Gemeinschaft und Kunst

Ich zeige euch die Technik. Ihr müsst nicht genau das machen, was ich euch beibringe. Baut es in eure eigene Arbeit ein, spielt, werdet kreativ!“ So klingt es, wenn meine Freundin Helen Layfield einen englischsprachigen Workshop abhält. Begleitend zu ihrem Kunststudium, davon profitieren alle. Draußen ist es schon dunkel. Drinnen sitze ich vorm Computerbildschirm. In dem ich viele andere Köpfe sehe. Zooooom. Mit Tages- und Kunstlicht. Im Bett sitzend, im Atelier oder am Küchentisch. Ausgerüstet mit Stoffresten, Schere, Nadeln und Fäden harren wir der Dinge, die da kommen mögen. Nämlich Kwandi. Boro. Slow Stitch.

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Can you hear me?

Es passiert. Gefühlt zum fünfhundertfünfundsiebzigsten Mal. In echt zum siebenten Mal. Sie verliert ihren Job, Ende nächsten Monats trennt man sich „einvernehmlich“. „Du weißt schon, du warst sehr oft krank. Mir kommt das komisch vor. Außerdem kannst du dich nicht gut unterordnen und bist unfreundlich zu den Menschen. Was ist eigentlich los mit dir?“

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Loslassen in Schritten

Festzustellen, dass es im ganzen Haus keinen Messbecher mit exakterer Einteilung als Viertel oder Halb gibt liegt einerseits am Chaos, das wir derzeit als unser „Normal“ bezeichnen. Und andererseits am Loslassen. Denn ziemlich sicher habe ich in in den letzten Wochen mindestens einen Messbecher verschenkt, verflohmarktet oder entsorgt. Kennst du ja. Lässt du nach Jahrzehnten irgendwas endlich los – dann brauchst du es. Garantiert. Da kann ich persönlich Gift drauf nehmen.

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Leben, wo andere Urlaub machen

Frühstücks.Raum

Frühstücken? Es ist so schön im Garten… Und ich möchte gleich jetzt die Puppenhaare machen…“ „Wir haben ein paar Tage kein Kind, komm. Lass uns was unternehmen. Und der Termin um 11 Uhr… Oder soll ich uns wirklich nur was vom Bäcker holen?“ First World Problems in Stoberdorf. Es ist am Morgen schon ganz schön warm. Wir sollten vielleicht. Wirklich. Könnten endlich mal. Müssten das ausnutzen. Na gut. Längsee. Wir frühstücken am Längsee, schauen in welchem der zwei Bäder mein veränderungsbegeisterter Cafetier-Freund mit seiner Genuss-Schmiede gelandet ist. Und dann sofort wieder nach Hause. Weiterarbeiten.

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