Die Farbe Blau und Money Mindset

Selten erlebe ich eine Woche mit so blauem Himmel und Sonnenschein.

Und ich bin fast durchgehend im Stadthaus. Innen drinnen. Dafür ist etwas mit der Farbe Blau weitergegangen, was schon zwischen den Feiertagen geplant war. Diese Woche schreibe ich noch einmal einen Rückblick mit den Vorschlägen von Maren Martschenko für dich.

Viel Vergnügen beim Lesen!

  1. Was ich gerade lerne
  2. Veränderung, die mich begeistert
  3. Inspirationen und die Berufswelt
  4. Selbstfürsorgeblockade
  5. Wer bin ich, wenn ich mit anderen zusammen arbeite?
  6. Was verändere ich an meiner Routine?
  7. Drachin Sissy wird adoptiert
  8. Ausblick in die kommende Woche

Was ich gerade lerne

Vergangene Woche sitze ich von Montag bis Freitag pünktlich um 12 Uhr und dann noch einmal am Abend mit über 500 Menschen in einem Online-Workshop rund um das Thema Business und Frau im Business. Jeder Tag ist unerwartet spannend. Die Gespräche bringen Überlegungen ans Licht, mit denen ich nicht rechne. Wenig davon ist wirklich neu für mich. Es fühlt sich eher so an, als hätte ich im Lauf der Jahre darauf vergessen. Doch als mir bei einer Übung mein Geld einen wütenden Brief schreibt und sich beschwert, wie ich mit ihm umgehe, rinnen tatsächlich Tränen. So habe ich das überhaupt noch nie gesehen. Da darf sich heuer etwas ändern. Die Beziehung zu Geld braucht wohl meine Aufmerksamkeit.

Lisa goes Frontpage. Was so alles möglich wird, wenn frau zu einem tollen Workshop eingeladen wird.

Veränderung, die mich begeistert

Wenn ich ehrlich bin, verändert sich gerade einiges. Wirklich feierlich fühle ich mich vergangene Woche, als ich am Freitag mit meiner Einnahmen-Ausgaben-Buchhaltung 2024 abschließe. Das erste Mal, seit ich selbstständig bin, schaffe ich das ohne Krampf. Ich halte durch, obwohl ich mich zu gern ablenken lassen würde. Ich habe es mir versprochen. Und ich halte heuer mein Versprechen. Ich ärgere mich zum letzten Mal darüber, dass ich rückblickend all die Rechnungen suchen und ausdrucken muss.

Heuer wird das anders. Eine Stunde im Monat sollten reichen, um mir das Theater nächstes Jahr von vornherein zu sparen. Aho. Erledigt.

Ich liebe dieses Foto des heute Fünfzehnjährigen beim Buch-Halten. Schon damals ein Versuch, dem dringend nötigen Tun mit Zahlen zu entgehen. Heuer ganz ohne Bauchweh und sehr erleichtert!

Inspirationen und die Berufswelt

Ganz sicher inspirieren mich vergangene Woche die beiden Damen von Up-Lift, Susanne Pillokat-Tangen und Nicole Frenken. Ihr Begeisterung dafür, Frauen für die Berufswelt sicher und fit zu machen, ist ansteckend. Wirtschaft braucht Stärken wie Empathie, Vernetzung, Leichtigkeit, füreinander da sein und Gefühle zulassen und ausdrücken. Lösungen für die vielen Herausforderungen finden wir Menschen nur miteinander, nicht gegeneinander. Beeindruckend, wie sehr dieser Wunsch von ganz vielen Frauen und auch Männern sichtbar wird. Endlich, würde ich sagen. Es wird Zeit.

„Human Empowerment“ postuliert eine Diplompsychologin auf Linkedin. Die nächste Inspiration, die mich beeindruckt. Alle diese Überlegungen, die Interviews, die ich derzeit mit Menschen führe – sie passen hundertprozentig synchron zur Auseinandersetzung mit der neuen Serie, die ich im Hintergrund vorbereite.

Ich habe noch wenig Fotomaterial, kann dir aber sagen, dass die Köpfe für sechs neue Figuren langsam und sicher entstehen. Meine Arbeitsweise verändert sich. Ich sitze mit Händen voll Paperclay bei der Arbeit und kontrolliere im Spiegel, ob die Übergänge zwischen Nase und Wangen, zwischen den Lippen und dem Kinn und Richtung Hinterkopf so stimmen können. Dieses Mal habe ich dank der Vormittage in der Werkstatt sehr viel Muse, Charaktere unter meinen Fingern entstehen zu lassen. Der Mimik den Raum zu geben, den diese Gesichter bekommen. Eine sehr spannende Zeit ist das!

Mir fällt auf, wie sehr sich zeichnen davon unterscheidet, was Finger beim Formen fühlen. Und nicht nur die Finger! Ich erwische mich dabei, dass ich Grimassen schneide, wenn ich die Wangen forme und Fältchen einplane. Die Nächte sind wieder einmal durchwachsen von intensiven Träumen. Was nicht nur am Vollmond liegt sondern an der Tatsache, dass mein Verstand Neues ordnet und Vernetzungen ausbaut. Toll ist das.

Drachin Sissy beobachtet höchst interessiert, wie sich die Köpfe jeden Tag ein bisschen mehr verändern.



Parallel mache ich mir Gedanken über die Wirkung, die die Figuren ausstrahlen werden. „Reichtum und Wohlstand“ ist der Arbeitstitel. Das hat mit Geld genauso zu tun wie mit der Tatsache, dass wir mehr benötigen, um uns reich und wohl zu fühlen. Ich lasse viele Rückmeldungen aus persönlichen Kontakten und direkten Gesprächen in die Arbeit einfließen. Ein Ordner beginnt sich mit Unterlagen und Zitaten zu füllen. Das wird eine umfassende Auseinandersetzung mit der Thematik. Ich freue mich schon sehr, dir demnächst erste Details zu zeigen und dich in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Selbstfürsorgeblockade

Selbstfürsorge. Voll hinein gefallen in die alte Falle. Kennst du das, dass du so begeistert am Tun bist, dass dir der Tag zwischen den Fingern zerrinnt und du vergisst, dass es ein Leben außerhalb deines Arbeitsplatzes gibt? Als am Wochenende auch noch die lange angepeilte Zimmertauschaktion in der Praxis stattfindet, erinnert mich erst mein schmerzendes Rückgrat daran, dass ich keine Pausen mache. Arbeiten bis zum Umfallen.

Der Liebste fällt gesundheitlich aus. Also hilft mir der Fünfzehnjährige beim Umzug innerhalb unserer Wohnung. Wir wachsen richtig gut zusammen. Er ist es, der nach fünf Stunden Durcharbeiten fragt, ob nicht irgendwann mal eine Pause notwendig wäre? Erst jetzt merke ich, ich nicht genug getrunken habe.

Wir machen blau!

Wer bin ich, wenn ich mit anderen zusammen arbeite?

Diese Frage bietet Maren Martschenko vergangene Woche als Rückblick an. Vergangene Woche kann ich nur auf Zoom-Meetings und den Familienkreis schauen. Freiheit ist für mich ein sehr wichtiger Wert. Ruhe und allein sein, das braucht meine Künstlernatur. Ich arbeite gern mit anderen Menschen. Das ist ein Nehmen und ein Geben, das sich sehr oft stimmig und inspirierend anfühlt. Genauso gern nutze ich Allein-Zeit, um mich zu sammeln und darauf zu konzentrieren, was ich fühle und spüre. Mein Nervensystem herunterzufahren, wenn rundherum das Leben tobt.

Bei der Arbeit und ausnahmsweise einmal nicht mit Nadel und Faden

Was verändere ich an meiner Routine?

Der Donnerstag ist ein Vormittag, den ich nur als Puffer in meine Werkstatt-Routine eintragen kann. Zu wichtig sind mir die Stunden mit meinem Liebsten auf dem Bauernmarkt unserer kleinen Stadt. Die vielen Lieblingsstände mit dem besten Gemüse, das man sich vorstellen kann. Der bezaubernde Italiener, der uns mit seinen Geheimtipps und Empfehlungen den Marktbesuch verschönert. All die Menschen, die hier einerseits Kulinarisches anbieten und andererseits dankbar und gerne einkaufen. Es ist der einzige Vormittag der Arbeitswoche, an dem wir auch einem hiesigen Café einen Besuch abstatten und uns in Ruhe und gemütlich darüber austauschen, was gerade ansteht. Wenn, ja wenn wir einen Platz finden.

Drachin Sissy wird adoptiert

Ich freue mich sehr, dass meine geliebte Drachin ein Sammlerherz im Sturm erobert hat. Kaum auf Linkedin mit kritischem Blick aufgetaucht, ist es auch schon passiert. Ein paar Nachrichten später stellt das Leben neue Weichen für sie. Sie verlässt diese Woche Kärnten und verreist zu ihrer neuen Familie. Jetzt muss ich mich sputen, sie noch einmal von allen Seiten zu fotografieren und zu filmen und ihre Reisepapiere fertig zu machen. Ich werde berichten!

Ich bin sehr gespannt, was Sissy auf ihrer Reise zur neuen Familie erlebt!

Ausblick in die kommende Woche

  • Magst du nächste Woche ein bisschen mehr Einblick in meine Arbeit in der Werkstatt bekommen?
  • Darf ich dich einweihen in die Überlegungen rund um meine Serie?
  • Wie geht es dir, wenn du „Reichtum und Wohlstand“ hörst?
  • Magst du teilen, was diese Worte in dir auslösen?

Ich freue mich sehr, wenn du mir in die Kommentare schreibst, was du zu diesem Thema schon immer sagen wolltest!


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4 Einträge zu „Die Farbe Blau und Money Mindset

  • Bei „Reichtum und Wohlstand“ denke ich im ersten Moment an den materiellen Aspekt. Und im zweiten Moment meine ich, dass es auch einen Reichtum bzw. Wohlstand im immateriellen Sinne gibt.
    Ich bin gespannt, wie es dir mit deiner Werkstatt-Arbeit sowie deiner Serie geht.
    Liebe Grüße

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    • Danke liebe Heidi für deine Einschätzung!

      Verstehe ich das richtig: du meinst grobstofflich und feinstofflich, oder?

      Was macht für dich Reichtum und Wohlstand auf diesen beiden Ebenen aus?

      Danke dir fürs Mitdenken

      Lisa

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      • Mit Wohlstand und Reichtum im materiellen Sinne meine ich zB Geld, ein Haus, Kleidung …
        Und im immateriellen Sinne meine ich zB Freunde, Wissen/ Bildung, Erfahrungen, Erinnerungen …
        Die Begriffe „Grobstofflich“ und „feinstofflich“ können da wohl zutreffend sein.
        Ich persönlich bin der Meinung, dass materieller Reichtum/ Wohlstand schon wichtig ist. Aber der immaterielle Reichtum/ Wohlstand ist aus meiner Sicht wichtiger. Wenn ich auf meine Familiengeschichte zurückschaue, da war es zum Beispiel so, dass einer meiner beiden Großväter studieren konnte und somit nach einem Länderwechsel auch im neuen Land in seinem erlernten Beruf weiter arbeiten konnte. Ein Haus oder eine Landwirtschaft zB ist da nicht so mobil wie Bildung.

        LG

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  • Liebe Heidi,

    danke für deine spannende Sicht auf das Thema!

    Ich habe seit 2015 mit vielen geflüchteten Menschen gearbeitet, Frauen, Männern, Kindern, Jugendlichen. Dieses Abhandenkommen von fein- und grobstofflicher „Heimat“ hat sehr tiefe Spuren hinterlassen, selbst wenn sie hier im Neuen ein Dach über dem Kopf hatten und zu essen und zu trinken. Von Reichtum und Wohlstand waren sie in den Quartieren weit entfernt – sie hatten das Allernötigste.

    Das hat auch meine Sicht auf Wohlstand und Reichtum verändert. Nachhaltig. Wäre ein eigenes Thema.

    Was ich in meine List mitaufnehme ist dein Gedanke, dass Bildung leichter mitzunehmen ist als Haus und Hof oder Landwirtschaft.

    Danke dafür!

    Lisa

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