Ankommen und das Leben spüren

Kater Leo hat das Siedeln gut überstanden. Er macht sehr klar, dass es direkt im Tinyhouse am meisten nach uns allen riecht. Er schläft sofort tief und fest auf einem unserer Campingstühle ein. Wir müssen nur noch verhandeln, dass die flatternden Hühner zur Familie gehören. Und nicht zur Jagd für pubertierende Kater gedacht sind.

Als wir heute in der Früh beginnen, unsere Meldezettel auszufüllen, kann ich es fast nicht glauben, wie kurz wir erst hier im Neuen sind. Ja, wir siedeln noch. Und ja, es gibt noch so viel zu tun vorm Herbst, vorm Winter. Doch ich komme im Neuen an. Viel schneller als gedacht. Viel angenehmer als heimlich befürchtet. Das liegt wohl auch an den Menschen, die uns hier mit offenen Herzen willkommen heißen.

Er zeichnet schon wieder!

Gestern ergibt sich ein typischer Lazy Sunday nach einem unfassbar lebendigen Wochenende. Meine Schwester und meine Mutter besuchen uns. Freundinnen schauen vorbei. Wir machen unzählige Tinyhouseführungen und erzählen, dass wir das Haus wirklich, wirklich selbst gebaut haben. Freiwillig! Und dass es eine so tolle Erfahrung ist, selbst zu bauen. Die bunte Eröffnung einer hausinternen WandelBAR voll mit Livemusik, gutem Essen und vielen, vielen Begegnungen am Freitag Abend. Zwei Geburtstage von Menschen in der Gruppe – Löwinnen und Löwen wollen ordentlich gefeiert werden. Und feiern. Ich setze mich nach dem Regen und in der späten Nachmittagssonne mit Zeichenmaterial und Filzstücken, Nadel und Faden unter den alten Kastanienbaum. Die Kinder interessieren sich nicht wirklich dafür, was ich hier mache. Ein Besucherhund ist wesentlich attraktiver. Der Schwimmteich sowieso. Also nadle ich selbst an einer einfachen Figur vor mich hin. Es tut mir gut, wieder zurück zu kehren in mein kreatives Tun. Es wird sich zeigen, ob die Kinder aus dem Gemeinschaftsprojekt an so einer Arbeit Interesse entwickeln. Sie haben immerhin schon von sich aus Interesse am Theaterspielen signalisiert.

Gartenfest

Dass ich einen Freund nach mehr als zwanzig Jahren (!) hier vor Ort als Urlauber mit seiner Partnerin wieder treffe, ist ein bisschen magisch. Und voll das Leben. Dort weiter zu reden, wo man vor zwanzig Jahren aufgehört hat. Sich auszutauschen, was sich im jeweiligen Leben getan und entwickelt hat. Meine Güte, wären wir nicht hier gewesen, wäre auch diese Begegnung nicht gewesen.

Mein derzeitiger Arbeitsplatz

Diese Woche feiern wir hier nicht nur Alexander’s Geburtstag. Es ist auch die Geburtsstunde des zweiten Tinyhouses, meines Zirkuswagens. Wir tüfteln beim Frühstück im Garten an der Umsetzung der neuen Bodenplatte. Der Fixierung am Rahmen und der besten Dämmung, die wir nun in neuer Umgebung suchen und besorgen werden. Ich habe es vermutlich schon erwähnt – unser neuer Bauplatz ist zehn Gehminuten von uns entfernt. Die Tage des Nichtbauens haben uns entpannt und für das Kommende gestärkt. Jetzt geht es weiter.

Tinyhouse mit wieder eingebauten Fenstern

3 Einträge zu „Ankommen und das Leben spüren

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.