Ein Schaltjahr, juhuuu, ein Schaltjahr!
Vierundzwanzig Stunden zusätzliche Zeit, den Rückblick zu verfassen. Der Februar ist mein Geburtsmonat. Heuer keine Spur von Geburtstagsdepressionen. Oder habe ich einfach keine Zeit, trüb herumzuhängen? Der Winter ist ausgeblieben. Auch im Februar. Vergangenes Wochenende hat es vorübergehend bis in die Täler Kärntens herunter geschneit. Die Skigebiete jubeln. Mittlerweile ist alles schon davon geronnen. Ich bin gespannt, ob der Frühling nun Fahrt aufnimmt, es soll noch eine Woche regnen. Die Böden können es schon gut brauchen.
Viel Freude mit meinem Februar-Monatsrückblick!
- Die Königinnen und ich
- Ein Knie und die TCM
- Neun Monate Schreibgruppe
- Wilde Wasser und ein in die Jahre gekommenes Auto
- Ein Geburtstag und die artKARLSRUHE
- Villacher Fasching aus der Vogelperspektive
- Sieben Stabpuppen lernen Slowenisch
- Singen und ein Theaterabend
- Freundinnen und Interviews
- Februar-Fazit
Die Königinnen und ich
Bei einem tollen Gespräch unter Frauen schmeiße ich alle Serienpläne für meine Wesen über den Haufen. Naturverbundenheit und wie wir das in der Stadt leben können kommt später in diesem Jahr. Der Archetyp der Königin drängt sich mächtig vor. Mit Kronen, die elfenhaft zart bis massiv vergoldet funkeln. Mit Zeptern, Weltkugeln und vielfach gewünschten Symbolen ausgestattet, die ich bei meinen Meetings erfrage. Mehr dazu erfährst du im März-Newsletter. Für den kannst du dich am Ende der Seite anmelden!
Königinnen sind genauso wenig „fertig“ wie jeder andere weibliche Archetyp. Das Mädchen. Die Prinzessin. Oder die Weise Alte. Und was mich sehr erstaunt: derzeit hört es sich so an, als sei der Archetyp der Königin mit einer bestimmten Haltung, Entwicklung und Reife verbunden. Dazu gehört auch, dass eine mächtige innere Stimme es nicht mehr zulässt, bei stärkerem Gegenwind mit seinen Ideen, Wünschen und Träumen einzuknicken. Oder zuzulassen, dass jemandem im Königreich weh getan wird, der unter dem persönlichen Schutz dieser Königinnen steht. Gespräch für Gespräch wird klarer, was es heißt, heute auf die „Innere Königin“ zu hören. Klingt schräg? Ist es auch. Und wunderschön.

Ein Knie und die TCM
Die Traditionelle Chinesische Medizin und ich, wir sind schon ein erwachsenenlebenlang gute Verbündete. Bisher konnte ich Nadelpanikerin mich durchschwindeln und wurde nur mit wunderbaren Kräutern ausbalanciert. Mein Knie und seine Erinnerungszellen brauchen offensichtlich mehr Aufmerksamkeit. Der Körper vergisst nie. Und jetzt will er Aufmerksamkeit.
Einmal als Jugendliche beim Rock’n’Roll-Schulterwurf aufs Knie geknallt. Zwei Mal am Berg in felsigem Gelände gestürzt, wieder dieses Knie. Ein Skiunfall vor 15 Jahren, der mit einem Hubschrauberheimflug endet. Du ahnst es – wieder dieses Knie. Und dann vier Tage Stehen am Betonboden einer Messe. Seither – Schmerzen im Knie.
Seit zwei Jahren spüre ich die Haut meines linken Oberschenkels nicht. Das fällt mir auf, wundert mich auch ein bisschen. Aber ich nehme es so hin, wie ich vieles hinnehme. Nun arbeitet mein aktueller TCM-Arzt an meinem Trapezmuskel unter dem Nichtspüren. Holla die Waldfee! Das tut übelst weh! Der Muskel ist steinhart. Und die Haut nicht (mehr) wirklich durchblutet. Der Experte setzt gezielt seine dünnen Nadeln. Auf der Liege liege ich eh schon. Hurra! Ich spüre meinen Oberschenkel wieder! Und das Knie – es heilt. Ich bin mittlerweile fast schmerzfrei. Bewegung ist wieder möglich und hilft inzwischen auch dem Knie, seine Arbeit wieder aufzunehmen.
Neun Monate Schreibgruppe
Ich bin trotzdem überrascht, als sich das Ende des gemeinsamen Online-Schreibens abzeichnet. Immer öfter vergesse ich unter der Woche, meinen Beitrag zu schreiben. Das Buch, mit dem wir neun Monate gut gearbeitet haben, erreicht mich nicht mehr. Ich rede mir noch ein, dass es das Studium ist, das mich beansprucht. Mein Übergang ins Unternehmerin-Sein. Die Wahrheit ist – unsere intensive, beglückende gemeinsame Zeit ist zu Ende. Wir lassen uns noch ein Hintertürl offen. Bleiben selbstverständlich in Kontakt. Und gehen wieder unsere eigenen Wege. Danke Romy, Antje, Andrea und Susanne! Wir werden sehen, ob etwas Neues geboren werden will.
Wilde Wasser und ein in die Jahre gekommenes Auto
Ganz sicher bin ich mir bei meiner Zusage nicht, was auf uns zukommt. Doch es stellt sich heraus, dass ich unser zehn Jahre altes Auto für sein erstes Schleudertraining gebucht habe. Meine Tochter muss in Niederösterreich ein Fahrsicherheitstraining absolvieren. Sonst ist der Führerschein weg. Mein Knie ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht belastbar. Korneuburg, sagt meine Große. Und ein, zwei Stunden. Die Realität sieht anders aus. Eine Stunde Theorie. Den restlichen Tag im Auto sitzen und rückwärts Slalom fahren, durch hervorspringende Wasserfontänen kurven. Vollbremsungen auf rutschiger Fahrbahn. Und zum Schluss, bei dramatischem Sonnenuntergang, die waschelnasse Schleuderplatte.
Mir wird wegen meines Knies gestattet, mich auf den Rücksitz zu setzen und den ganzen Tag dabei zu sein. Wir schimpfen wie die Rohrspatzen über den cholerischen Trainingsleiter, der Frauen ganz besonders schlecht behandelt. Und sich später entschuldigt. Ich versorge meine Tochter mit vorher noch schnell eingekaufter Jause, Getränken und gutem Zureden. Sie schafft das alles bravourös. Ich bin echt stolz, wie gut sie die Nerven behält. Das Auto hält gut durch. Ich halte alles fest, was fliegen könnte. Und halte ebenfalls durch. Mutter-Tochter-Zeit der besonderen Art. Das vergessen wir nie! Ich weiß jetzt sicher, dass das nicht mehr taufrische Auto weiß, was bei Vollbremsung zu tun ist. Und dass es schon bei unter 50 km/h ins Schleudern kommt.

Ein Geburtstag und die artKARLSRUHE
Heuer verzichte ich am Geburtstag auf die übliche Geburtstagfahrt ans Meer. Leichten Herzens. Weil einerseits das Wassermann-Kind im Jänner ans Meer will. Und weil ich außerdem lieber auf die artKARLSRUHE fahren möchte. Wir verbringen meinen Jubeltag in Graz. Und vergangenes Wochenende gibt es Kunst bis zum Abwinken für mich. Und die Real-Life-Begegnung mit Studierenden der Ikonenschmiede. Was für ein Vergnügen!
Der Ischiasnerv meines Mannes ist immer noch so eingeklemmt, dass er kaum gehen kann. So sitzt er stillvergnügt bei einer Freundin in der Küche. Kein bisschen beleidigt, dass wir ständig ausfliegen.
Ich genieße jede Minute meiner Zeit in den Hallen der artKARLSRUHE. Bis ich nicht mehr kann. Und erforsche am nächsten Tag mit zwei wissbegierigen Jungs alles, was es rund um unseren Schlafplatz zu erforschen gibt. Wir bestaunen Felsenhäuser in lila Sandstein. Ich filme und fotografiere den schon lange ausgebrochenen Frühling rund um den Rhein. Wir tauschen uns mit wunderbar schrulligen Teahouse-Betreiberinnen aus und untersuchen eine gewaltig große, aber noch geschlossene Burg gründlichst. Von mir aus könnten wir noch zwei Wochen hier in der Gegend bleiben. Der Traum vom knallroten Wohn- und Arbeitsbus, er ist noch nicht ausgeträumt…

Villacher Fasching aus der Vogelperspektive
Als meine Freundin mich einlädt, den Samstag des diesjährigen Faschings mit ihr und Freundinnen in Villach zu verbringen, sage ich spontan zu. Zum ersten Mal erlebe ich hautnah mit, dass sich eine Gesellschaft in Narrengruppen und individuelle Faschingsnarren verwandelt. Durchaus ernsthaft, was die Überlegungen für Verkleidungen betrifft. Es ist laut. Fröhliche und schon leicht angesäuselte Menschen zu Mittag, das muss man mögen.
Samuel und ich sind sehr froh, dass wir nach einer halben Stunde im Wirbel den Luxus eines Fensters im ersten Stock eines Hauses direkt an der Straße mit dem gigantischen Umzug in Anspruch nehmen können. Dort ist es nur mehr halb so laut. Es gibt ein gemeinsames Faschingskrapfenbuffet, gute Gespräche und schöne Verkleidungen. Immer wieder hängen wir am Fenster, filmen und fotografieren und bestaunen tolle Wägen in der langen Faschingskarawane. Versprochen, nächstes Jahr überwinde ich mich und schlüpfe auch in ein Kostüm.
Sieben Stabpuppen lernen Slowenisch
Für mich ist etwas sehr Besonderes, die ehrliche und große Freude einer Kundin zu erleben. Meine sieben Wesen reisen Mitte Jänner in einem Korb an ihren neuen Bestimmungsort. Eine Slowenisch-Sprachgruppe in Mittelkärnten und ihrer Lehrerin werden sie dafür nutzen, um Theater zu spielen. Mit der gerade gelernten neuen Sprache. Meine Wehmut vor der Übergabe der schon so vertrauten Wesen weicht großer Dankbarkeit, welch schöne Arbeit ich machen darf. Ich warte voller Begeisterung auf den Tag der Aufführung!

Singen und ein Theaterabend
Als meine Freunde Silke und Martin sich bei mir melden, dass ein kleines Besucherensemble sich darüber freuen würde, mit mir gemeinsam zu singen, nehme ich die Einladung sehr gern an. Wie schön unsere Stimmen miteinander klingen! Wie gut singen doch tut! Wie schön, Freunde zu haben, die der Musik ebenso viel Platz im Leben einräumen wie ich.
Am Abend spielt die älteste Tochter in einem Theaterstück von Jugendlichen mit. Es ist manchmal unglaublich, was Kunst mit Menschen macht. Ich habe das Mädchen ganz anders in Erinnerung. Da sitzt sie noch filzend bei mir im KreativRaum. Beginnende Pubertät ist spürbar. Mehr nicht. Nun spricht ein junge Frau selbstbewusst komplizierte Texte. Weiß, wann und wo auf der Bühne sie zu sein hat. Und ist am Ende stolz wie Oskar, dass uns allen das Stück so gut gefallen hat.

Freundinnen und Interviews
Ich treffe im Februar endlich (!) wieder Menschen in echt. Das möchte ich auch im März beibehalten. Es ist wunderbar, hier im Atelier zu sitzen. Am Computer zu kommunizieren. Mich um strategische Seiten meiner Selbstständigkeit zu kümmern. Doch das Freundinnen-Netzwerk ist mindestens ebenso wichtig.
Im Plan meines Studiums sind nun Kundinnen- und Kundengespräche zum Überthema „Weibliche Wirklichkeiten“ dran. Glücklicherweise hat sich bereits auch die eine oder andere Freundin bereit erklärt, mir ihre Sicht auf Königinnen zu erzählen. Und ich stelle fest, dass es vollkommen richtig ist, dieses Zuhören und Mitschreiben ernst zu nehmen. Ich erfahre so viel Neues. Tauche in andere Lebenswelten ein, die ich gar nicht am Radar hatte.
Die Ergebnisse fließen bereits in die entstehende Serie ein.
Februar-Fazit
Wie du vielleicht gemerkt hast, habe ich die Idee meiner Nachtschatten-Texte fürs erste begraben. Ich führe derzeit Tagebuch über die Entstehung meiner neuen Serie von Königinnen. Das fordert und beansprucht mich vollkommen.
Ich habe es NICHT geschafft, mehr Fotos von mir zu machen. März, bitte unterstütze mich! Ich habe mir heuer „Sichtbarkeit“ verordnet. Und ich bleibe dran. Inklusive krachendem Scheitern.
Dafür funktioniert meine GoPro-Kamera mittlerweile auf Sprachbefehl. Das neue Klemmstativ für den Arbeitstisch war ein Glücksgriff und ermöglicht es mir tatsächlich, Videos ohne ins Bild ragende Stativfüße anzufertigen. Und das sogar am iPhone zu steuern. Und genau heute habe ich nach zwei Tagen Probierens mit der Software „DaVinci“ herausgefunden, wie ich Videos im Portrait-Format schneiden kann. Social Media Plattformen und Querformat, das passt einfach nicht.
Unsere Kino-Sonntage haben pausiert und ich hoffe, wir können sie im März wieder aufnehmen. Ischias an Knie, Knie an Ischias, los jetzt, gesund werden!
Der Februar ist nicht ruhiger als der Jänner. Definitiv nicht. Zwischendurch habe ich Schnappatmung, weil ich einerseits massig Studien-Theorie in mich hineinstopfe. Und versuche, sie praktisch anzuwenden. Ein echtes Auf und Ab. Andererseits möchte ich ins Atelier. Dann warten wie jedes Jahr Buchhaltung. Tägliche Social Media Auftritte, schreibende Projektplanungen das heurige Jahr betreffend. Und es gibt schließlich auch ein Familien- und Privatleben. Vielleicht erzähle ich beim Märzrückblick, wie es mit den Sauerteig-Experimenten weiter geht.
Für diesen Monat reicht es jetzt. Komm gut in den März, liebe Leserin, lieber Leser! Und falls du dich auch in meinen nächste Woche erscheinenden März-Newsletter eintragen möchtest, hier hast du die Möglichkeit dazu:
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