Von Verbundenheit und kreativem Flow

Dieses Mal schreibe ich meinen Wochenrückblick der Kalenderwoche 19 am Montag. Direkt von der neuen Terrasse beim Zirkuswagen. Die Blütenblätter des Vogelbeerenbaumes rieseln mit jedem Windstoß wie Schnee zu Boden. Ein Amselmännchen warnt stetig vor sich hin, dass jemand im Revier ist, der den Vogelbabies gefährlich werden könnte. Ob sie uns harmlos Frühstückende meint?

Ich habe am Wochenende eine wilde Wegwarte gesetzt, weil sie mir im Garten fehlte. Und entdecke heute beim Gang durch mein kleines Paradies, dass still und heimlich noch eine aufgegangen ist. Ganz von alleine. Das bisschen Regen der letzten Tage hat dem Boden gut getan. Alles treibt und sprießt.

Sehr lebendig und voller Emotionen war auch die vergangene Woche. Und hier gehts zum Wochenrückblick:

  1. Mit wem habe ich mich sehr verbunden gefühlt?
  2. Welcher kreative Flow hat mich gepackt?
  3. Habe ich mehr auf meine Intuition oder auf meine Zweifel gehört?
  4. Was hat überhaupt nicht funktioniert?
  5. Was war mein #hurraderwoche?
  6. Welche Entscheidung hätte mein jüngeres Ich niemals getroffen?
  7. Vergangene Woche auf Social Media

Mit wem habe ich mich sehr verbunden gefühlt?

Einer der Wasserfälle in diesem urigen Gebiet. Der Gössgraben sieht mich heuer noch öfter wandern.

Einmal mehr höre ich sehr genau hin, wenn über das Leben von Frauen gesprochen wird. Bei der letzten Verabschiedung von einer so feinen Frau, die viel zu früh und viel zu überraschend gestorben ist, erzählen Menschen aus ihrem Familien- und Freundinnenkreis, wie wertvoll, besonders und wichtig ihre Lebendigkeit war. Ihr anpackendes Wesen. Ihre Fähigkeit, Menschen miteinander zu vernetzen. Die Traurigkeit am Nachmittag ist gleich ansteckend wie die Freude darüber, dass so viele ihrem Wunsch gefolgt sind, bei ihrer Verabschiedung BUNT da zu sein.

Mit den Menschen und der Natur fühle ich mich sehr verbunden, als wir am Wochenende unser Abschluss-Jeux-Dramatiques im Gössgraben auf einem wunderschönen Platz durchführen. Wie von selbst tauchen Gnome, Salige Frauen und andere Wesenheiten in unseren Geschichten auf. Bei so viel Naturverbundenheit ist es fast selbstverständlich, dass wir den ersehnten Regen für die Region hautnah miterleben. Kein echter Durchgang Jeux Dramatiques. Sondern ein einstündiger Landregen, den die Erde trinkt wie eine Verdurstende. Fröhlich ziehen wir in eine trockene, gemütliche Hütte am Berg um und verbringen einen sehr vergnüglichen Abend miteinander.

Welcher kreative Flow hat mich gepackt?

Die Vorderansicht eines Zirkuswagens und die Künstlerin Lisa Engel
Ein Foto vom Vorjahr. Der Wein wächst heuer noch nicht ganz so dicht, dafür sehe ich zum ersten Mal seit dem Setzen reale Chancen auf die ersten Weintrauben. Stay Tuned!

Sonntag Nachmittag. Und auch noch Muttertag in Österreich. Meine Mutter hat sich zwar heuer zu einem Besuch am Platz angekündigt. Doch der Liebste und ich überlegen: fangen wir trotzdem an, die beiden Wägen neu einzurichten? Fangen wir an, aus dem Zirkuswagen ein veritables und herzeigbares Atelier zu machen? Trotz ruhiger Feierstimmung am Platz? Sicherheitshalber reinigen wir zuerst einmal die Terrasse, alle Möbel und die Außenküche vom zähen Pollenstaub.

Und weil wir dann schon so in Schwung sind…

„…wir fangen an, du wirst sehen, heute Abend sind wir fertig“, werfe ich meinem Liebsten hin. Er winkt ab. „Niemals“, sagt er. Aber er macht mit. Baut in seinem Tiny House ab, was wir verschieben wollen. Ich packe Akkuschrauber und Werkzeug und fange im Zirkuswagen an. Ganz knapp, bevor meine Mutter zu Besuch kommt, räumen wir wenigstens die malerisch in der Sonne lüftenden Matratzen weg. Genießen dann zwei gemütliche Stunden mit Reden und Kaffee und Eis und einem langen Gang durch den heranwachsenden Garten. Und um Viertel vor Acht am Abend stellen wir fest: Geschafft! Und es hat sich sowas von ausgezahlt.

Habe ich mehr auf meine Intuition oder auf meine Zweifel gehört?

Schreiben mit der Hand zählt für mich immer noch zu den wichtigsten Reflexionsmöglichkeiten. Das geeignete Schreibmaterial sind für mich Füllfeder, Bleistift oder Farbstifte.

Am Mittwoch packt mich am Morgen beim Schreiben aus heiterem Himmel großer Zweifel, ob ich generell vorschnell sinnvolle Projekte beende.

  • liegt es an mir und einer potenziellen Unfähigkeit zu Beziehung, dass ich nicht ewig bei einer gemeinsamen Sache mitmachen will?
  • war es klug, mich aus einem Buchprojekt zu verabschieden, das heuer weitergeführt wird?
  • hätte ich meine alten Netzwerke von früher weiter aktiv mitgestalten sollen, auch wenn ich umgezogen bin?
  • gebe ich grundsätzlich und alles im Leben zu früh auf und halte nicht lange genug durch?

Wie du klar erkennen kannst: eine echte Sinnkrise. Ich muss ein Weilchen weiterschreiben, um wenigstens mein schlechtes Gewissen zu erleichtern. Um mir aufmerksam zuzuhören, was in mir vorgeht. Wie immer lasse ich alles aufs Papier fließen, was ich über mich denke. Selbstkritisch und perfektionistisch kommt da allerhand ans Licht, das ich im Alltag gern wegdrücke. Nicht sonderlich liebevoll mit mir selbst.

Und dann kommt eine leise, klare Stimme hinter den Wolken hervor. „Du hast es gespürt. Du hast bei deiner Entscheidung darauf gehört, dass du weitergehen sollst, weil es für dich hier nicht weiter ging“. Und ich erinnere mich, wie klar ich nach gewissen Entscheidungen heuer war. Wie erleichtert. Und es stimmt, ich hatte es so gespürt. Und nicht gedacht.

Meinem inneren Weg vertrauen. Das ist heuer mein Jahresthema. Und wenn dieses Vertrauen auf die Probe gestellt wird, dann darf ich das auch fühlen. Vom grausamen Anfang bis zum Ende. Dann schreiben und ordnen. Und vor allem weiter nach innen lauschen. Dort wartet meine zuverlässigste Begleiterin in diesem Leben.

Was hat überhaupt nicht funktioniert?

Alle Jahre wieder. Und alle Jahre wieder das Versprechen, dass es nächstes Jahr besser wird.

Nachdem ich im April in einem kräftezehrenden Rutsch meine alte Buchhandlung fertigstelle, fasse ich den vorzüglichen Vorsatz, heuer monatlich abzuschließen. Am besten gleich zu Beginn des neuen Monats. Klappte im Mai schon mal überhaupt nicht. Es war weder dringend. Noch wichtig. Der Sechzehnjährige ist nämlich auf Schul-Kunst-Reise in Italien. Wir haben frei von den üblichen Sorgen um einen Jugendlichen. Und hängen noch eine lockere Woche an den freien April.

Diese Woche. Diese Woche wird das vermutlich eher klappen. Und immerhin: ich habe begonnen! Es ist noch nicht Jahresende und ich bin aktiv dran. Yeah, ich bin kaum 60, da habe ich schon einen Loop geschlossen liebe Maren Martschenko!

Was war mein #hurraderwoche?

Die geniale Business-Frau Julia Stampfer und BPW Präsidentin Nina Hader an einem wundervollen Abend im Hotel Seevilla am Millstätter See/Kärnten/Austria.

Dieses unglaublich berührende Wochenende mit den BPW-Frauen am Millstätter See. Gemeinsam mit vier anderen Frauen trete ich offiziell in die aktive und lebendige Gruppe ein. Wir feiern einen Abend und einen Vormittag direkt am Millstätter See. Meine Patin beschenkt auch mich mit dem Reindling, der in dieser Situation üblich ist. Er wird mit großem „Juhuuu“ in meiner Familie empfangen und ist bald verschmaust.

Wir unterhalten uns köstlich mit der wunderbaren Clownin Julia Stampfer, die so eine coole Laudatio auf diese Unternehmerinnen-Gemeinschaft hält. Ich freu mich persönlich riesig, ihr so überraschend hier zu begegnen. Das letzte Mal, als wir uns sahen, war sie der Froschkönig in einem Theater für Kinder an einer St. Veiter Volksschule. Wir haben damals als Erwachsene mehr gelacht als die Kinder. Vergesse ich niemals Julia! Danke für deinen Besuch!

Welche Entscheidung hätte mein jüngeres Ich niemals getroffen?

Einer Fotobox kann keiner widerstehen. Schon gar nicht der von [fz]-photo. Nicht einmal im Business. Und schon gar nicht, wenn 35 wunderbare Frauen sich zum Feiern treffen!

Ich weiß, dass ich am Wochenende eine Rede über mich, meinen Beruf und meine Art zu arbeiten halten soll. Wer mich kennt, ahnt, dass ich lieber über andere schreibe oder rede. Gemini hilft mir aus der Patsche und ich bin vorbereitet, wenige kurze Sätze zu mir und meiner Berufung zu sagen.

Was mich am Ende noch quält, ist die Frage, was ich anziehen soll. Der Inhalt meines Kleiderschrankes ist bunt, ein bisschen Second Hand und eher gemütlich als elegant. Ich entschließe mich zu einer Mischung. Quietschgrüne Socken mit Avocadomotiv zu eleganter dunkelblauer Hose, hellgrünem Unterleibchen und meinem geliebten weißen Second Hand Pullover mit dem Plüschaufdruck „PEACE & LOVE“. Es soll ja ich sein…

Folgerichtig fragt mich die aufmerksame Moderatorin, die wunderbare Martina Klementin, ob ich auch als Businessfrau ein Hippie sei. Aus ganzem Herzen stimme ich ihr zu und kann plötzlich locker, frei und leicht erzählen, was ich mache und wie ich arbeite. Ganz ohne meine vorbereiteten Zettel. Die Ängste sind wie weggeflogen.

Als ich später mit einer Kollegin ins Gespräch komme, reden wir noch länger über Businesskleidung. Und ich merke, ich kann auch aus dieser alten Rolle aussteigen, eine Uniform tragen zu müssen, um akzeptiert zu werden. Wie gern hätte ich das schon früher in meinem Leben gewusst!

Vergangene Woche auf Social Media

Hier verlinke ich dich, wenn du mir auch auf Social Media und Linkedin in meine Welt folgen möchtest!

Ich schreibe hier im Blog, und auch wöchentlich aktiv auf meiner Lieblingsplattform Linkedin. Und drehe gern den Spieß um und lade dich von hier in die Social Media Welt ein. Dort ist das Kommentieren deutlich lebendiger, vernetzter und zeitnaher.

Also:

Wenn du wissen willst, was die Theateraufführung von Undine noch in mir weiterbewegt hat, dann lade ich dich hierher ein.
Und falls du mitlesen und mitfühlen willst, welche Schichten in meinen Ge-Schichten und Figuren verborgen sind, dann lies gerne hier mit.










Entdecke mehr von Lisa Engel

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..