Drachen und andere Sachen

Auch wenn es sich manchmal schon frühlingshaft anfühlt: der Winter ist noch voll da. Zumindest hier in Kärnten, im Süden Österreichs.

Zwei Stunden weiter südlich ist der Frühling schon ausgebrochen. Ich nehme dich mit nach Ljubljana. Was für eine pulsierende, lebendige und fröhliche Hauptstadt bei unseren slawischen Nachbarn. Wir haben ein ganz besonderes Viertel ausgekundschaftet. Außerdem möchte ich dir ein bisschen mehr über die neue Serie erzählen, die gerade entsteht. Du bekommst persönlich Einblick in meine Werkstatt und in meine Überlegungen. Vor allem, wenn du am Ende des Beitrages an einer Umfrage teilnimmst.

Und hier geht es zur Übersicht des ersten Februar Newsletters:

  1. Ein Alexander, seine Drachen und ich
  2. Der alte Zopf muss weg
  3. Transition, Gemeinschaft und eine FoodCoop
  4. Kasernen, Kunst und Kultur
  5. Human Empowerment und viele Überlegungen
  6. Blick in die Zukunft meiner Werkstatt

Ein Alexander, seine Drachen und ich

Wer mit uns schon ein Weilchen unterwegs ist, weiß um die Liebe meines Liebsten für relativ ungefährliche Drachen und Drachinnen. Er bemüht sich redlich, sie wild zu zeichnen. Mit mäßigem Erfolg. Ich bekomme jedes Mal weiche Knie, wenn wieder so ein Wesen am Papier entsteht und mich aus treuherzigen Augen und spielbereit anschaut. Still und heimlich hat er letztes Jahr im November sein erstes Buch veröffentlicht. In dem auch Drachen vorkommen. Aber nicht nur. Seine Bücher sollen DICH dafür begeistern, selbst aktiv zu werden. Schreibend. Kritzelnd. Und immer bewacht von Drachen.

Selbstverständlich! Das Buch kannst du schenken! Klick einfach auf den Link.

Die Buchproduktion aus der Zeichenwerkstatt geht im Hintergrund schon weiter, keine Angst. All die schönen Zeichnungen werden hervorgeholt, mit extrem kritischen Augen betrachtet und überarbeitet. Du glaubst nicht, was dieser Mann in den letzten Jahrzehnten alles gezeichnet hat. Und kaum jemand hat es je zu Gesicht bekommen. Endlich, endlich dürfen die Zeichnungen atmen und ans Licht kommen.

Derzeit arbeite ich mit rauchendem Kopf an einer neuen Website. Eine Website für uns als Künstlerpaar. Alexander wird seine Abteilung bekommen. Ich meine. Doch wie das in guten Beziehungen so ist, suchen wir Brücken. Auch in der Kunst. Wir spielen derzeit mit diesen gezeichneten Wesen und suchen Wege, sie grafisch und optisch mit meinen textilen Figuren zu verbinden. Was bedeutet, dass ich mich intensiv mit Photoshop auseinandersetze. Und lerne, Figuren freizustellen. Mit Haut und Haar. Experten wissen, warum ich das erwähne. Die vergangene Serie kommt für diesen Zweck noch einmal ins Rampenlicht. Vielleicht kann ich dir nächste Woche schon mehr zeigen.

Der alte Zopf muss weg

Die Kunstunternehmerin in mir hat sich in den vergangenen Wochen deutlich zu Wort gemeldet. Und was macht Frau, wenn sich in ihrem Leben etwas verändert? Also die in mir möchte dann zum Friseur. Was in der Vergangenheit hier in meiner neuen alten Heimatstadt eine Herausforderung war. Entweder kann ich schlecht kommunizieren. Oder die Expertinnen haben Angst, mich mit verwegenen Schnitten zu vergraulen. Dieses Mal bin ich an die zwei Richtigen gekommen. Die eine, weil sie unerschrocken auf mich hört. Sie hält die Luft an. Aber sie hört auf mich.

Die andere, weil sie einen sensationellen Haarschnitt hat, der auch mir gefällt. Und nun wird die Kollegin mutig. Also – setze ich mich und bete, dass alles gut geht. Das Ergebnis siehst du am Foto. Kann sein, dass es nächstes Mal nicht ganz so kurz wird. Doch ich habe Wort gehalten und mein Versprechen eingelöst, mich nicht zu beschweren.

Und weißt du was? Ich fühle mich besser. Es ist nur ein Haarschnitt. Doch die letzten zwei Jahre hatten es in sich. Und es hat gut getan, sie beherzt auch mit den Haaren abzuschneiden. Jetzt geht es erleichtert ins Neue. Spürbar. Kennst du dieses Gefühl?

Kurz. Kürzer. Gerade noch lang genug.

Transition, Gemeinschaft und eine FoodCoop

Nein, nein. Versprochen. Wir ziehen nicht schon wieder um. Wir docken nur wieder an Initiativen und Netzwerke an, für die wir in den letzten Jahren wenig Zeit hatten. Eine davon ist eine lockere Interessensgemeinschaft, die sich „Kärnten im Wandel“ nennt. Hier treffen sich Menschen, die den Übergang von Städten und Gemeinden in eine postfossile und gemeinschaftlich organisierte Gesellschaft verwirklichen. Dann schauen wir uns einen Film über Wohnprojekte in Österreich an. Wieder treffen wir viele Weggefährten der letzten Jahre. Und als wir noch darauf hingewiesen werden, dass in den ehemaligen Mühlen der Stadt eine Food Coop beheimatet ist, sind wir hin und weg. Fast vor unserer Nase haben sich 40 Familien versammelt, die direkt von regionalen Anbietern Lebensmittel kaufen. Ich verspreche, darüber berichte ich noch.

Kasernen, Kunst und Kultur

Es ist einer dieser Zufälle, als Google Maps uns vertraute Wege zu einem neuen Ziel in Ljubljana/Slowenien anzeigt. Waren wir nicht gerade vor wenigen Wochen hier im MSUM, einem Museum für zeitgenössische Kunst? Wir staunen nicht schlecht. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich nämlich ein autonomes Zentrum für Politik und Kultur. Das ehemalige Gelände der Jugoslawischen Volksarmee wurde 1993 zu einem von Künstlern, Musikern, Galeristen, Veranstaltern und Sozialarbeitern besetzten Gebiet. Die sehr bewegte Geschichte dieses Zentrums ist an riesigen Wandmalereien, Skulpturen, Sprüchen und gestalteten Freiräumen wohl nur im Ansatz ablesbar. Wir kommen sicher wieder, wenn hier Veranstaltungen stattfinden.

METELKOVA. Was für eine fantastische Welt sich hier auftut. Klick auf den Link.

Human Empowerment und viele Überlegungen

Es ist so viel effizienter, als Künstlerin und Forscherin an mehreren Figuren zugleich zu arbeiten. Eine Serie zu einem Thema zu erstellen. Meine Figuren beschäftigen mich seit dem letzten Jahr. Zuerst im Kopf.

  • Wohlstand und Reichtum. Was bedeutet das eigentlich?
  • Mehrere Umfragen auf LinkedIn und hier auf der Website führen zu interessanten Perspektiven.
  • Wie steht es um meinen persönlichen Wohlstand, meinen Reichtum?
  • Gibt es einen äußeren und einen inneren Reichtum?
  • Und können wir bitte auch über Geld und Money Mindset reden?
  • Speziell wir Frauen dieser Gesellschaft – haben wir vielleicht das Eine oder Andere zu lernen?

Wenn es mir möglich ist, halte ich derzeit meine Tage von 10 bis 14 Uhr frei von Terminen. Dann habe ich schon meditiert, getanzt, geduscht. Habe meinen ersten Getreidekaffee und etliche Gläser Wasser intus. Und freue mich, dass ich mich ganz auf die Arbeit meiner Hände konzentrieren darf. Soll. Muss.

Als ich heute noch viele Kleinigkeiten an den Ohren, den Nasen, Mündern und Augen ausbessere, staune ich, wie weit ich schon bin. Nächste Woche bekommen die Köpfe ihre erste Grundierung. Die Beine-Form-Technik mit Zeitungsstreifen wird von Mal zu Mal geschickter und erfolgreicher. Yeah. Ich kann mir die Aluminiumfolie tatsächlich sparen, weil ich durch einen Dreh-Wend-Knick-Mechanismus zu guten, brauchbaren Wickeltechniken komme. Es taugt mir, dass ich nicht vorschnell aufgegeben habe, als die Streifen ihr Eigenleben aufführten. Mittlerweile sind sie zahm und brauchbar.

Immer wieder spanne ich mein iPhone ins Schwanenhalsstativ und filme den langwierigen Prozess mit kurzweiligen Zeitraffervideos. Schon erstaunlich, was diese kleinen Computer inzwischen alles können. Langsam gewöhne ich mich daran, dass mir dauernd dieses Ding vor der Nase hängt. Es wird leichter werden, wenn ich nicht mehr mit klebrigen Fingern arbeite.

Ich schneide dir heute noch einen Film, damit du siehst, was ich meine. Wünsch mir Vertrauen und Zuversicht, dass ich das noch hinbekomme…

Ich füge dir hier einen LINK zum mitternächtlichen Werkstatt-Geflüster ein.

Blick in die Zukunft meiner Werkstatt

Ich freue mich sehr darauf, meine Videoproduktion weiter anzukurbeln. Lass mich wissen, worüber du dich sehr freuen würdest. In der Kommentarfunktion dieses Beitrages hast du die Möglichkeit, Fragen zu stellen.


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