Gemeinschaft und Kunst

Ich zeige euch die Technik. Ihr müsst nicht genau das machen, was ich euch beibringe. Baut es in eure eigene Arbeit ein, spielt, werdet kreativ!“ So klingt es, wenn meine Freundin Helen Layfield einen englischsprachigen Workshop abhält. Begleitend zu ihrem Kunststudium, davon profitieren alle. Draußen ist es schon dunkel. Drinnen sitze ich vorm Computerbildschirm. In dem ich viele andere Köpfe sehe. Zooooom. Mit Tages- und Kunstlicht. Im Bett sitzend, im Atelier oder am Küchentisch. Ausgerüstet mit Stoffresten, Schere, Nadeln und Fäden harren wir der Dinge, die da kommen mögen. Nämlich Kwandi. Boro. Slow Stitch.

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Can you hear me?

Es passiert. Gefühlt zum fünfhundertfünfundsiebzigsten Mal. In echt zum siebenten Mal. Sie verliert ihren Job, Ende nächsten Monats trennt man sich „einvernehmlich“. „Du weißt schon, du warst sehr oft krank. Mir kommt das komisch vor. Außerdem kannst du dich nicht gut unterordnen und bist unfreundlich zu den Menschen. Was ist eigentlich los mit dir?“

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Kunst statt künstlicher Erregung

Debussy-Klänge plätschern an mein Ohr. Mein Atelierofen hat es endlich geschafft, die nächtliche Kälte zu vertreiben. Draußen rieselt lautlos Schnee vom Himmel. Tiefer Winter eines Jahres, von dem ich wie alle anderen nicht weiß, wohin es sich entwickeln wird. Meine Intuition hat mir geraten, keine Vorsätze zu fassen sondern offen und bereit zu sein für alles, was kommt. Wie geht es dir so in der Mitte dieses ersten Monats des neuen Jahres? Spürst du schon, dass das Tageslicht wieder mehr wird? Die Bauern arbeiten wie wild im Wald, das bedeutet vermutlich, dass der Saft in den Bäumen demnächst zu steigen beginnt und es hoch an der Zeit ist, Brenn- und Bauholz zu schlagen.

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