Monatsrückblick März 2024

Wenn Königinnen sich mit dem weiblichen Archetyp der Königin verbinden.

Dann ist wenig Luft für anderes. Ob es in mir je eine Königin gibt, gab oder geben wird, das kann ich nicht sagen. Was ich mit Sicherheit sagen kann: dieser Monat war königlich. Ganz im Gegensatz zum Monatswetter, das sich sommerhaft hitzig zu Beginn und später mit Schnee, sintflutartigem Regen, Sturm, Eisesnächten und einem verregneten Osterwochenende in den 1. April verabschiedete. Kein Aprilscherz.

Und das findest du heute in meinem Beitrag:

  1. Der weibliche Archetyp
  2. Fotos und Filme
  3. Kino und Vernetzung
  4. Königliche Karuna und ihr Hintergrund
  5. Familie und Ostern
  6. Social Media und Veränderungen

Der weibliche Archetyp

Ich bin im dritten Monat meines Grundstudiums. Und staune nicht schlecht, als wir neue Lektionen präsentiert bekommen. Archetypen für das Storytelling zu unseren Werken! Seit Jänner beschäftige ich mich intensiv lesend und recherchierend mit diesen unbewusst in uns angelegten Bildern. Ich bin ehrlich gespannt, was die zwölf Archetypen nach C.G.Jung mit weiblicher Wirklichkeit zu tun haben. Denn in erster Linie ist der Archetyp wie beschrieben? Ganz genau. Männlich. Der König. Der Rebell. Der Abenteurer. Fühle dich angesprochen auf all den Heldenreisen des Storytellings. Einfach den Artikel austauschen. Die Königin. Die Mentorin. Die Weise. Animus ist ja eh in jeder Frau.

Von wegen! Meine weiblichen Archetypen gehen erstmal in den Widerstand. Die Rebellin. Hand in Hand mit der Närrin und der Abenteuerin. Die Schöpferin passt gut zu mir. Doch – will ich mit so uralten Stereotypen überhaupt arbeiten? Passt das ins Heute? Oder ändert sich auch hier etwas?Diesen Fragen gehe ich auch in den nächsten Monaten nach. Ein tolles Buch wurde mir empfohlen, das hilft mir schon sehr weiter. Ich freue mich über weitere Vorschläge, abgesehen von der „Wolfsfrau“ und den „Göttinnen in jeder Frau“, die lese ich bereits. Ich verwende auch Links von Menschen, die online zu diesem Thema bloggen.

Meine Königin und ich - WIP
Hier entsteht ein neues textiles Wesen

Fotos und Filme

Wer mir schon eine Weile folgt weiß, dass ich Fotografin aus vollem Herzen bin. Die Freude am Bild wird mich nie ganz loslassen. Im März bin ich zwei Mal mit Menschen aus meinem Freundeskreis unterwegs. Mit Spiegelreflexkamera, ganz old style. Und mit dem iPhone. Auch nicht mehr das Allerjüngste. Doch ganz ausgezeichnet für das Üben von kleinen, kurzen Filmen. Zum Zeitpunkt unserer Ausflüge ist die Natur gerade dabei, den Winter abzustreifen. Der Frühling ist noch ein paar Wochen entfernt. Wir setzen uns ein begrenztes Thema. Herz, Hirn und Auge fokussieren sofort anders. Wir fotografieren zu diesem Thema. Brechen die Regeln mit Genuss. Und folgen einem ganz anderen, weil es sich ergibt. Was für ein kreatives Vergnügen!

Baum spiegelt sich in Wasserpfütze, blauer Himmel, Asphalt wirkt wie Sternenhimmel
Millstätter See Winterspaziergang

Die schorfige, moosbewachsene Rinde einer Weide im Abendlicht zu fotografieren ist wunderbar. Sie zu filmen hat einen ganz anderen Reiz.Ich freue mich riesig darüber, dass ein professioneller Filmer sich mit uns gemeinsam eine Software intensiver anschaut, die eine intelligente Nachbearbeitung unserer Filmschnipsel ermöglicht. Bei unserem ersten Treffen stelle ich erleichtert fest, dass es auch gemeinsam eine Weile dauern kann, bis wir Keypoints finden. Oder Menüleisten, die kommen und verschwinden. In Präsenz zu viert zu suchen, zu fluchen und zu lachen macht definitiv mehr Spaß als nächtens allein Videotutorials zu studieren, die du mit 50+ sowieso nur mit halbierter Sprechgeschwindigkeit verstehst.

Selfie mit Schülerin

Kino und Vernetzung

Mein Liebster ist gesundheitlich wieder so weit hergestellt, dass wir unsere Sonntagabend-Kinobesuche aufnehmen können. Einmal mehr der Hinweis auf unser kleines Lieblingskino am Millstätter See in Oberkärnten, hier gehts zum Programm und hier gehts zu ein paar bildlichen Eindrücken.

Eines Sonntag-Abends setzen wir uns nach dem Film ins Kino-Café. Die Tanzbegeisterten des Nachmittags schwingen immer noch Hüften und Tanzbeine. Uns fällt ein sitzendes Paar auf, das offenbar mit Londoner Akzent spricht. Was für eine Freude zu hören, dass sie hier am See leben! Und ganz und gar nicht allein. Die größere Runde englischsprechender Menschen lernen wir an einem kulinarischen Thai-Abend im Millino kennen. Hui, unser English wird ordentlich aufpoliert. Und wir staunen, wieviele Englisch sprechende Menschen hier in der Gegend leben.

Mit einer Freundin statte ich auch dem Villacher Stadtkino einen Besuch ab. Maria Montessori und ihre Pädagogik begleiten mich, seit ich mir Gedanken über die Schule für meine Kinder mache. Im Film erkenne ich ganz neue Zusammenhänge über eine intelligente und mutige Frau, die mit ihrer forschenden und fordernden Art in einer vollkommen männlich dominierten Gesellschaft vor fast unpackbaren Herausforderungen steht. Wir sitzen noch lange und diskutieren über weibliche Wirklichkeiten vom 19. bis ins 21. Jahrhundert.

Und wie machen wir jetzt weiter? Welches Cape wünscht sich eine Königin?

Königliche Karuna und ihr Hintergrund

Noch einmal zurück zu den Archetypen und den Königinnen. „Karuna die Gütige“ beschäftigt mich den halben Februar und den gesamten März. Dass erst der vierte Kopf und ein Materialwechsel zum gewünschten Ergebnis führt, das kommt vor. Dass diese Wesen sich mit ihren Wünschen (fast) immer bei mir durchsetzen, ist dir als Leserin meines Blogs bekannt. Dieses Mal wird die Kleidung direkt am Körper designt. Was ganz neue Möglichkeiten erschafft. Einerseits passt das königliche Gewand wie angepasst. Und andererseits macht es Freude, Materialien direkt auszuprobieren, zu stecken und händisch zu nähen und sofort zu sehen, in welche Richtung es weitergeht. Wie immer entsteht der nächste Schritt beim Tun. Ich trenne dieses Mal so viel wie noch nie zuvor. Auch ein Zeichen dafür, dass ich viele neue Handgriffe lerne.

Ursprünglich wollte ich zu Beginn des Jahres Wesen herstellen, die die weibliche Natur in den Fokus rücken. Also alles rund ums Frausein. Wenn du wüsstest, wie viele Themen ich in diese Serie noch einarbeiten wollte, würdest du staunen. Glücklicherweise habe ich alle diese Ideen schriftlich festgehalten. So ein Studium erzwingt Ordnung und Struktur. Und heute bin ich froh drüber.

Was tut frau, wenn sie viel zu viel in eine neue Serie hineinstopfen will? Genau! Reduzieren. Mein Kopf raucht zwischendurch mächtig. Geblieben ist diese erste Serie der Königinnen. Das Thema „Weibliche Wirklichkeiten“ bleibt. Diese Serie hat noch keinen kunstvollen Namen. Der kommt wahrscheinlich mit den Nachfolgewesen, die für die Ausstellung in Schloss Rosegg Ende Mai bereits am Arbeitstisch auf mich warten.

Karuna die Gütige ist eine Königin, die einen Entwicklungsweg hingelegt hat, der seinesgleichen sucht. Zwei egozentrische Herrscherinnen in ihrem Leben machen der schüchternen Prinzessin einerseits das Leben schwer. Zwingen sie aber andererseits, Wege zu finden, um eine gesunde Liebe für sich selbst und andere Menschen in ihrem Leben zu entwickeln. Dafür ist es nie in diesem Leben zu spät. Eine königliche Schwester setzt ihr schließlich die Krone auf und sie erkennt, welcher Weg der königliche Weg ihres Lebens sein wird. Sie weiß, dass sie ihr weiteres Leben dazu nutzen wird, sich gut um sich selbst und um ihr Königreich zu kümmern.

Wenn sie jetzt hier bei mir am Schreibtisch sitzt und hibbelig ist, dann hat das damit zu tun, dass wir ihrer königlichen Meinung nach zu Ostern hätten durcharbeiten müssen. Der Thron wird gerade erst fertig, muss nur noch geklebt und lackiert werden. Sie ist so wütend auf mich, dass sie mir heute gar nicht in die Augen schaut. Doch auch Wut tut gut. Hat mir eine Königin erzählt. In dieser Stimmung ist mein Herz weniger schwer, wenn sie mich bald verlässt. Ihre Stimmung wird sich ohnehin schlagartig ändern, wenn sie in ihr neues Zuhause umzieht.

Königin Karuna, textile Figur mit gelber Krone
Und was jetzt?

Familie und Ostern

Dass Ostern Ende März bereits vorbei ist, fühlt sich merkwürdig an. Der 1. April an einem Ostermontag ist auch etwas, an das ich mich in diesem Leben zumindest nicht erinnern kann. Und der Wechsel in die Sommerzeit ist wie jedes Jahr vollkommen unerwartet und mit einer Woche Morgengähnen verbunden. Wir feiern eine intensive Zeit mit Mutter, Schwester, erwachsenen Söhnen und Töchtern. Alle Reisepläne fallen vorzeitig ins Wasser. Dafür schießt der Frühling jetzt förmlich aus jeder Ecke in unserem Raum südlich der Alpen. Von den Bergen wächst zwar immer wieder Weiß ins Tal herunter. Dafür steigt die ebenfalls sichtbare und saftige Grüngrenze höher und höher ins Gebirge.

trockenes hellbraunes Gras, verschwommen und klar, wiegt sich im Wind
Fotospaziergang am Millstätter See

Social Media und Veränderungen

Ich bin nur mehr auf LinkedIn aktiv, was Social Media betrifft, der Link zu meinem Konto ist hier. Diese Veränderung hat sich bereits abgezeichnet. Und es ist derzeit gut so. Veränderungen sind nur ungewohnt. Ich verbringe wieder mehr Zeit in direktem Online- und Offline-Kontakt mit Menschen. Und im Atelier. Und beim Studium. Mir scheint, ich habe die Kurve für mich rechtzeitig gekratzt, es fühlt sich richtig an.

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