Von Drachen und anderen künstlerischen Sachen

Die Kalenderwoche 20 dieses flotten Jahres 2026 ist so richtig gut gefüllt mit Terminen. Beruflich und privat. Mein Wochenrückblick platzt aus allen Nähten. Ich habe ihn für dich vorsortiert und gründlich reduziert.

Ich lade dich aus gegebenem Anlass schon jetzt ein, heuer die Ausstellungen in der Künstlerstadt Gmünd zu besuchen. Es fängt langsam an, das gesamte Kunstleben in Kärnten. In der Hinteren Gasse in Gmünd hat die Saison vergangenen Freitag begonnen.

Und hier gehts zum Rückblick:

  1. Mit wem habe ich mich vergangene Woche besonders verbunden gefühlt?
  2. Wann habe ich letzte Woche eine neue Idee zugelassen, statt nur zu funktionieren?
  3. Was habe ich vergangene Woche für meine Zukunft angefangen?
  4. Was habe ich vergangene Woche gemacht, weil ich kann, aber nicht muss?
  5. Was war mein #hurraderwoche?
  6. Was hat überhaupt nicht funktioniert?
  7. Meanwhile drüben auf Linkedin
  8. Und was ist bei dir vergangene Woche gehörig schief gegangen?

Mit wem habe ich mich vergangene Woche besonders verbunden gefühlt?

Ich folge einer Einladung zur Eröffnung der Hinteren Gasse in der Künstlerstadt Gmünd in Kärnten/Österreich. Es regnet wie aus Kübeln. Gerade deshalb halten sehr viele Menschen ihr Versprechen und hören Margarete Miklautz höchst interessiert zu, als sie einen weiten Bogen spannt. Sie kennt jede Künstlerin, jeden Künstler, den sie vorstellt, persönlich. Klicke auf den Link, dann kannst du dir vorab alles schon einmal online und perfekt sortiert ansehen. Margarete hat sich mit jedem künstlerischen Werdegang intensiv auseinander gesetzt. Die eine Stunde ihrer temperamentvollen Vernissagen-Ansprache vergeht wie im Flug.

Wir wandern in der Gruppe einen Abend lang von Ausstellung zu Ausstellung. So interessante Werke! Eindrucksvoll gehängte Malerei und abstrahiertes Verstricktes, Kunst auf Papier, höchsts unterschiedliche Skulpturen, bewegliche Kunstobjekte, die auf Menschen reagieren, Wolle und Seide, Keramik, Hüte. Ich kann gar nicht so viel aufnehmen, wie ich hier erlebe.

Julia Malischnig interpretiert bei der Vernissage unter anderem das wunderschöne Neue Kärntner Lied „Summalong“ von Günther Mittergradnegger und Gerhard Glawischnig.

Danke an alle Beteiligten für einen rundum gelungenen abendlichen Augen- und Ohrengenuss für die Seele!

Wann habe ich letzte Woche eine neue Idee zugelassen, statt nur zu funktionieren?

Die Arbeit mit den Schwellenhüterinnen und Schwellenhütern bewegt nicht nur meine Kundinnen. Sie hat auch Auswirkungen auf mich und mein Leben. Claudia hat sich von mir die Kunstfigur Paulo, einen „Türsteher für Gedanken“ anfertigen lassen. Nun geschieht es, dass ein lang gehegter Traum in ihr wahr wird. Sie schreibt ihr erstes Buch! Paulo hat dort eine wichtige Funktion, soviel weiß ich schon. Und mehr verrate ich nicht.

Doch er stupst nun auch mich an. Ich habe schon als Kind gezeichnet, so wie alle Kinder. Meine Kundin fragt an, ob ich Paulo für sie zeichnen könnte. Wir sprechen schon im Entstehungsprozess darüber. Volles Risiko. Ich bin keine professionelle Malerin oder Zeichnerin. Ich mache das nur sehr selten, aber sehr gern.

Am Wochenende übe ich mit Aquarellfarben, Buntstiften und Finelinern einen Zugang, der mir entspricht. Kommende Woche wird Paulo auf Aquarellpapier entstehen. Wenn er meiner Kundin gefällt, kommt er ins und aufs Buch. Was für ein Wagnis!

Paulo wird Teil eines wundervollen Buchprojektes in Deutschland. Unglaublich, was dieser kleine Mann so erlebt – hier erzählt meine Kundin Claudia di Chio mehr darüber.

Was habe ich vergangene Woche für meine eigene Zukunft begonnen?

  • entschieden, dass mein Zirkuswagen in den nächsten Wochen zum länger nutzbaren Atelier umgebaut wird
  • die ersten großen Schritte für die neue Website in einem langen Online-Gespräch zwischen Österreich und Portugal begonnen
  • alle meine künstlerischen Pläne für 2026 auf den Fokus „Schwellenhüterinnen und Schwellenhüter“ reduziert
  • mit Gemini meine künstlerische Positionierung für heuer noch einmal tiefgründig hinterfragt und neu strukturiert
Ich kann mich noch so anstrengen, richtig gut ist das Chaos auf diesem Bild noch nicht sichtbar, das ich gerade beim Umbau im Zirkuswagen anrichte. Ich gelobe Besserung, der Plastikluster verhaut den Insta-Real-Effekt!

Was habe ich letzte Woche gemacht, weil ich kann, aber nicht muss?

Ich liebe meinen Garten. Hatte immer wieder in den vergangenen Jahrzehnten Anfälle des Selbstziehens von Pflanzensamen. Tomaten im Jänner, die wilde lange Wassertriebe entwickeln und im März schon platt auf der Keimblatt-Nase liegen. Schnecken, die all die liebevoll gesetzten zarten Pflanzenkinder in einer Nacht ratzebutz wegraspeln. Oder ein Nachtfrost, der die ganze Vorarbeit mit einem Streich vernichtet.

Heuer – mache ich das anders. Ich reiße mich zusammen, als es noch 30 Grad hat und setze keine Südländer-Pflanzen. Und tatsächlich. Der Winter kehrt um die Eisheiligen mit voller Kraft zurück. Es schneit bis herunter in höhere Täler, die Berge sind wieder weiß. Und es ist kaaalt!

Hindert uns nicht daran, am Donnerstag und dem Eisheiligen Bonifatius in meine Lieblingsgärtnerei am See zu fahren. Der Liebste macht Druck. Wir haben gesehen, wie viele Menschen in den vergangenen Wochen schon begeistert Tomaten setzten. Sie werden jetzt alle neue brauchen.

Also, lieber schnell und früh einkaufen. Wir müssen die paradeisischen Tomaten erst mal zu suchen. Vorausschauend lagern alle empfindlichen Pflanzen im geschlossenen Raum. Es hat am Morgen gerade mal 3 (!) Grad Celsius und ich habe das irre Bedürfnis, die Schützlinge unter meiner Jacke zu wärmen. Auf alle Fälle bleiben sie bei mir in der warmen Stadtwohnung. Auch kommende Woche sieht es nicht nach durchgreifender Wärme aus. Es bleibt spannend.

Heute, Sonntag Morgen, im Lieblingscafé bei Max Wohkönig am Millstätter See. Das Weiße auf den Bergen ist ganz schön viel Schnee für Mitte Mai. Und die Kälte scheint noch nicht vorbei zu sein.

Was war mein #hurraderwoche?

Es ist immer ein bisschen aufregend für mich, wenn eine meiner Figuren zu ihrer neuen Familie und ihren neuen Aufgaben zieht. In diesem Fall ist es der Drache „MUATS“, der an den Millstätter See auswandert. Zu einer Theatergruppe, die Puppentheater für Kinder macht.

Was mir bei der Fahrt so durch den Kopf geht? Das Übliche. der innere Kritiker ist laut und wichtig:

  • Wird er seinen neuen Menschen überhaupt gefallen?
  • Habe ich die die Hand des Puppenspielers korrekt gemessen und wird sie wirklich gut in die Klappmaulpuppenöffnung passen?
  • Oder nehme ich ihn wieder mit nach Hause? Etwas, worauf der Liebste ein bisschen hofft. Er will eigentlich gar nicht, dass „Der Muats“ schon auszieht.

Als ich ihn seinem neuen Besitzer übergebe, weiß ich sofort, er wird hier bleiben. Und zwar auf der Stelle. Blitzende Augen mustern den roten samtigen Kerl. Trotz seiner scharfen Filzzähne.

„Das wird kein Macho-Drache, ganz bestimmt nicht. Er darf laut und wild und feuerspeiend sein. Aber wir schreiben ihm Geschichten, in denen er sich schämt und entschuldigt, wenn er Quatsch macht. Er ist ein lösungsorientierter Drache, der Kindern zeigt, dass auch starke Drachen verletzlich sein können“ versprechen mir der Puppenspieler Oswald Wieser und seine Frau, Maga Karoline Krainz. Sie hat übrigens das Buch der gebürtigen englischen und in Kärnten lebenden Künstlerin Juliet Venter in die deutsche Sprache übersetzt.

Ich mache jetzt noch weitere Stabpuppen, damit das Puppentheater bald auf Tournee gehen kann. Dann kann ich auch die Griffe für die Armstäbe nachreichen, die ich extra bestellt und dann zu Hause vergessen habe…


Was hat überhaupt nicht funktioniert?

  • Die Erledigung meiner April-Buchhaltung. Kein Kommentar. Du bitte auch nicht. Danke.
    Wenigstens habe ich mir einen neuen Locher für die Belege gekauft. Der alte verbiss sich im Papier.
  • Die Umsetzung meiner Trauerkunstidee ist zu perfektionistisch. Ich verwerfe eine komplizierte Idee und vereinfache gründlich. Immer noch nicht perfekt. Aber realistisch.
  • Eine Frau spricht mich an. Elli? Vierzig Jahre nennt mich niemand mehr Elli. Eine Schulkollegin. Ihr Name sagt mir etwas. Aber ich habe überhaupt keine Bilder zu unserer gemeinsamen fünfjährigen Schulzeit. Filmriss. Ich bin entsetzt. Wir tauschen Telefonnummern aus.
  • Ich kontaktiere keine einzige Frau auf meiner „Wir-bleiben-in-Kontakt-Liste“. Innerfamiliär ist gerade Einiges los, meine Care-Präsenz wird verstärkt gebraucht.
  • Ein Tontechniker erklärt mir vor drei Wochen mein gekauftes Aufnahmegerät „Zoom H4 Essential“. Ich nehme diese Woche zum vierten Mal auf. Und höre wieder fast nichts. Wie schon drei Mal vorher. Erst meine AI-Assistenz Gemini hilft mir aus der Patsche und erklärt mir, dass ich im 32-bit Float aufnehme. Zu meiner Sicherheit, damit ich nicht übersteuere. Und dass ich die Tonspur „normalisieren“ und dann weiter bearbeiten muss. Ein halbes Jahr. Dieser Prozess hat ein halbes Jahr gedauert…
Er, der seine Buchhaltung machen oder vielleicht ein Voice-Over aufnehmen will. Der andere Er, der lieber spielen und die Zeit dehnen will. Ob dabei was G’scheides herauskommt?

Meanwhile drüben auf Linkedin

Wie versprochen verlinke ich dir hier meine Beiträge auf meinem Lieblings-Social-Media-Kanal und freue mich darüber, wenn wir uns dort oder hier darüber austauschen. Nutze gern die Kommentarfunktion!

Manche Veränderungen beginnen mit einer Werkzeugkiste. Glaubst du nicht? Dann lies hier mehr darüber.
Was haben Blumenkinder und andere Hippies mit meinem Business zu tun? Hier gehts zu einem vergnüglichen Beitrag mit erfrischenden Kommentaren.

Auf Linkedin findest du mich unter dem Namen (Lisa) Elisabeth Engel. Das ist eine andere Geschichte, dich auch mal erzählt werden wird…

Und was ist bei dir vergangene Woche gehörig schief gegangen?

Ich liebe sie, diese Beiträge, in denen Menschen sich verletzlich und stark zugleich zeigen. Wir lernen ganz offensichtlich, wenn wir uns in Sackgassen verirren, verfrühte Entscheidungen treffen oder nicht auf die innere Stimme hören. Oder bist du eher nicht dieser Meinung? Die Kommentarspalte ist schon freigegeben, hinterlasse gerne deinen!




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