Monatsrückblick Jänner 2024

Gerade erst den Jahresrückblog. Schon wieder ein Rückblick?

Ich nenne das Struktur. Wir Kreativen, wir wissen es eigentlich: je klarer die zu uns passende Struktur einen Raum hält, desto größer ist die künstlerische Freiheit innerhalb der Grenzen.

Zuerst fällt mir am letzten Tag vor so einer Grenze nur zögerlich etwas ein. Ein Monat?! Und der hat im Grunde erst nach dem Schulbeginn des Vierzehnjährigen begonnen. Was kann da schon groß gewesen sein? Beim flotten Durchblättern der unveröffentlichten Nachtschatten fällt mir mehr ein. Und dann, hach, jenes. Und zack, habe ich wieder so viele Punkte am Papier wie damals beim Zurückscrollen durch die Bilder meines Jahres.

Meine Monatsrückblicke werden kürzer. Versprochen.

Hier ist eine Übersicht, was dich im Beitrag erwartet:

  1. Die erste Serie mit Wesen entsteht
  2. Der erste Newsletter ist ein Prozess
  3. Tagesreisen im Winter
  4. Wechsel der Social Media Plattformen
  5. Sonntag Abend im Kino
  6. Die Sache mit der Sichtbarkeit
  7. Das Singen und ein Markttag
  8. Monatsabschluss

Die erste Serie mit Wesen entsteht

Zuallererst einmal auf Papier. Schreiben und philosophieren und Visionen formulieren mit Hilfe der Studienunterlagen der Ikonenakademie sollte mir leicht fallen. Tut es aber nicht. Ich bin es so gewohnt, ganz meiner Intuition zu folgen. Und lasse mich auf einen Prozess ein, der mir neu ist.

Ich merke, wie mein Verstand Mittel und Wege erfindet, warum ich jetzt unbedingt die Wohnung saugen, einkaufen gehen oder dieses Buch lesen soll, das schon seit Weihnachten am Bettrand liegt. Kenne ich das? Aber ganz bestimmt! Hello Schulzeit!

Immer wieder hole ich mich zurück. Setze mich hin. Arbeite Schritt für Schritt weiter. Recherchiere mit Chat GPT, das mich mit seinen Funden verblüfft. Und dann nutze ich wieder meinem eigenen Verstand, der doch anders tickt. Die Sache mit den Themen wird runder. Und ich gehe in die Werkstatt. Den Kopf ausrauchen lassen. Und die Hände einsetzen.

Am Ende dieses Monates zähle ich neun vorgeformte Watte-Ei-Köpfe, die auf ihre Modellierung mit Paperclay warten. Sieben halbfertige und große Köpfe für eine Serie von Stabpuppenwesen für einen Slowenisch-Sprachkurs. Und all die Trials and Errors, die gemacht werden müssen, dass frau neue Materie professionell beherrscht. Im Regal steht ein hellgrüner Ordner, voll mit handschriftlichen und gedruckten Themen und Ideen, die für mindestens dieses Arbeitsjahr reichen.

Modellieren einer Kopfform mit Paperclay
Je später der Abend, desto intensiver ist der Austausch mit meinen Wesen.

Der erste Newsletter ist ein Prozess

Himmel, hat das lange gedauert! Gestern Abend ging mir der lang angekündigte Newsletter ganz leicht von der Hand. Vollkommen unperfekt. Ich habe viel höhere Ansprüche. Das Monatsende passt nicht für einen Newsletter. Der nächste wird Monatsmitte erscheinen. Der übernächste hoffentlich zu Märzbeginn. Ich weiß immer noch nicht, ob es an mir oder der Software liegt. So richtig warm werden wir miteinander nicht. Aber das Jänner-Werkstatt-Geflüster ist draußen! Ich feiere mich und meine Leserinnen und Leser, die so lange mit mir gewartet haben!

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Tagesreisen im Winter

Es wären nicht wir, wenn wir im Jänner nur in der Stadtwohnung hocken und auf das spontane Reisen im Frühling warten würden. Zwischen und nach den Feiertagen waren wir abwechselnd ordentlich krank und gerne daheim. Umso schöner waren zwei Tagesausflüge ins benachbarte tiefwinterliche Kranjska Gora in Slowenien. Und der Geburts-Tages-Ausflug des Jüngsten an die italienische Adria. Kennst du Marano Lagunare, das pittoreske Fischerdorf und seine im Wasser stehenden Flamingos im Naturschutzgebiet der Lagune? Nicht? Wir sind noch immer ganz geflasht von der Schönheit, die sich bis jetzt vor uns verborgen hat.

Besuch im Naturreservat, zwei glückliche Männer zeigen die Eintrittskarten in die Kamera
14 Grad, das Meer und Flamingos, was will das Januarherz mehr?

Wechsel der Social Media Plattformen

Es hat sich letztes Jahr schon angekündigt. Jetzt ist es so weit. Ich lösche Facebook vom Handy. Und bin demzufolge nicht mehr dauernd auf dieser Plattform präsent. Ob ich Instagram und Linked In gemeinsam weiterführe oder mich auf eine der beiden Plattformen spezialisiere, das weiß ich noch nicht genau. Derzeit fließen täglich ein bis zwei Stunden in die Aufbauarbeit auf Linked In. Dort gibt es weniger Likes. Dafür mehr interessierte Kundinnen und Kunden. Ich muss ehrlich sagen, das Unternehmerische und die achtsame Wortwahl auf der Plattform ist eine Wohltat für mich.

Frau mit magentafarbenem Pullover, hält einen Füller und denkt nach
Schreiben, nachdenken, dem Flow folgen, weiter schreiben

Sonntag Abend im Kino

Es fühlt sich schon an wie Routine, ist aber erst seit ein paar Wochen so. Wir gehen Sonntag Abend sehr gern ins Kino Millino in Millstatt. Waren wir im Sommer und im Herbst eine Handvoll Kinobesucher, so ändert sich das jetzt. Das Anstehen an der Kinokasse gehört nun am Sonntag Abend dazu und ich freue mich für den Betreiber und uns Filmliebende, dass dieses kleine Kino wie ein Magnet wirkt. Es ist eben nicht nur Kino alleine. Sondern ein sehr feiner Begegnungort, den sehr viele Menschen zu schätzen wissen.

Die Sache mit der Sichtbarkeit

Ich übe. Fast täglich. Meine LinkedIn-Follower können das bestätigen. Ganz geht meine Strategie noch nicht auf. Das Jahr ist ja noch jung. Mit dem iPhone klappt vieles schon recht gut. Jetzt habe ich am stabilen Stativ entdeckt, dass ich auch meine Spiegelreflexkamera oder die GoPro montieren könnte. Beides technische Geräte, die filmen. Schritt für Schritt.

bunte Geburtstagskrone für ein Kind
Kein Faschingsscherz. Sondern eine Geburtstagskrone. Er hat sich erweichen lassen, sie heuer noch einmal aufzusetzen. Wie das wohl nächstes Jahr sein wird?

Das Singen und ein Markttag

Donnerstag Vormittag kaufen wir bei Wind und Wetter, bei Kälte und Sonne, regelmäßig und wöchentlich unser Obst und Gemüse am Bauernmarkt in der Stadt. Ich bin so dankbar für die gute Qualität einiger Standler. Und dass wir zusätzlich frische Ware aus Italien und Kroatien bekommen. Wir nutzen die Zeit nach dem Einkauf für einen gemütlichen und ausgiebigen Austausch als Paar in einem hiesigen Café. Wir spüren, dass wir hier immer noch fremd sind.

Mein Donnerstag Nachmittag gehört alle zwei Wochen einer begabten entstehenden Gruppe von Sängerinnen und Kindern ganz in meiner Nähe. Auch das ist eine große und sehr geschätzte Überraschung für mich. Musik ist für mich wie ein Nahrungsmittel. Die junge Chorleiterin fordert unser Können ganz schön heraus. Genau das liebe ich!

schwarzweiße Musiknoten eines Gospels
Ohne Musik wäre das Leben lange nicht so schön!

Monatsabschluss

Wollte ich das Jahr ruhiger angehen? Mein lädiertes Knie reduziert zwar meinen Bewegungsdrang. Nicht aber meine Lust am Leben. Meine Schwester wirkt gestern ganz erschlagen, als sie all das aufzählt, was ich gerade mache. Mir kommt es tatsächlich so vor, als wäre unser Leben sehr ruhig. Beim Schreiben fällt mir auf, dass man Ruhe anders verstehen könnte. Mal sehen, wie der Februar rückblickend sein wird.

Vogel- und Muschelspuren am Sandstrand
Sandspuren von Muscheln und unseren gefiederten Freunden. Im Winter am Meer. Wir sind echte Glückspilze, dass die Adria so nahe ist.

Was war dein schönstes Erlebnis im Jänner?

Worauf hättest du gerne verzichtet?

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