Der Frühling und das innere Kind

Mein ganzes digitales System macht nicht im Mai alles neu sondern jetzt. Ich suche seit einer halben Stunde die Möglichkeit, hier im Text einen Link einzufügen.

Die gewohnte Leiste ist nämlich futsch. Ich bin kein geduldiger Mensch. Und finde – nix. Ich bitte meine Administratorin um Hilfe. Wir telefonieren. Ich lese ihr direkt vom Bildschirm ab, dass die Funktion „link“ nimmer da ist. Nur mehr die Leiste Absatz und Ausrichten>Fett>Kursiv>Link>Mehr… Gelächter ohne Ende. Link. Ausgeschrieben. Kein Symbol mehr und dafür an neuer Position. Hier also versteckt er sich. Ist ja nicht so, dass ich nicht alle Funktionen durchprobiert hätte… Danke Angela – danke, dass du nicht nur eine geniale Mosaik-Künstlerin bist sondern die beste Admin und Grafikerin, die ich mir wünschen konnte. Und möglicherweise ist es wirklich ein Browser-Ding und WordPress ist ganz unschuldig!

knots and kurves

Dieses tiefe Lachen über mich selbst tut gut. Dankbarkeit tut gut. Ich suche gestern Nachmittag Musik oder ein cooles Baututorial, um meine innere Unruhe zu übergehen. Es geht mir nicht richtig gut. Frühling. Mein mittelalter Körper zeigt mir eindrücklich meine Schwachstellen. Meine inneren Baustellen. Das tut er vor allem in diesen Übergangszeiten ein bisschen dominant. Und genau da rutscht mir Mooji in meinen Feed. Ich mag ihn und seine Art, das Leben zu betrachten. Und jetzt verlinke ich dir hier, was mir gestern so gut getan hat und weshalb ich auch die Linkfunktion so suchte. Vielleicht brauchst du diese Erinnerung ja auch so dringend wie ich.

Sissy entsteht

Der jähe eisige Wintereinbruch schenkt mir ein paar Tage Zeit, mich im Atelier künstlerisch zu betätigen. Eine Drachin entsteht. „Das ist die Sissy“ sagt meine dreijährige Enkeltochter. Sie hat einen Film gesehen, als sie Ostern bei ihrem Papa und der Oma verbringt. Ihre Mama liegt mit hohem Fieber und Symptomen von Covid in der Isolation ihrer Quarantäne. Und ist dann nach drei Tagen negativ. Gurgeltest. Manchmal weiß ich nicht, was ich glauben soll. Doch zurück zu meiner Enkelin. Irgendeine Sissy hat sie beeindruckt. Finde ich toll. Sissy, die Drachin. Passt so gut zu Österreich. Passt so gut zu alten Systemen, die sich nicht verändern wollen. Passt einfach.

wip

In mir wirkt ein altes System, dass ich mir heute schon viel lächelnder anschauen kann als gestern. Oder vor einem Jahr. Oder vor Jahrzehnten. Schon wieder kommt es auf dieser Spirale des Lebens daher. Kindisch. Kindlich. Mein inneres Kind. Habe ich als Erstgeborene zu wenig gespielt? Zu früh zu viel Verantwortung übernommen? Sehr viel Ernsthaftigkeit und Bravsein in mein Leben gelassen? Und echt jetzt, wie lange wird mich das noch beschäftigen? „Diese Wesen sind nicht ernst zu nehmen. Das ist was für Kinder aber nicht für die Erwachsenenwelt“. Ich nehme sie ernst und ich höre ihnen zu. Weil mir das gut tut. Weil das mein Weg nach innen ist, der mich auch noch glücklich macht. Aber die Menschen da draußen? Nehmen sie mich ernst, nehmen sie meine Kunst ernst? Warum ist mir das noch immer so wichtig? Und die ewig stupide Frage: Ist das Kunst, oder…? Die Drachin grinst. Sorry. Sie grinst. Nicht hämisch, sondern liebevoll. Und ein kleines bisschen gefährlich. Sie wird weiße, scharfe, dreieckige Zähne bekommen. Siehst du an der Zeichnung, die sie hält. Hat Alexander gemacht. Er kennt sie gut. Ich bin die Drachin. Ich spucke manchmal Feuer und Gift und Galle. Wenn es mir nicht gut geht, weil alles zu langsam ist. Meine Kontrolle des Lebens und der Menschen nicht funktioniert. Wenn jemand langsamer denkt als ich. Anders als ich. Wenn mir das Distance Learning, das keines ist, sowas von auf die Nerven geht. Oder wenn ich mich auf der Baustelle vertue und meine Fehlentscheidung Konsequenzen hat. Feuer!! Und dann ist es auch wieder gut. Und ja! Sie werden gebraucht, diese liebevollen Wesen mit dem scharfen Gebiss. Gerade jetzt. Genau hier und heute und in dieser globalen Wandelphase, in der wir uns als gesamte Menschheit befinden. Und wenn du sie nicht brauchst, auch gut. Ich bin zutiefst dankbar, dass ich mittlerweile handwerklich umsetzen kann, was mir durch den Kopf geht.

I am what I am

Sami liebt Sissy von der Entstehung ihres Kopfes an. Er zeichnet mir Ohren auf. Drachenohren. Alexander zeichnet mir Ohren auf. In Ordnung! Sie bekommt genial geformte Ohren, um besser hören zu können. Oder um ein bisschen auszusehen wie die Elche, die wieder in Norddeutschland einwandern. Wir schauen ihnen derzeit via Computer und in einschlägigen Dokus dabei zu. Die Knopfaugen müssen vom Kopf der Sissy wieder runter, sie passen nicht so recht. Gehören mehr an die Seite. Schritt für Schritt entwickelt sich meine liebenswürdige und manchmal gefährliche Drachin. Die Stickerei am Körper, am Kopf macht mir riesige Freude. Egal, wie lange es dauert. Ich habe immer wieder zwischendurch Zeit, ein paar Stiche zu machen. Tiefer ins freie Sticken einzutauchen. Perlen hinzuzufügen. Und wenn es den ganzen Sommer dauert, dann ist es so. Free Motion Embroidering wird immer mehr zu einer Form der Meditation für mich. Ich habe die besten neuen Ideen, wenn ich durch die Tätigkeit im Denken verlangsamt und aufs Tun reduziert hier sitze und Stich für Stich mache. Danke noch einmal liebe Helen, dass du mir diese Tür gezeigt hast! Das hat etwas verändert…

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