Wochenrückblick Inside and Out

Was? Nur sieben Tage? Was war denn diese Woche los?

Die vergangene Woche hatte Insides and Outs. Ein Rückblick fällt mir leicht. Mein neuer Raum ist jeden Tag ein bisschen mehr fertig geworden. Ich habe mich gerne und erfolgreich handwerklich betätigt. Erst Zoom-Meetings vor der blauen Wand sagen mir: Bravo. Gut gemacht. Die Farbe steht dir. Nur nicht im Gesicht. Dazu später mehr.

Die Vorhangkarniese stinkt noch immer nach frischem Lack. Es wäre gut gewesen, das dunkle Holz erst im Sommer zu streichen und an der frischen Luft aushärten zu lassen. Nasenbluten nach der ersten Nacht zeigt mir klar, dass ich mir den giftigen Geruch nicht einbilde. Wieder etwas dazu gelernt.

Ist dir das Vogelgezwitscher schon aufgefallen? Und dass es am Abend definitiv schon wesentlich heller ist? Unser Hausberg, das Goldeck, verdeckt die Sonne in den Wintermonaten bereits vor 14 Uhr. Mittlerweile ist es nach 15 Uhr, wenn uns die tiefstehende Sonne noch in die Augen scheint. Kommt es nur mir so vor oder wandert die Sonne in großen Schritten höher? Ich feiere die Rückkehr des Lichtes jedes Jahr mindestens so wie den ersten Schneefall. Der bisher mehr oder weniger ausgefallen ist. Ende Januar. Wir werden sehen, ob dieser italienische Winter in Südösterreich so bleibt oder ob wenigstens Regen fällt. Die Natur bräuchte dringend Feuchtigkeit.

Ich schweife ab. Hier ist der Rückblick der vergangenen Woche – enjoy!

  1. Meetings und eine Technik-Analyse
  2. Handpuppen und ein Buchprojekt
  3. Empowerment und Accountability
  4. Money Mindset und Accountability-Gruppe
  5. Jenseits von männlich und weiblich, da treffen wir uns
  6. Hoch oder quer – und ein grandioses Scheitern
  7. A Criminal Five O’Clock Tea

Meetings und eine Technik-Analyse

Vergangene Woche bin ich sage und schreibe in sieben Meeting-Räumen persönlich anwesend. Du kennt sie vermutlich alle. Im Gegensatz zu mir. Die meisten sind Zoom-Räume. Ein Live-Talk auf Linkedin. Eine Premiere auf Teams. Ich schäme mich beim letzten in Grund und Boden, weil mein Kopfhörer und Mikro nicht mit dem Rechner auf einen grünen Nenner kommen. Der Laptop fällt aus, weil ich dort kein Teams installiert habe. Tja.

Die jungen Leute echauffieren sich über Menschen, die drei Jahre nach Covid noch immer nicht technisch fit sind. Öhm. Ja. An diesem Abend gehöre ich zu den Unfitten. Und Gestrigen. Ich habe es überlebt.

Das Blau an der Wand hat sich so etwas von ausgezahlt! Derzeit klappere ich Baumärkte nach einem Dimmeradapter für die Lampe im Hintergrund ab, die mir zu sehr in die Webcam strahlt. Speziell in den Abendstunden wird es gut sein, den Hintergrund mit Licht zu akzentuieren. Noch zögere ich, was ich an die Wand montiere. Ein Schritt nach dem andern!

Handpuppen und ein Buchprojekt

Als ich eines Morgens vor dem Handy mit der Tanz App schnaufend Samba und Salsa übe, läutet völlig überraschend mein Handy. „Erinnerst du dich noch?“, ruft eine Dame gut gelaunt ins Telefon. Vor ziemlich genau einem Jahr war ich mitten in der Produktion von Handpuppen für ihre slowenische Sprachgruppe in Mittelkärnten. Eigentlich hätte im Sommer oder spätestens im Herbst ein Theaterstück aufgeführt werden sollen.

Und nun – entsteht ein ganz anderes Projekt. Die Handpuppen haben diese kreative und vielseitige Lehrerin dabei unterstützt, dass ihre Schülerinnen und Schüler mit Feuereifer ins Slowenische eintauchen. Ich hebe mir die Details des neuen Projektes für einen Zeitpunkt auf, wenn ich die Menschen beim Sprachkurs besuchen und befragen darf, wie es ihnen geht. Freu dich drauf. Das wird eine tolle Geschichte!

Kater Fridolin und eine Zauberin mit lila Hut. Mittlerweile sprechen sie so gut Slowenisch, dass sie selber staunen. Mehr darf ich noch nicht verraten. Stay tuned!

Empowerment und Accountability

Zum ersten Mal in meinem Leben höre ich von sogenannten Accountability-Gruppen im deutschsprachigen Raum. Es sind Gruppen mit vier oder fünf Menschen, die sich gegenseitig unterstützen. Jeder in der Gruppe setzt sich persönliche oder berufliche Ziele. Die Gruppe hilft sich gegenseitig dabei, diese Ziele zu erreichen, indem sie sich regelmäßig online trifft. Fortschritte werden besprochen, um motiviert zu bleiben. Die Gruppe bildet ein verlässliches und inspiriertes Team, das sich gegenseitig beim Erreichen dieser Ziele unterstützt. Wir alle wissen, es tut gut, ermutigt und daran erinnert zu werden, nicht aufzugeben.

Vor 25 Jahren hießen solche Gruppen in meinem Leben „Empowerment Gruppe“. Ich freu mich so, dass diese Erfolgsserie weiter geht. Nach den Interviews und den fast magisch schönen Erfahrungen mit einer kreativen und einer fachbezogenen Gruppe in dieser Woche entschließe ich mich, im Februar mit einer solchen Kleingruppe zu beginnen. Es gibt bereits ein Handvoll interessierter Menschen, die das ebenfalls reizt.

Hast du Erfahrung mit solchen Gruppen? Tipps und Tricks für uns Wiedereinsteiger?

Money Mindset und Accountability-Gruppe

Wenn es etwas in meinem Leben gibt, das noch einer genaueren Untersuchung bedarf, dann ist es die Sache mit Geld und Erfolg. Sehr bewusst habe ich dieses Jahr das große Überthema „Reichtum und Wohlstand“ gewählt. Ich weiß, dass es Anteile im Schatten meines Unterbewusstseins gibt, die eine sehr kindliche Sprache sprechen. Da ist viel die Rede von: „So will ich niemals werden“ zu „Mein Vater ist daran gestorben“ und „Ich brauche keinen Reichtum und Wohlstand, um ein gutes Leben zu führen“.

In Gesprächen mit vielen Frauen in meinem Umfeld wird mir zunehmend klar, dass ich mit dieser Herausforderung nicht alleine bin. Es gibt in meiner Welt nicht sehr viele Frauen, an deren Erfolg ich mich vertrauensvoll orientieren möchte. Ich höre seit ein paar Tagen Morgen-Meditationen zum Thema „Reichtum und Fülle“. Habe dabei das körperliche Bedürfnis, mich zu dehnen und zu strecken. Es öffnet sich in mir eine neue Welt, die ich nicht kenne. Manchmal durchrieselt mich in der Meditation ein Schauer wie von tausend Schmetterlingsflügeln, die sich zitternd erheben. Herzklopfend spüre ich dem nach. Meine Intuition hat mir einmal mehr geholfen, auch in der Kunst diesen Weg in die unbekannte Finsternis einzuschlagen.

Können Freundinnen auch eine Accountabilitygruppe bilden? Die drei müssen nicht darüber nachdenken. Yes, we can and yes, we do!

Wie geht es dir, Frau, mit Geld und beruflichem Erfolg? Alles in Butter oder auch Butter am Kopf? Und wie gehst du die Widerstände an?

Jenseits von männlich und weiblich, da treffen wir uns

Ein Thema, das mich schon ein Leben begleitet, ist das Brückenbauen über echte oder scheinbare Gräben in unser aller Leben. Für die erste Serie in diesem Jahr habe ich mir das angebliche Gegensatzpaar „männlich und weiblich“ und den Zusammenhang zwischen Reichtum und Wohlstand auf meine persönlichen Fahnen als Künstlerin geheftet.

Es gibt Situationen in meinem Leben als Heranwachsende, da werde ich schallend ausgelacht, weil ich sehr schüchtern frage, ob männlich und weiblich nicht zusammen gehören. Ob wir nicht beides in uns tragen? Ich habe mich nie als typische Frau empfunden. Und doch bin ich eine Vollfrau, die gerne Frau ist. Mit ihren Stärken als Macherin. Mit Ecken und Kanten und einer angeborenen Feinfühligkeit.

Im Vorbeigehen fotografiert mein Mann am Abend Figuren und Beine, die über dem Heizkörper vor sich hin trocknen. Er nennt das Bild „Der Aufstand“. Was er wohl damit meint? Morgen geht es auf alle Fälle mit dem nächsten Beinpaar weiter.

Jetzt, im Alter, reizt mich das Thema ein weiteres Mal. Und wenn es darum geht, die beiden starken Kräfte zu verbinden? Sich als vielfältige und höchst unterschiedliche Menschen dieser Menschheitsfamilie endlich die Hand zu reichen und anzuerkennen, dass beide Stärken ihre Berechtigung und ihren Platz in unseren Gesellschaften auf diesem Planeten haben? Human Empowerment, wie das eine Dame auf Linkedin so treffend beschreibt?

Ich persönlich habe genug davon, männlich und weiblich als kämpfende und kriegerische Anteile des Menschseins zu bekämpfen. Oder das isolierte Mann- und Frausein auf einen Sockel in einem Elfenbeinturm zu stellen. Uneinnehmbar. Und immer nur um sich selbst kreisend.

Wir erleben alle, dass eingefahrene, überholte Rollen- und Geschlechterklischees in Grund und Boden gestampft werden. Und sich am anderen Ende der Auseinandersetzung alte und machterfahrene Dinosaurier erheben und die guten alten Zeiten zurück haben wollen. Das alte Normal.

Fotoausschnitt aus einem Film, der noch zu schneiden ist. Hier entstehen in einer Ohrenwerkstatt Ohren aus Paperclay. Es ist ungefähr die vierte Schicht Paperclay, die auf den gut getrockneten Kopf aufgetragen wird.

Ich setze mich mit dieser Thematik in der ersten Serie dieses Jahres auf meine Art auseinander. Es gibt bereits drei fertige Geschichten, bei denen es inhaltlich um folgende Wahrheiten geht:

  • eine Kleinstadt erblüht durch das Zusammenwirken von zwei Menschen
  • ein Feuer speiender Drache hütet einen wenig bekannten Schatz
  • eine Königin lernt von einer Weisen, laut und deutlich zu werden

Alle drei Geschichten machen sichtbar, dass gesellschaftlicher Wohlstand und Reichtum nur durch ein menschliches Miteinander zu erreichen ist.

Technisch wähle ich eine neue Form der Figuren. Wieder werden die Köpfe aus Paperclay geformt. Dieses Mal bekommen die Figuren sichtbare Stoffkörper, die mit Drähten auf einem Sockel stehen. Die Füße und Beine sind ebenfalls aus Paperclay mit einem Unterbau aus Altpapier. Ich entwickle eine Technik, aus alten Zeitungen Papierstreifen so zu drehen und anzulegen, dass ich keine Aluminiumfolie verwenden muss. Mir missfällt die Nutzung dieses nicht nachhaltigen Materials, solange ich auf Altpapier zurück greifen kann.

Alte Zeitungen zu Streifen reißen und anstelle von Aluminiumfolie um Drähte wickeln. Dabei Waden und Oberschenkel und sogar einen Fuß formen. Alles geht, wenn frau nur wirklich will.

Für die Kleidung habe ich mir etwas ganz besonderes ausgedacht. Darüber schreibe ich nächste oder übernächste Woche, wenn die ersten Entwürfe fertig sind.

Hoch oder quer – und ein grandioses Scheitern

Ich filme derzeit vor allem im Hoch- oder Portraitformat. Was mir ausschließlich am Handy gut gefällt. Die schwarzen Balken links und rechts finde ich schrecklich, wenn ich mir diese Videos auf dem rechteckigen Bildschirm ansehe. Und insgesamt wäre es mir lieber, Filme im Querformat zu filmen. Den Augen zuliebe. Aber – die Technik will das derzeit anders.

Reels auf Instagram sind schon eine ganze Weile ausschließlich im Hochformat abzuliefern. Vergangenes Jahr hat leider auch LinkedIn den Videofeed auf Hochformat umgestellt. Filme ich im Querformat, bleibt mir als Veröffentlichungsplattform nur Youtube. Was ich dort noch immer nicht geschafft habe, ist die Auseinandersetzung mit den Shorts auf Youtube. Deshalb bitte ich um Geduld. Ich bin bereits dran.

Mich erinnert diese Auseinandersetzung an etwas aus meiner Jugend. In den 70erJahren gab es eine Form von Videokassettenformatkrieg zwischen VHS, Betamax und Video2000 Systemen. Das Ärgerliche war vor allem, dass die Systeme inkompatibel waren. Wir mussten uns für ein Format entscheiden. Und das war nicht zwingend VHS, das sich schließlich durch setzte.

Filmst du eher quer oder hoch – und was rätst du einer Anfängerin wie mir?

A Criminal Five O’Clock Tea

Ziemlich aufregend sind vergangene Woche die Vorbereitungen für den Geburtstag eines Fünfzehnjährigen. Eigentlich wünscht er sich ein Krimi-Dinner. Beim Hin- und Herrätseln wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit für ein Dinner einigen wir uns einerseits auf Sonntag-Nachmittag und den britischen 5 o’clock tea. Der schon um 14 Uhr starten und um 18 Uhr zu Ende sein soll. Glücklicherweise stimmt der zu Feiernde zu, die Spielleitung zu übernehmen.

Von vier eingeladenen Kindern mit Zusage erscheinen schließlich nur zwei. Sonntagnachmittag und ein Krimi-Geburtstag, das scheint das übliche Maß zu sprengen. Mein Liebster und ich springen helfend ein und brillieren in Doppelrollen als mögliche Goldräuber und Essenszubereiter und Mit-Getränken-Versorger der festlichen Runde.

Selten in meinem Leben einen so fröhlichen Kindergeburtstag gefeiert. Ich ahne, das machen wir bald wieder!

Alexander betätigt sich wieder einmal als Schreiber und Grafiker. Was für eine tolle Einladung!

Warst du schon einmal auf einem Krimidinner? Kannst du mir Anleitungen empfehlen, die auch für Erwachsene so viel Spaß machen? Hinweise und Tipps bitte gerne in die Kommentare!


Entdecke mehr von Lisa Engel

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..