf der Intensivstation mit dem Liebsten eher nicht.

Ein wenig im Fotoarchiv wühlen hilft. Es war am Wochenende davor. Freunde besuchen uns. Und wir staunen über eine Österreich-Torte aus der hiesigen Bäckerei. Sie hat Schichten aus Rot-Weiß-Rot. Aus Teig selbstverständlich. Mit Himbeermarmeladeschichten dazwischen. Sie schmeckt viel besser, als wir uns das vorstellen konnten. Dieser ganze Nachmittag ist unbeschwert und heiter. Gut, sich daran zu erinnern!

Die Trockenheit der letzten zwei Monate hat dem Garten arg zugesetzt. Jetzt regnet es immer wieder. Unbekümmert saugen die Rosen das lebensspendende Nass auf. Und ich habe auch eine Sorge weniger.