Zu Beginn der Woche denke ich: Himmel, niemals schaffe ich das alles! Warum sich doch einige Arbeiten dann wie von selbst erledigen, das ist eine Magie, die möglicherweise vom Schreiben ausgeht. Dazu später mehr im Wochenrückblick der Kalenderwoche 21.
- Mit wem habe ich mich diese Woche besonders verbunden gefühlt?
- Welcher kreative Flow hat sich entwickeln dürfen?
- Mein #hurraderwoche
- Welcher Schritt war wichtig, auch wenn das Ziel noch weit entfernt ist?
- Was hat überhaupt nicht funktioniert und warum?
- Was hat mir Energie gegeben, was gibt mir generell Energie?
- Worauf lege ich morgens meine „Sichtachse“ für den Tag?
- Und was war auf Social Media los?
Mit wem habe ich mich diese Woche besonders verbunden gefühlt?
Mit meiner Schwester Angelika. Wir hatten es in unserer Kindheit und auch später nie sehr leicht miteinander. Gründe dafür gibt es im Familiensystem. Erst jetzt freuen wir uns wirklich, wenn wir uns treffen. Es ist so erleichternd, wenn alte Gefühle von Eifersucht, Neid und Unverständnis sich in Luft auflösen. Nein, nicht von selbst. Wir haben beide intensiv daran gearbeitet, uns unserer Muster bewusster zu sein. Ich bin einfach dankbar.

Welcher kreative Flow hat sich entwickeln dürfen?
Hach. Ich habe mich wirklich getraut. Mitte der Woche setze ich mich endlich hin und gehe mein Zeichenprojekt für eine Figur an. In meinem Kopf wird das Ergebnis in Aquarelltechnik sein. Ich habe vor einigen Jahren im Rahmen von „Happy Painting“ von Clarissa Hagenmeyer mit einer Malbegleiterin entdeckt, dass mir das Freude macht. Ich kaufe mir wie immer, wenn ich anbeiße, ein bisschen Material und probiere mich aus. Doch dann geht es mit den Puppen und Figuren los und das Zeichnerische tritt wieder in den Hintergrund.
Jetzt – ist es wieder dran. Meine Profi AI lässt mich vollkommen im Stich. Mir bleibt nichts anderes übrig, als selbst Stift und Papier in die Hand zu nehmen und die Figur zu skizzieren. Und dann mit Farbe einfach anzufangen. Der erste Versuch eines Aquarells im Happy Painting Stil gelingt. Zumindest technisch. Mir gefällt er nicht. Außerdem kenne ich meine Kundin. Das ist ihr sicher zu bunt und zu unruhig. Der zweite Versuch ist schon deutlich besser. Und näher am Original. Aquarell und meine Polychromos von Faber-Castell, das passt gut zusammen.
Unabhängig davon, ob dieses Aquarell nun gefallen wird oder nicht: mir tut es ausgesprochen gut, meine Figuren auch zu zeichnen. Zeichnend kann ich sie weiter gestalten. Sogar weiter entwickeln. Das war bisher nur ein Gedanke, der immer wieder aufploppte. Alles kann die AI doch nicht. Irgendwie sehr beruhigend, das zu erleben und selbst wieder aktiv zu sein.

Mein #hurraderwoche
Der Sechzehnjährige ist drei Tage mit anderen Theaterbegeisterten aus ganz Österreich zusammen und schlüpft noch einmal in die Rolle der versammelten blasierten Hofgesellschaft, die sich über den schweren Weg der Undine lustig macht und amüsiert. Und wir erleben ihn auch unverhofft in einer ganz anderen Theaterrolle, als die jungen Leute Eigenes auf die Beine stellen.
Wir sind hin und weg. Was haben wir all die Jahre ausprobiert, damit dieser junge Mensch nach seinem wirklich schwierigen Start im eigenen Leben ankommt! Nach einem Schuljahr freiwilligem Theaterspiel unter sehr professioneller Anleitung sprüht er plötzlich vor Begeisterung. Vor Ideen und vor Zukunftswünschen. Kreativität und Kunst ist so ein wertvolles Ausdrucksmittel für junge Menschen! Bitte weitersagen…

Welcher Schritt war wichtig, auch wenn das Ziel noch weit entfernt ist?
Mein Atelier im Zirkuswagen ist in meinem Kopf schon benutzbar. Realität ist aber, das ich zu Beginn dieser Woche ein Riesenchaos veranstalte. Es geht überhaupt nicht mehr nur darum, zwei Regale in den Raum zu integrieren, um mehr Stellfläche für mein Material zu schaffen. Sondern ich raffe mich auf und schiebe die beweglichen Möbel von links nach rechts und von vorne nach hinten.
Der Liebste sieht mein Chaos sehr gelassen. „Vor der Ordnung ist immer Chaos, das wird schon“, sagt er . Und wirft mit Engelsgeduld zum dritten Mal die Stichsäge an, weil ein Regal zu lang ist. Oder bringt mir zwischendurch etwas zu essen oder zu trinken. Er weiß schon, dass er mich in dieser Phase besser weder berät noch in Frage stellt.
Wenn du darüber mehr lesen willst, lade ich dich ein, mir hinüber auf Linkedin zu folgen. Da habe ich am Donnerstag darüber geschrieben. Der Link findet sich unter dem Screenshot vom Beitrag!

Was hat überhaupt nicht funktioniert und warum?
Ich bin in der zweiten Woche mit meiner Website. Noch vor zehn Tagen schwöre ich Stein und Bein, dass ich bei den Farben meiner alten Website bleiben will. Meine Seite darf auf keinen Fall in typischem Grau-Schwarz versinken. Sondern soll wieder hell, freundlich und gern auch so bunt sein, wie ich es eben bin.
Meine liebe WebDesignerin setzt alle meine Wünsche ohne Widerspruch um. Cool und clever begleitet sie mich durch meine Gedankenknoten, wie was verlinkt werden soll. Auch eine Farbvorschläge nimmt sie an. Als sie mit dem Design der Frontpage fertig ist, wage ich es kaum laut auszusprechen. Aber die Farben – sie holen mich überhaupt nicht mehr ab. Wer hätte das gedacht…
Was hat mir Energie gegeben, was gibt mir generell Energie?
Meine Schwester stellt mir bei ihrem Besuch die Frage. Ich denke noch länger darüber nach und komme zu folgendem Ergebnis:
- der Austausch mit feinen Menschen, die sowohl zuhören als auch ihre ganz persönliche Sicht auf die Welt teilen, tut mir und uns allen gut
- alles um den Zirkuswagen und die neue Terrasse ist heuer wie Urlaub, obwohl ich dauernd arbeite
- jede Doku über ferne Länder, andere Kulturen, Reiseberichte – ich tanke auf, als wäre ich dabei
- Alleinsein – ich brauche sehr viel Zeit mit mir alleine
- Musik – jeden Tag eine andere
- mein von mir angelegter Garten, in dem ich tun und lassen kann, was ich will

Worauf lege ich morgens meine „Sichtachse“ für den Tag?
Seit meiner Socia-Media-Auszeit im April brauche ich morgens lange, bis ich mein iPhone überhaupt einschalte. Wenn ich aufwache, lasse ich die Träume ein bisschen Revue passieren, die zur Zeit stark sind. Und da juckt es mich meistens schon, etwas aufzuschreiben, was mir bis zum Vortag nicht klar war. Die Nacht hat meinem Verstand gut getan und ich habe neue, klügere Ideen zu alten Fragen. Noch im Bett plane ich meinen Tag beziehungsweise überprüfe, was ich geplant hatte. Meine effizienteste Office-Zeit ist die im Bett. Und ohne digitale Medien.
Ich kann von mir sagen, dass ich schreibend – ich schreibe wirklich fast jeden Tag in der Früh, noch vor meinem Getreidekaffee – meinen roten Lebensfaden finde. Und ihm folge. Schreibend, analog, mit der Hand, in einem schönen Buch mit exquisiten Seiten, die meine Tinte mögen – das ist meine Sichtachse für den Tag.
Danke liebe Maren Martschenko für diese Bonusfrage zum #reflect&learn in dieser Woche!

Und was war auf Social Media los?
Wir stellen alle miteinander fest, dass der Algorithmus der Plattform Neues ausprobiert. Und möglicherweise auch, dass viele Menschen bereits im Laufe der Woche in ihre Pfingstferien aufgebrochen sind. Höre ich deshalb auf, zu posten?
Ganz sicher nicht. Falls es auch dich interessiert, was du von mir auf gar keinen Fall bekommen kannst, dann lies hier mit: LInkedin-Beitrag Kalenderwoche 21
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